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In jedem Supermarkt sind die Fleischalternativen von Rügenwalder Mühle zu finden.Bild: imago images/Joerg Boethling
Vegetarisch & vegan

Deutscher Fleisch-Riese arbeitet an Lebensmittel-Innovation im Supermarkt

05.11.2022, 07:49

Das Ziel von Fleischalternativen ist es, nach Fleisch zu schmecken. Während die Alternativen bei vielen vegan und vegetarisch lebenden Menschen beliebt sind, greifen viele Fleischliebhaber im Supermarkt gerne noch zu echtem Fleisch. Da das jedoch Folgen für Tierwohl und den Planeten hat, hat die Rügenwalder Mühle beschlossen, "den nächsten Schritt in Richtung bewusster Ernährung der Zukunft" zu gehen.

Rügenwalder Mühle forscht an neuem Produkt

Wie Rügenwalder Mühle in einer Pressemitteilung angekündigt hat, möchte das Unternehmen seine "Pionierrolle und Expertise im Bereich vegetarische und vegane Fleischalternativen" nutzen.

Konzept für im Labor gezüchtetes Fleisch für die künstliche Herstellung von Fleisch aus In vitro Zellkulturen mit verpacktem rohem Fleisch mit blauem Aufkleber *** Concept for at Laboratory bred Meat  ...
Kultiviertes Fleisch wird aus Tierzellen hergestellt.Bild: IMAGO images/imagebroker

Dafür arbeite der Lebensmittelproduzent von nun an mit dem Schweizer Startup Mirai Foods zusammen. Ihr gemeinsames Ziel: Produkte zu entwickeln, "die auch die größten Fleischliebhaber überzeugen können". Entstehen soll ein "Produkt aus pflanzlichen Proteinen, das durch kultiviertes tierisches Fett angereichert wird".

Fleischgeschmack nur durch Tierfett möglich

Mittlerweile forscht Mirai Foods schon seit Jahren daran, aus Zellen von Rindern nahrhaftes Muskel- und Fettgewebe zu züchten. Das ist laut Patrick Bühr, dem Forschungs- und Entwicklungsleiter von Rügenwalder Mühle, nötig, um dem "unverwechselbaren Geschmack" von Fleisch nahezukommen:

"Es ist das Fett in einem Burger, das den unverwechselbaren Geschmack nach gegrilltem Fleisch entwickelt. Dieser Geschmack ist mit pflanzlichen Fettalternativen bis heute nicht nachzustellen."

Auf Kälberserum soll dabei verzichtet werden. Für das müssten sonst Kühe geschwängert und die ungeborenen Kälber getötet werden, da das Serum dem Kultivieren von Zellen dient.

Bildnummer: 59783021 Datum: 21.04.2011 Copyright: imago/blickwinkel
Hausrind (Bos primigenius f. taurus), im Stall angekettete Milchkuehe, Deutschland domestic cattle (Bos primigenius f. taurus), dair ...
In der Massentierhaltung werden Kühe oft angekettet.Bild: imago images / imago stock&people

Frühestens 2025 im Supermarkt

Laut Bühr ist kultiviertes Fleisch "einer der größten Hebel für nachhaltigen Fleischkonsum", da es sämtliche Nachteile des Fleischkonsums reduzieren werde:

"Kultiviertes Fleisch ist einer der größten Hebel für nachhaltigen Fleischkonsum, weil die Nachteile der konventionellen Fleischgewinnung wie gebundene Ackerfläche, Wasserverbrauch und CO2-Emmissionen signifikant reduziert werden."

Dabei verwies der Forschungsleiter auch darauf, dass das gewünschte Endprodukt bisher noch überhaupt nicht zugelassen ist. Aufgrund der fehlenden Zulassungen und Rahmenbedingungen in der EU und in Deutschland rechne er damit, dass das Produkt frühestens 2025 in den Supermarkt kommen wird. Dennoch beginne das Unternehmen schon jetzt mit der Entwicklung, damit es "bei einer Zulassung sofort handlungsfähig" ist.

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Hohe Preise – ein Thema, das seit der stark gestiegenen Inflation im vergangenen Jahr nicht nur Verbraucher:innen, sondern auch Unternehmen und Händler beschäftigt. Preisanstiege gab es insbesondere auch bei den Lebensmitteln. Das geht schon bei den Herstellern los, die von den Lebensmittelhändlern höhere Summen verlangen. Nicht alle lassen sich darauf ein.

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