Mit LED-Lampen kann man bereits eine Menge Strom sparen.
Mit LED-Lampen kann man bereits eine Menge Strom sparen.Bild: iStockphoto / Grigorev_Vladimir
watson antwortet

Die Energiepreise steigen: Mit diesen Tipps könnt ihr im Alltag Strom sparen

06.09.2022, 08:0106.09.2022, 08:39

Während Robert Habeck noch im Juli versicherte, dass wir in Deutschland zwar ein Gasproblem, aber kein Stromproblem hätten, stimmt diese Aussage nun im September nicht mehr so ganz. Die Strompreise sind in den letzten Tagen und Wochen immer weiter gestiegen. Zum Vergleich: Im letzten Jahr zahlte man noch rund 32 Cent pro Kilowattstunde, momentan sind es 37 Cent. Das mag wenig klingen, addiert sich aber schnell zu einer horrenden Jahresendabrechnung auf.

Die Kosten, die dabei auf alle zukommen, kann man zwar nicht umgehen, doch man kann mit kleinen Umstellungen im Alltag einige Euro sparen. Watson hat die besten und einfachsten Tipps für euch zusammengetragen.

Strom sparen in der Küche

Mit Deckel kochen

Mit Deckel zu kochen, spart Energie.
Mit Deckel zu kochen, spart Energie.Bild: iStockphoto / Thank you for your assistant

Es versteht sich eigentlich von selbst: Wenn man einen Deckel benutzt, heizt sich das Essen im Kochtopf oder in der Pfanne schneller auf. So kann weniger Strom verbraucht werden. Das einzige, was dagegen spricht, ist, dass man nach dem Kochen ein Teil mehr abwaschen muss. Aber das sind die 20 Euro und rund 30 Kilogramm CO₂, die man dadurch pro Jahr einsparen könnte, wert.

Ofen nicht vorheizen

Auch, wenn es auf der Pizzaschachtel anders steht: Der Ofen muss nicht immer vorgeheizt werden. Und er muss auch nicht erst ausgeschaltet werden, wenn man die Pizza herausgeholt hat. Wenn man den Ofen wenige Minuten vor Ende des Backvorgangs ausschaltet, ist immer noch genügend Restwärme vorhanden. Gleiches gilt auch für die meisten Herdplatten. Auch mit diesem Schritt können rund 30 Kilogramm CO₂ jährlich eingespart werden.

Wasserkocher und Mikrowelle benutzen

Statt Wasser im Kochtopf zu erhitzen, solltet ihr lieber den Wasserkocher benutzen. Das geht schneller und spart Energie. Dabei ist zu beachten, dass ihr den Wasserkocher regelmäßig entkalkt, damit das Gerät optimal funktionieren kann. Wenn das Gericht es zulässt, kann man statt des Backofens auch den Toaster oder die Mikrowelle verwenden, denn diese Geräte brauchen weniger Strom.

Dieses Video verrät dir, wie du in der Mirkowelle in wenigen Minuten Kartoffeln garen kannst.Video: YouTube/Fred Kaluschke erklärt Sachen

Strom sparen am Computer

Laptop statt PC

Ja, auch Laptops müssen hin und wieder angeschlossen werden. Doch Desktop-Computer verbrauchen deutlich mehr Strom. Wenn ihr noch mehr Energie sparen wollt, solltet ihr auch auf mehrere Bildschirme verzichten, wenn euer Job das zulässt.

Ein Laptop verbraucht weniger Strom als ein stationärer PC.
Ein Laptop verbraucht weniger Strom als ein stationärer PC. Bild: iStockphoto / Tatiana Buzmakova

Energiespareinstellungen nutzen

Bei jedem gängigen Betriebssystem könnt ihr in den Systemeinstellungen auch die Energieoptionen eures Computers festlegen. Dort könnt ihr beispielsweise einstellen, wann sich der Rechner bei Inaktivität von allein ausschaltet oder wie hell der Bildschirm sein soll.

Ausschalten statt Standby-Modus

Wenn ihr euren Computer nicht nutzt, solltet ihr ihn sowieso immer ausschalten, denn auch im Standby-Modus wird Strom verbraucht. Nach EU-Vorgabe darf die Standby-Leistung von neueren Elektrogeräten zwar nur 0,5 Watt betragen, doch diese Regelung gilt nicht für Geräte, die mit einem Netzwerk verbunden sind. Smart-TVs, Spielekonsolen, Drucker oder eben auch Computer können deutlich mehr verbrauchen.

Strom sparen im Bad

Durchlauferhitzer herunterregeln

Auch beim Duschen gibt es Stromsparpotenzial.
Auch beim Duschen gibt es Stromsparpotenzial. Bild: iStockphoto / Prostock-Studio

Wenn das Wasser mit Strom erhitzt wird, sollte man den Durchlauferhitzer so einstellen, dass die heißeste Einstellung eine angenehme Temperatur hat. Niemand braucht in der Dusche Wassertemperaturen, bei denen man Gefahr läuft, sich zu verbrühen.

Wassersparenden Duschkopf nutzen

Eine weitere Möglichkeit in der Dusche Energie und Wasser zu sparen, ist, einen speziellen wassersparenden Duschkopf zu installieren. Solch ein Strahlregler sorgt dafür, dass bereits bei einer geringeren Wassermenge der gewohnte Wasserdruck entsteht. Das Duschen sollte zudem, so oft es geht, dem Vollbad in der Wanne vorgezogen werden: Durchschnittlich wird beim Duschen weniger Wasser (und somit auch Strom) verbraucht.

Strom sparen beim Licht

Auf LED-Lampen umstellen

Die Beleuchtung des Wohnraums macht circa 10 Prozent des gesamten Stromverbrauchs aus. Auf energiesparende LED-Glühbirnen umzustellen, kann die Stromrechnung also um einiges senken. In der Anschaffung sind LED-Lampen ebenfalls günstig und es gibt sie in verschiedenen Farben.

Strom sparen beim Wäschewaschen

Vorwäscheprogramm weglassen

Nur selten sind Textilien so verschmutzt, dass sie eine Vorwäsche benötigen. Zudem sind die meisten Waschmaschinen effizient genug, dass das reguläre Hauptwäsche-Programm ausreicht. Auch auf das Waschen im Kurzprogramm sollte verzichtet werden. Besser ist es in jedem Fall, das Eco-Waschprogramm zu nutzen. Zusätzlich sollte möglichst erst dann gewaschen werden, wenn eine Maschine voll beladen ist.

Bei niedrigen Temperaturen waschen

Bei 90 Grad muss durch leistungsfähige Waschmaschinen und modernes Waschmittel heutzutage gar nichts mehr gewaschen werden. Wer ganz umweltfreundlich und stromsparend handeln will, der wäscht seine Wäsche auch bei 30 statt bei 60 Grad. Wenn man bei zwei Waschgängen pro Woche mit niedrigeren Temperaturen wäscht, kann so im Jahr rund 17 Euro sparen. Wenn die Strompreise weiter steigen, dann sogar noch mehr!

Aufhängen statt Trockner

Die Wäscheleine: die stromsparendste Art, seine Wäsche zu trocknen.
Die Wäscheleine: die stromsparendste Art, seine Wäsche zu trocknen.Bild: iStockphoto / Ramon Portelli

In den meisten Wohnungen in Deutschland ist ohnehin kaum Platz für einen Trockner. Und vielleicht ist das auch besser so: Wenn man seine Wäsche an der Luft trocknen lässt, verbraucht man gar keinen Strom, außerdem ist dies für die meisten Textilien besser. Man kann die Wäsche auch von der Waschmaschine mit 1.200 oder 1.400 Umdrehungen schleudern lassen, sodass sie nur noch feucht und nicht mehr nass ist. Mit dem Trocknen an der Leine kann man pro Jahr rund 55 Euro und 85 Kilogramm CO₂ einsparen. Wenn man doch einen Trockner benutzt, sollte man ihn zumindest voll beladen.

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