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Ein Security-Mitarbeiter regelt den Einlass der Kunden vor dem Eingang einer Edeka-Filiale in Zehlendorf. Bild: www.imago-images.de / Uwe Steinert via www.imago-images.de

Edeka öffnet nur für Senioren – andere Supermärkte lehnen Vorschlag ab

Apotheken, Drogerien, Postfilialen und Supermärkte gehören zu den Geschäften, die in der Coronakrise ihre Türen nicht schließen mussten.

Schließlich müssen sie die Menschen versorgen. Allen voran die Supermärkte. Die meisten Läden haben von 8 bis 22 Uhr geöffnet. Zeit zum Einkaufen bleibt genug. Aber was machen Menschen, die zu den Risikogruppen gehören? Wie Senioren?

In den letzten Tagen haben unter anderem Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an die Bevölkerung appelliert, solidarisch zu sein und womöglich Einkäufe für ältere Herrschaften zu übernehmen. So können wir das Risiko für diese Menschen minimieren, sich mit dem Coronavirus anzustecken.

Supermarkt öffnet für Senioren

Ein Supermarkt in Norddeutschland hat nun eine andere Idee. Er öffnet seine Toren ausschließlich für Senioren. An den kommenden zwei Sonntag können Menschen ab 65 Jahren in der Zeit von 9 bis 11 Uhr im Edeka Streubel in Bremerhaven exklusiv einkaufen. An der Kasse sitzt dann sogar der Chef persönlich.

Das ist jedoch nur eine einzelne Maßnahme. Watson hat bei anderen Supermarktketten gefragt, ob sie sich daran ein Beispiel nehmen wollen.

Der Discounter Lidl sieht derzeit keinen Grund, seine Öffnungszeiten ausweiten:

"Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine speziellen Öffnungszeiten für bestimmte Personengruppen geplant, alle Filialen sind zu den gewohnten Öffnungszeiten für alle Kunden geöffnet."

Statement von Lidl

Und auch Konkurrent Aldi plant keine besonderen Öffnungszeiten für Senioren. Der Konzern weist gegenüber watson daraufhin, dass die Mitarbeiter gerade in diesen Zeiten Ruhe brauchen, um Kräfte zu sammeln. "Aus diesem Grund planen Aldi Nord und Aldi Süd derzeit keine Verlängerung der Öffnungszeiten sowie auch keinen Sonntagsverkauf."

Des Weiteren sei es auch im Interesse der Kunden, dass die Mitarbeiter gesund blieben. Jedoch würden sie Lage genau beobachten und auf "notwendige Regulierungen seitens der Bundesregierung flexibel reagieren".

Keine längeren Öffnungszeiten

Auch die Kette Kaufland plant keine Verlängerung der Öffnungszeiten. Genauso wenig wie eine Rationierung der Lebensmittel. "Aufgrund unseres großen Sortiments ist die Warenversorgung jedoch grundsätzlich gewährleistet – unsere Filialen werden laufend mit neuer Ware beliefert."

Der Rewe-Konzern steht "hinsichtlich sämtlicher Maßnahmen im engen Austausch mit den Behörden".

"In Anbetracht der derzeitig stabilen Versorgungslage und der unverändert kundenfreundlichen Öffnungszeiten sehen wir derzeit keine Notwendigkeit für zusätzliche Öffnungszeiten."

Statement der Rewe-Gruppe

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    Alle Leser-Kommentare
  • LebenNichtSterben 20.03.2020 09:35
    Highlight Highlight Sehr gute Idee. Das sowieso schon gestresste Supermarkt-Personal darf jetzt auch noch Sonntags arbeiten und verteilt dann den Virus schön von in der Woche zum Sonntag und umgekehrt. Wahrscheinlich sind die armen Mitarbeiter dann die ersten, die entweder am Virus oder am Burnout zusammenbrechen. Das ist mal Wirtschaft, die mitdenkt, Hauptsache man steht in den Schlagzeilen...
    • T P 23.03.2020 00:14
      Highlight Highlight Wir arbeiten doch nicht 6-7 Tage die Woche. Meist sind es nur drei oder vier Tage. Es gibt bei Aldi und Lidl ganz normale Schichtsystem Frühschicht 6-14 und 13-21:15 und das meist 3 bis 4 Tage die Woche

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