Leben
TEL AVIV, ISRAEL - MAY 17: Dancers for Madonna display the flags of Israel and Palestine on their backs during Madonnas performance live on stage during the 64th annual Eurovision Song Contest held at Tel Aviv Fairgrounds on May 17, 2019 in Tel Aviv, Israel. (Photo by Michael Campanella/Getty Images)

Bild: Getty Images/watson montage

"War nicht Teil der Proben" – Madonna irritiert mit Israel- und Palästinafahne

Madonna war nach ihrem Auftritt beim Eurovision Song Contest (ESC) nicht nur wegen ihrer musikalisch nicht ganz so gelungenen Performance in aller Munde. Ein symbolischer Schulterschluss auf der Bühne zwischen Israel und Palästina sorgte außerdem für Aufregung.

Politik soll beim Grand Prix eigentlich außen vor bleiben – beim diesjährigen Wettbewerb in Israel hat dies allerdings nicht ganz geklappt.

Beim Auftritt von Weltstar Madonna in der Halbzeit des ESC-Finales in Tel Aviv trugen zwei ihrer Tänzer am Samstagabend jeweils eine israelische Flagge und eine palästinensische Fahne auf ihrem Rücken, was als Appell für ein friedliches Nebeneinander von Israelis und Palästinensern verstanden werden könnte.

Die Europäische Rundfunkunion, die den ESC organisiert, verurteilte dieses Statement.

Dieses Performance-Element sei "nicht Teil der Proben" gewesen, hieß es in einer Stellungnahme. "Der Eurovision Song Contest ist ein unpolitisches Ereignis und Madonna war darüber informiert worden." Ob die US-Sängerin von der Darstellung der Flaggen während ihres Auftritts wusste, blieb unklar. Kritik von der Europäischen Rundfunkunion erntete auch die isländische Band Hataris, die während der Punktevergabe Schals mit der Palästinenserflagge trugen.

Madonnas Auftrittspläne für den ESC hatten ihr vorab bereits Kritik der Israel-feindlichen Kampagne BDS ("Boycott, Divestment and Sanctions") eingebracht. In einer Stellungnahme, die von US-Medien verbreitet wurde, erklärte die 60-jährige Pop-Diva daher vor dem ESC-Finale:

"Ich werde nie damit aufhören, Musik zu machen, um die politische Agenda von jemandem zu erfüllen, noch werde ich damit aufhören, Menschenrechtsverletzungen anzusprechen, wo auch immer in der Welt sie sich ereignen."

Madonna.

Hier könnt ihr die ganze Performance nochmal ansehen:

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Video: YouTube/Mussi333

(as/afp)

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