Leben
Senior woman, 89 years old, getting comfort by  young home caregiver

Bild: SilviaJansen/Getty Images/Reddit/Montage Watson

"Eine Verwandte klaute meiner Oma 1700 Dollar", schreibt sie. Was folgt, ist traurig

Die meisten von uns kommen irgendwann im Laufe ihres Lebens mal in eine Situation, in der das Geld etwas knapp wird. Unerwartete Ausgaben, große Anschaffungen, eine plötzliche Kündigung – wer nicht genug Erspartes gesammelt hat, kann schnell mal aus der finanziellen Bahn geworfen werden. Wer dann die Unterstützung seiner Familie im Rücken hat, kann erstmal durchatmen. Aber würdest du dir diese Unterstützung klauen?

Reddit-Nutzerin AstridReilly1 erzählte genau eine solche Geschichte. Ein kurzer Hintergrund: Sie hatte einer Verwandten bei der Steuererklärung geholfen und wenige Wochen später herausgefunden, dass sich diese Verwandte die Kreditkarte von Astrids Großmutter geliehen hatte. Angeblich, um für diese Oma einzukaufen – doch behielt sie die Karte eine Woche lang und ging für sich selbst im Wert von etwa 1700 Dollar einkaufen. Als Astrid das herausfand, konfrontierte sie ihre Verwandte.

Was folgte, waren lange, zähe Diskussionen per iMessage, die Astrid bei Reddit postete.

Die deutsche Übersetzung findest du darunter.

Bild

Bild: Reddit

Das Ganze nochmal auf Deutsch:

Astrid

"Hier ist Astrid. Ich hoffe, es geht dir besser. Egal, was du glaubst: Ich liebe dich. Ich habe gerade eine Benachrichtigung bekommen, dass du morgen deine Steuerrückzahlung bekommst. Bitte bring Oma morgen die 1716 Dollar, die du ihr schuldest. Sie braucht das Geld, um ins [...] zu ziehen. Danke."

Verwandte

"Ich muss mir ein Haus kaufen, damit wir nicht obdachlos werden. Sie bekommt es zurück, nachdem wir ein Haus gekauft haben."

Astrid

"Wenn das deine Antwort ist, gehe ich damit zum Staatsanwalt."

Verwandte

"Und mein Mann hatte gerade eine OP und ist arbeitslos."

Astrid

"Nichts davon ist Omas Problem. Wenn sie morgen nicht ihr Geld bekommt, erstatte ich Anzeige gegen dich. Basta."

Etwas später:

Astrid

"DAS HAT NICHTS MIT DAMIT ZU TUN, DASS DU OMA BEKLAUST. DU VERSUCHST JETZT HIER ECHT ALLES"

Verwandte

"Ihr habt ein beschissenes Leben und das merkt man. Ich will mit so einer Negativität nichts zu tun haben. Tschüss"

Astrid

"WIR HABEN EIN BESCHISSENES LEBEN, WEIL DU OMA BEKLAUT HAST UND SIE DAS GELD BRAUCHT, UM UMZUZIEHEN"

Die Verwandte würde 6000 Dollar an Steuergeldern zurückbekommen.

Das wusste Astrid, da sie deren Steuererklärung gemacht und daher Zugriff auf die entsprechenden Informationen hatte. Ihre Verwandte hätte Astrids Oma ihr Geld also zurückgeben können – entschied sich allerdings bewusst dagegen, mit der Erklärung, sie bräuchten die rund 1700 Dollar dringend für den Kauf eines Hauses. Der, anhand der offensichtlichen finanziellen Not der Verwandten, wohl noch weit in der Zukunft liegen könnte.

Astrids Post auf Reddit wurde inzwischen über 700-mal kommentiert – leider finden sich darunter viele Antworten, in denen ähnlich Betroffene davon berichten, dass auch Polizei und Staatsanwalt in solchen Fällen nicht helfen konnten beziehungsweise durften. Astrids größte Hürde ist jedoch ihre Großmutter selbst, denn die möchte ihrer Verwandten mehr Zeit geben, das Geld zurückzuzahlen. Die antwortete währenddessen allerdings nicht mal auf die Nachfrage, ob sie das Geld zur gesetzten Deadline zurückbringen würde – und tat es auch nicht.

Astrid geht nun mit den Screenshots der Nachrichtenverläufe, in denen ihre Verwandte zugibt, die Großmutter bestohlen zu haben, zur Polizei – und wir drücken die Daumen, dass das Ergebnis erfolgreicher ist als das der vielen Erfahrungsberichte unter Astrids Post...

Hast du selbst schon mal so etwas erlebt? Erzähl's uns in den Kommentaren!

Das könnte dich auch interessieren:

"Hart aber Fair": Altmaier warnt vor "Klimapolizei" – und wird von Aktivistin verspottet

Link zum Artikel

Nach Höcke: ZDF will auch künftig über das berichten, was "AfD nicht gerne im Fokus sieht"

Link zum Artikel

Tiere: 11 Fotos, die zeigen, wie lustig es in der Natur manchmal zugeht

Link zum Artikel

Helene Fischer verdient an "Herzbeben" – Songwriterin verrät, was sie für den Hit bekam

Link zum Artikel

Hai pirscht sich an ahnunglosen Surfer heran: Dann kommt Hilfe – von oben!

Link zum Artikel

Brief ans Jobcenter: Hört auf, meine über 60-jährige Mutter in Jobs zu drängen

Link zum Artikel

Gottschalk über Helene Fischer und Florian Silbereisen: "Hatte immer schlechtes Gefühl"

Link zum Artikel

Bei Pressekonferenz nach BVB-Sieg: Favre merkt nicht, dass Mikro schon an ist

Link zum Artikel

Luke Mockridge macht Andrea Kiewel in seiner Show ein Angebot – die blockt ab

Link zum Artikel

Kontakt mit 2 Bundesliga-Stars – warum der FCB trotz allem keinen Lewandowski-Backup holte

Link zum Artikel

Luke Mockridge traf Kiwi kurz vor ZDF-Auftritt: Er täuschte beim "Fernsehgarten" alle

Link zum Artikel

Krankenschwester warnt bei Maischberger: "Wir laufen auf eine riesige Katastrophe zu"

Link zum Artikel

Luke Mockridge über die Folgen seines ZDF-Auftritts: "Meine Eltern erhielten Hassbriefe"

Link zum Artikel

Hartz-IV-Show "Zahltag": Wie die Sendung falsche Hoffnungen schürt

Link zum Artikel

Alleinerziehend mit Hartz IV: Achtjährige sammelt Flaschen, um Taschengeld zu bekommen

Link zum Artikel

"Zahltag": Buschkowsky erklärt, warum ein Geldkoffer Hartz-IV-Empfängern nicht hilft

Link zum Artikel

2 Handelfmeter? Darum gab es für die DFB-Elf gegen Nordirland keinen Videobeweis

Link zum Artikel

In Berlin gab es eine Notlandung mit mehreren Verletzten

Link zum Artikel

Helene Fischer und Thomas Seitel: Polizei spricht von Einsatz auf ihrem Anwesen

Link zum Artikel

7 Zitate, die zeigen, wie "bürgerlich" Alexander Gauland wirklich ist

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kinder im Dauerstress: Warum die Kindheit mit dem Kita-Besuch aufhört

Ilona Böhnke ist Erzieherin in Dortmund. In ihrer 40-jährigen Laufbahn hat sie eine wichtige Beobachtung gemacht: Kinder verbringen immer mehr Zeit in Kitas, deren Alltag ist durchgetaktet. Dass Spielen nach Stundenplan und das ständige Zusammensein in der Gruppe auch Arbeit für die Kinder bedeutet, wissen viele Erwachsene nicht. Böhnke warnt nun vor möglichen Folgen.

Morgens Mathe, dann Bildungsbereich Natur bis mittags. Nach der Mittagspause Entspannung, vielleicht noch eine Runde Malen oder Singkreis und dann noch Turnen, bis es wieder nach Hause geht.

Was auf den ersten Blick wie der Alltag von mindestens einem Grundschüler wirkt, ist tatsächlich ein ganz normaler Tag für ein Klein- oder Vorschulkind in der Kita. Zeit für freies Spielen? Bleibt da eigentlich gar nicht.

Viele der Probleme, die in deutschen Kitas vorherrschen, sind zwar immer noch nicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel