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Urlaub in Italien: Knallharte Regeln für Touristen

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Mehrere italienische Urlaubsregionen wehren sich gegen den Massentourismus. Bild: IMAGO images/Jöran Steinsiek
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Urlaub: Italien führt knallharte Regeln für Touristen ein

06.06.2023, 10:11
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Von oben sehen die vielen bunten Sonnenschirme am Strand vor dem türkisblauen Wasser malerisch schön aus – in Wahrheit sind die dazugehörigen zahlreichen Tourist:innen aber mittlerweile eine große Belastung für italienische Urlaubsregionen geworden.

Prognosen zufolge werden in diesem Jahr mehr als 422 Millionen Tourist:innen erwartet – das sind zwölf Prozent mehr als noch 2022. Die italienische Regierung hat deswegen nun strenge Regeln für Urlauber:innen aufgestellt, um den Besucheransturm einzudämmen.

Mittelmeer-Urlauber:innen müssen sich jetzt auf einige Änderungen einstellen.

Auto-Verbot auf Lampedusa

Auf der kleinen italienischen Insel Lampedusa, die südlich von Sizilien liegt, sollen zwischen Ende Juli und Anfang September Autos mit ausländischen Kennzeichen verboten werden. Wer sein Auto doch mitbringt, hat mit hohen Bußgeldern zu rechnen. Das Verbot soll auch für Mopeds gelten.

"Es gibt etwa 6700 Einwohner und letztes Jahr hatten wir mehr als 200.000 Besucher, also haben wir entsprechende Maßnahmen vorbereitet, um die Ströme zu bewältigen", sagte Lampedusas Bürgermeister Filippo Mannino im Mai gegenüber der italienischen Zeitung "Il Mattino".

Giglio kostet Eintritt

Die toskanische Insel Giglio ist nur rund 21 Quadratkilometer groß, bietet dafür aber malerische Häfen und Buchten sowie ein mittelalterliches Schloss. Kein Wunder also, dass die kleine Insel bei Touristen sehr beliebt ist.

Um die Besucherströme zumindest etwas einzuschränken, kostet der Besuch der Insel jetzt Geld: zwei Euro im Winter und drei Euro im Sommer kostet der Aufenthalt pro Person. Ein Auto darf nur mitführen, wer länger als vier Tage bleibt – und vorher ein Formular ausfüllt.

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Sardinien verbietet Handtücher – und führt Besucherlimit ein

Auf Sardinien ist ab diesem Jahr eine gewisse Vorplanung beim Strandbesuch nötig. An einigen Stränden muss man seinen Platz mindestens 72 Stunden im Voraus in der App "Cuore di Sardegna" buchen. Pro Tag gibt es in einigen Buchten ein Besucherlimit: Cala Mariolu dürfen nur 700 Menschen pro Tag besuchen, und die Bucht von Goloritzé nur 250 Personen.

Auch an einem anderen Strand im Norden Sardiniens wurde die Zahl der Tourist:innen auf 1500 pro Tag begrenzt, eine Eintrittskarte kostet 3,50 Euro. Buchen und reservieren kann man im Voraus online. Am Strand von Stintino gibt es noch ein weiteres besonderes Verbot: Es sind keine Badehandtücher, sondern nur noch Strandmatten erlaubt.

Der Grund: An den nassen Handtüchern bleiben zu viele Sandkörner kleben. Dadurch ginge mit der Zeit zu viel Sand aufgrund der Strandtücher verloren.

Für Italien-Urlauber:innen lohnt es sich also, sich vor der Reise mit den Regeln, Apps und Buchungssystemen in ihrer Urlaubsregionen auseinanderzusetzen.

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