ROTTERDAM - Products in the pick up point of Chinese internet company Ochama. Consumers can pick up ordered groceries at the collection point. The messages are delivered by robots. ANP LEX VAN LIESHOU ...
Ochama weitet sein Angebot auf den deutschen Markt aus.Bild: IMAGO / ANP
Geld & Shopping

Supermarkt-Riese aus China eröffnet Filialen in Deutschland – mit völlig neuem Konzept

18.12.2022, 08:30
Helen Kleinschmidt
Helen Kleinschmidt
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Neben den klassischen Supermärkten gibt es immer mehr Alternativen zum alltäglichen Einkauf. So lassen sich zahlreiche Menschen regelmäßig Produkte des täglichen Gebrauchs bis an die Haustür liefern – zumindest in Großstädten funktioniert das auch leicht. Nun öffnet ein Internet-Riese aus China in Deutschland einige Filialen und bringt damit ein völlig neues Konzept in die deutschen Städte.

Abholstellen für Lebensmittel jetzt auch in Deutschland

Ochama, ein Tochterunternehmen des chinesischen Konzerns JD.com, hat in Europa 26 Abholstellen für Lebensmittel eröffnet. Damit gibt es nun erstmals auch Spots in Deutschland, an denen Kund:innen frische und tiefgekühlte Supermarkt-Produkte abholen können.

Interessierst du dich für neue Technik?

Das "Click & Collect"-System funktioniert ähnlich wie etwa der Abholservice der Deutschen Post. Kund:innen bestellen die gewünschten Waren im Internet. Anders als bei Flink, Gorillas und Co liefert der neue Service sie aber nicht an die Tür, sondern an eine der Abholstationen.

So können Kund:innen sich ihre Lebensmittel bequem von zu Hause aus aussuchen, in den Warenkorb legen, bezahlen und später abholen.

ROTTERDAM - A customer has his QR code scanned in the pick-up point of Chinese internet company Ochama. Consumers can pick up ordered groceries at the collection point. The messages are delivered by r ...
In den Niederlanden gibt es schon zahlreiche Ochama-Abholstationen.Bild: IMAGO / ANP

Der neue Service soll mehrere Vorteile im Vergleich zu Lieferdiensten und dem klassischen Einkauf im Supermarkt bieten. An einem normalen Arbeitstag sind viele Menschen etwa außer Haus. Der Online-Riese bietet die Möglichkeit, die Produkte selbst abzuholen, sobald man die Kapazitäten dafür hat – auch außerhalb der typischen Öffnungszeiten.

Sortiment enthält noch keine deutschen Produkte

Laut der Ochama-Homepage gibt es nun neun deutsche Abholstationen in Deutschland: darunter in Aachen, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen und Gelsenkirchen.

Allerdings gibt es einen Haken: Nach Angaben der "Lebensmittelzeitung" dürften die verfügbaren Produkte größtenteils aus einem Lager in den Niederlanden stammen, wo Ochama ins Leben gerufen wurde. Deshalb gibt es bislang auch keine deutschen Lebensmittel in dem Webshop. Die Seite ist außerdem bisher nur in den Sprachen Englisch oder Niederländisch verfügbar.

In dem Online-Shop werden viele asiatische Lebensmittel angeboten.
In dem Online-Shop werden viele asiatische Lebensmittel angeboten.bild: screenshot / ochama.com

Ochama vereint Lebensmittel mit Non-Food-Produkten

Neben Lebensmitteln bietet der Online-Händler auch Produkte aus den Bereichen Haushalt, Wohnen, Elektronik und Mode an.

Ochama schreibt auf seiner Website: "Derzeit gibt es nur wenige Online-Händler, die sowohl Lebensmittel als auch Non-Food-Produkte in einem anbieten." Diese Marktlücke will der Internet-Riese JD.com nun auch in Deutschland schließen.

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Auch dieses Jahr wird zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar wohl wieder die immer drängendere Frage gestellt werden: Wie lässt sich das historische Andenken an den Mord an sechs Millionen Juden im Zweiten Weltkrieg bewahren, wenn es keine Zeitzeugen mehr gibt?

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