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Urlaub: Bußgelder für Fahrradfahrer – in diesen EU-Ländern wird es richtig teuer

19.07.2023, Portugal, Oeiras: Ein Mann fährt mit dem Fahrrad am Strand von Oeiras. Portugal ist bisher von der Hitzewelle verschont geblieben, die weite Teile Südeuropas bei über 40 Grad Celsius hält. ...
Viele Urlaubsregionen lassen sich super mit dem Fahrrad erkunden. In einigen Städten ist dabei Vorsicht geboten.Bild: AP / Armando Franca
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Bußgelder für Fahrradfahrer – in diesen EU-Ländern wird es richtig teuer

28.02.2024, 20:46
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Die Sonne scheint, es ist angenehm warm, das Frühstück hat geschmeckt und nun kann es losgehen – Zeit, um den Urlaubsort so richtig zu erkunden. Doch schon am Vortag war die Straßenbahn brechend voll und auch an der Bushaltestelle drängeln sich die Leute wie verrückt. In vielen Fällen bietet sich dann die Leihe eines Fahrrads an.

Wenn dann der Wind durch das Haar weht und in der Nase der Geruch von Meersalz liegt, fühlt man sich frei und als könne einen nichts mehr aufhal- "Please stop." Die Polizei. Das Foto für Instagram beim Fahrradfahren zu schießen, war wohl keine gute Idee. Da hilft auch kein gutes Zureden, der Beamte nimmt seinen Job ernst.

Na gut, die paar Taler. Doch dann der Schock: 161 Euro kostet einen das Vergehen. Zumindest in Rom. Doch damit liegt Italiens Hauptstadt im europäischen Vergleich nur auf Platz zwei. Die teuersten Hauptstädte für Fahrradvergehen wurden nun aufgelistet.

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Bußgeld für Radfahrer: Hier zahlt man am meisten

In welcher europäischen Hauptstadt zahlt man am meisten für Vergehen im Radverkehr? Gerade für Outdoor-affine Urlauber:innen hat "Buycycle", eine Onlineplattform für gebrauchte Fahrräder, nun ein Ranking zu der Frage erstellt. Für die Erhebung berücksichtigte die Plattform vier Vergehen, für die man potenziell ein Bußgeld zahlen muss:

  • Kosten bei defektem bzw. fehlendem Licht
  • Handynutzung während der Fahrt
  • Fahren abseits ausgewiesener Radwege
  • Fahren über Rot

Das Ergebnis: In Madrid zahlt man als Radfahrer:in die höchsten Bußgelder. Im Szenario von oben, der Smartphone-Nutzung am Lenker, müssten die Urlauber:innen sogar 200 Euro zahlen. Ebenso für ein defektes Licht. In beiden Kategorien ist das der höchste Wert in Europas Hauptstädten.

Madrid dominiert die Bußgeld-Tabelle für Fahrradfahren in Europa.
Madrid dominiert die Bußgeld-Tabelle für Fahrradfahren in Europa.bild: screenshot / buycycle

Das Fahren abseits dafür ausgewiesener Radwege kostet nirgendwo mehr als in Luxemburg Stadt. Dort muss man für das Vergehen 175 Euro zahlen. In der Kategorie "Fahren über Rot" führen wiederum Athen und Rom das Ranking mit weitem Abstand an: In Italiens Hauptstadt muss man dafür 613 Euro an Bußgeld zahlen, in Griechenlands Hauptstadt hingegen sogar 700 Euro.

Dennoch liegen Athen (Platz drei) und Rom (Platz fünf) in der Bußgeld-Tabelle nicht vorne, obwohl sie im Durchschnitt die höchsten Strafbeträge verlangen.

Das liegt daran, dass jedes Vergehen einzeln gerankt und dafür ein Punktwert vergeben wurde (0 für das höchste Bußgeld, 100 für das niedrigste). Anschließend wurden die Städte nicht nach den Durchschnittskosten aller vier Vergehen insgesamt sortiert, sondern nach dem durchschnittlichen Punktwert.

Berlin mit unterdurchschnittlichen Bußgeldern für Radfahrer

Doch wo liegt Deutschland im Ranking? In die Top-10 hat es Berlin nicht geschafft, denn die Bußgeld-Preise für Radfahrer:innen liegen hier vergleichsweise niedrig. Insgesamt liegt die Hauptstadt auf dem vorletzten Platz.

Die Regeln fürs Radfahren sind hierzulande moderat: Mit einer speziellen Halterung darf man etwa Handys auch während des Fahrens nutzen. Fehlt diese Vorrichtung, werden in Berlin lediglich 55 Euro fällig. Hält man sich nicht an ausgewiesene Radwege, kostet das 20 Euro. Für das Überqueren einer roten Ampel sind wiederum 60 Euro Bußgeld vorgesehen.

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