Lidl Plus: Umsonst bekommst du hier nichts!
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Lidl Plus: Warum das neue Rabatt-Programm einen riesigen Haken hat

24.06.2019, 21:15

Wie heißt es so schön? Im Leben gibt es nichts geschenkt. Diese alte Weisheit gilt auch für all das, was so daherkommt, als würden wir etwas geschenkt bekommen. Das Neueste Beispiel diesbezüglich ist das Rabatt-Programm Lidl Plus, denn auch hier zahlen die Kunden einen hohen Preis.

Mit Lidl Plus hat der Discounter ein neues Sammelprogramm an den Start gebracht. Doch die App ist kaum am Start und wird schon heftig kritisiert. Der Grund: Das Rabatt-Programm ist kein anonymes Angebot und so werden in hohem Umfang Kundendaten gespeichert.

Lidl Plus ist nicht in ganz Deutschland verfügbar:
Du kannst dir die App grundsätzlich im Google PlayStore und im App Store von Apple downloaden.
Allerdings kannst du sie in Deutschland bislang nur in 250 Filialen in Berlin und Brandenburg verwenden. Ab 2020 soll sie dann in ganz Deutschland verfügbar sein. In Österreich gibt es Lidl Plus schon landesweit.

So funktioniert Lidl Plus:

  • Zuerst musst du dich registrieren und eine App auf deinem Handy installieren.
  • Die App erzeugt dann einen QR-Code, den du bei deinem Einkauf an einem speziellen Scanner einlesen kannst.
  • So wird dir der Rabatt direkt vom Kaufpreis abgezogen.
  • Außerdem erhälst du in der App ein Rubbellos mit weiteren Coupons.

Welche Daten sammelt Lidl von mir?

Ein Blick in die Datenschutzhinweise zeigt, dass Lidl so eine ganze Menge Daten von den Kunden sammelt. So weiß der Discounter eigentlich alles, was er über dein Kaufverhalten wissen muss. Es wird erfasst, in welcher Filiale du eingekauft hast, was du gekauft hast – und nicht nur das, sondern auch welches Produkt genau, wie viel davon und zu welchem Preis – und zu welcher Zeit du wie bezahlt hast.

Doch damit nicht genug. Auch die Rabattcoupons sind genau auf dich und deine (Kauf-)Bedürfnisse zugeschnitten. Den Rabatt bekommst du genau auf die Produkte und Marken, die du sowieso am liebsten kaufst. Zusätzlich sollen Partner Coupons anbieten.

Datenschützer wollen App prüfen lassen.

Im "Tagesspiegel" kündigte der Landesbeauftragte für Datenschutz in Baden-Württemberg, Stefan Brink, an die App prüfen zu lassen:

"Zum Beispiel die Frage, ob es zulässig ist, von Kindern solche Kundenprofile zu erstellen. (...)
Und wir beobachten, ob besonders sensible Daten erhoben werden und wie sie verarbeitet werden, etwa Gesundheitsdaten. So kann man anhand des Kaufverhaltens beispielsweise schlussfolgern, dass ein Kunde Magnesiummangel hat"

(hd)

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