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Meinung

Die X-Men und Deadpool gehören jetzt Disney – das. wird. schwierig.

28.03.2019, 20:0929.03.2019, 12:57

Wer es nicht mitbekommen hat: Walt Disney hat für über 70 Milliarden Euro große Teile des Konkurrenten 21st Century Fox übernommen. Was das bedeutet? Dass nach langer Trennung die zwei unterschiedlichen Marvel-Sphären wieder in ein Marvel Cinematic Universe (MCU) zusammenlaufen. Denn Marvel Studios gehört zu Disney und wird in Zukunft dann auch für Helden wie die X-Men, Fantastic 4 und Deadpool verantwortlich sein.

So begrüßten sich Deadpool und Thor gegenseitig im gemeinsamen Team:

Das sind erstmal gute Nachrichten, denn das bedeutet: Wir werden noch viele neue Filme und Serien aus dem Marvel-Universum sehen. Sicherlich will Disney mit dem Großkauf auch sein Streaming-Angebot gegenüber Konkurrenten wie Netflix nach vorne bringen.

Inhaltlich aber wird der Zusammenschluss einige Probleme für das Nerd-Herz mit sich bringen, vor allem im Bezug auf die zeitlichen Abläufe im Marvel-Multiversum, auf deren Korrektheit Disney bisher eigentlich stets größten Wert legte.

Folgende Probleme muss Marvel lösen, nur wie?

  • Wie werden die Produzenten erklären, dass die X-Men niemals auf dem Radar der großen Geheimorganisation S.H.I.E.L.D aufgetaucht sind? Nick Fury muss davon gewusst haben.
  • Wo waren die Mutanten eigentlich während der großen Marvel-Events wie dem Kampf gegen die Chitauri um New York, Ultrons Angriff auf Sokovia oder Thanos Offensive gegen Wakanda?
  • Wie soll Magneto als großer Antagonist eingebunden werden, der in X-Men Apokalypse schon um die 40 Jahre alt war? (Der Film spielt in den 80ern) Die Avenger spielen immerhin in der Jetzt-Zeit?
  • Das Franchise Deadpool hat nur noch wenig mit den modernen X-Men rund um Charles Xavier zu tun. Es gibt natürliche inhaltliche Verwebungen, die Sprache und die Zielgruppe der Produktionen sind aber andere. Und Logan ist theoretisch irgendwann dann sogar tot. All diese für sich stehenden Einzelfilme müssen jetzt trotzdem verwoben werden, ohne das MCU zu heftig durcheinander zu wirbeln.

Nun, es bleibt noch ein wenig Zeit, die Probleme zu lösen. Nach "Avengers: Endgame" und Spider "Man: Far From Home" haben die Producer für 2020 noch keine neuen Pläne angekündigt.

Außerdem sieht es so aus, als würde der Kampf gegen Thanos auch die ein oder andere Zeitreise beinhalten. Die Macher von Star Trek benutzten dieses Element einmal, um ihr komplettes Universum im Grunde neuzustarten (sie zerstörten im ersten der neuen Filme Spoks Heimatplaneten Vulkan). Hoffentlich macht Marvel nicht so einen Unfug.

(mbi)

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