Leben
24.03.2019 Waldshut ,Deutschland. Im Bild : Discounter Aldi Sued und Lidl Logo ,Schriftzug *** 24 03 2019 Waldshut Germany In picture Discounter Aldi Sued and Lidl Logo Lettering

Auch in dieser Filiale können Kunden vielleicht schon bald mit der Lidl-Plus-App bezahlen. Bild: www.imago-images.de / bMANUEL GEISSER

Exklusiv

Lidl startet Zahlungsdienst in Deutschland – so reagiert die Konkurrenz

Die Corona-Krise könnte auch revolutionieren, wie Kunden in Discountern und Supermärkten bezahlen. Mit Lidl wagte sich jüngst ein Konzern mit einer Ankündigung vor, eine kontaktlose Art des Bezahlens jetzt auch in Deutschland anbieten zu wollen.

Mit dem Zahlungsdienst Lidl Pay will der Discounter künftig die Möglichkeit schaffen, kontaktlos per App zu bezahlen. Wie die "Lebensmittelzeitung" zuerst berichtete, wolle man den Dienst "perspektivisch in den Filialen in Deutschland anbieten".

In den spanischen Filialen wurde der Payment-Service bereits getestet. Nun soll er auch auf dem deutschen Markt erprobt werden.

Details dazu kann Lidl noch nicht verraten. Gegenüber watson teilte der Discounter lediglich mit: Der Dienst sei über die digitale Kundenkarte "Lidl Plus" möglich. Wann genau mit dem Zahlungsdienst zu rechnen ist, konnte das Unternehmen nicht sagen. "Aufgrund des Coronavirus können wir aktuell keine Angaben zur zeitlichen Umsetzung machen", teilte Lidl watson mit.

Die "Lebensmittelzeitung" berichtet, mit einer App sei es dann möglich, einen mobilen Einkaufszettel zu erstellen, personalisierte Angebotshinweise zu erhalten und eben auch den Bezahlvorgang abzuwickeln.

Ähnlich wie bei Apple Pay könnte in der App ein QR-Code generiert werden, der dann durch den Scanner an der Kasse eingelesen wird und den Betrag von einer hinterlegten Kreditkarte abbucht.

Konkurrenz bleibt zurückhaltend

Die Konkurrenz-Discounter hielten sich nach Anfragen von watson mit ähnlichen Bezahlsystemen noch bedeckt.

Kaufland teilte mit, kontaktloses und mobiles Bezahlen sei mit den gängigen Giro- und Kreditkarten möglich. Und fügte hinzu: "Selbstverständlich beobachten wir laufend die Entwicklungen, um unseren Kunden auch weiterhin einfache und bequeme Bezahlverfahren anbieten zu können."

Bei Aldi Süd sei die Einführung eines eigenen Bezahlsystems "aktuell nicht geplant", teilte das Unternehmen gegenüber watson mit. Aber selbstverständlich beobachte man die Entwicklungen in diesem Bereich und passe das Angebot, wo sinnvoll, für Kunden stetig an.

Die Rewe Group teilte mit: Bei "Rewe und Penny bieten wir unseren Kunden den Service der Payback-Pay-Zahlung an". Doch auch hier beobachte man aufmerksam die Entwicklung und die Akzeptanz von Alternativen anderer Unternehmen.

(lau)

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zweiundvierzig 15.05.2020 10:09
    Highlight Highlight Super für unsere Smombies - für den Normalbürger eher lästig. Für jede Milchkanne eine extra App mit Extra Passwort und wenn das Smartfone verloren geht viel Ärger mit vielen Apps.
    Bargeldlos mit Karte zahlen ist universell und braucht keinen technischen Firlefanz der schnell obsolete wird.
    Gäbe es aber EINE universelle App meiner Hausbank mit der ich überall bargeldlos Zahlen könnte (und die mein Haushaltsbuch automatisch führt) gerne!
  • MrMatrone 13.05.2020 15:25
    Highlight Highlight Irgendwann werden in Deutschland Menschen verhungern obwohl sie ausreichend Geld haben. Wer nämlich kein Smartphone besitzt wird demnächst nichts mehr regeln können. Dessen Kühlschrank kann nicht mehr über App einkaufen, das Licht geht ohne App nicht an oder aus, die Klospülung inklusive Klopapierdosierer sind nicht mehr manuell bedienbar sondern nur über App....
    Lieber nehme ich ne alte Petroleumlampe und den Goldeimer als mir so ein Smartphone aufzwingen zu lassen. Und Lebensmittel muss ich dann eben klauen oder Beeren, Kräuter, Pilze und Wurzeln im Wald suchen.

Exklusiv

"Ungewöhnlich": Baumärkte wundern sich über Kunden

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind noch nicht absehbar. Klar ist aber, dass einige Branchen schon jetzt schwer unter den weitreichenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens leiden. Das gilt etwa für die Gastronomie und das Veranstaltungsgewerbe, aber auch der Einzelhandel kämpft noch mit den Folgen.

Baumärkte hingegen sind nicht negativ von der Corona-Krise betroffen. Zwar mussten sie in einigen Bundesländern, wie Bayern, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen, …

Artikel lesen
Link zum Artikel