Bild

Stammt dieses Bild aus Bali? Oder aus einem Ikea? Influencerin Natalia Taylor hat mit diesem Foto ihre Follower hinters Licht geführt. Bild: instagram/natalia__taylor Bestätigt

Bild

Stammt dieses Bild aus Bali? Oder aus einem Ikea? Influencerin Natalia Taylor hat mit diesem Foto ihre Follower hinters Licht geführt. Bild: instagram/natalia__taylor Bestätigt

Influencerin täuscht Traum-Urlaub vor – so führt sie Follower hinters Licht

Influencerin täuscht Traum-Urlaub vor – so führt sie Follower hinters Licht

Traumhafte Strände, warmes Klima, azurblaues Wasser: Ein Urlaub auf Bali macht schon Spaß. Spaß macht aber auch ein Bali-Urlaub, wenn man gar nicht auf der indonesischen Insel ist.

Traumhafte Strände, warmes Klima, azurblaues Wasser: Ein Urlaub auf Bali macht schon Spaß. Spaß macht aber auch ein Bali-Urlaub, wenn man gar nicht auf der indonesischen Insel ist.

Das zeigt die amerikanische Influencerin und Youtuberin Natalia Taylor in einem Video.

Das zeigt die amerikanische Influencerin und Youtuberin Natalia Taylor in einem Video.

Denn: Sie legte ihre Follower herein. Wie unzählige Influencer das vor ihr bereits auch getan hatten. Taylor täuschte für ihr Video einen Urlaub auf Bali vor, dabei war sie einfach nur bei Ikea.

Denn: Sie legte ihre Follower herein. Wie unzählige Influencer das vor ihr bereits auch getan hatten. Taylor täuschte für ihr Video einen Urlaub auf Bali vor, dabei war sie einfach nur bei Ikea.

Über 900.000 Aufrufe hat das Video (Stand: Montagmittag) bereits, in dem Taylor zeigt, wie sie den Betrug beging. "Ich habe eine luxuriöse Traum-Reise auf Bali gemacht. Einziges Problem nur: Ich war die ganze Zeit bei Ikea", leitet Taylor ihr Prank-Video ein, das sie bereits vor einer Woche gepostet hatte und über das nun zahlreiche Medien berichten.

Über 900.000 Aufrufe hat das Video (Stand: Montagmittag) bereits, in dem Taylor zeigt, wie sie den Betrug beging. "Ich habe eine luxuriöse Traum-Reise auf Bali gemacht. Einziges Problem nur: Ich war die ganze Zeit bei Ikea", leitet Taylor ihr Prank-Video ein, das sie bereits vor einer Woche gepostet hatte und über das nun zahlreiche Medien berichten.

So funktionierte der Instagram-Betrug

So funktionierte der Instagram-Betrug

"Es heißt, das Leben im Internet ist nicht immer so, wie es scheint", erklärt Taylor die Idee. Mit dem Video macht sie die Probe aufs Exempel. Sie machte Fotos in einem Ikea-Geschäft und gab mit diesen auf Instagram vor, auf Bali zu urlauben.

"Es heißt, das Leben im Internet ist nicht immer so, wie es scheint", erklärt Taylor die Idee. Mit dem Video macht sie die Probe aufs Exempel. Sie machte Fotos in einem Ikea-Geschäft und gab mit diesen auf Instagram vor, auf Bali zu urlauben.

Alles, was Taylor dazu brauchte, war: Make-up, ein hübsches Kleid und eine befreundete Fotografin. Auf Instagram folgen der Amerikanerin 300.000 Menschen, auf Youtube hat sie knapp zwei Millionen Follower.

Alles, was Taylor dazu brauchte, war: Make-up, ein hübsches Kleid und eine befreundete Fotografin. Auf Instagram folgen der Amerikanerin 300.000 Menschen, auf Youtube hat sie knapp zwei Millionen Follower.

Die Einrichtungen in Ikea seien so liebevoll zusammengestellt, man könnte sie leicht mit einem Hotel verwechseln, sagt die Influencerin. Das Fotoshooting selbst nennt Taylor allerdings "nervenaufreibend". Die anderen Kunden starrten, erwischt werden wollte sie auch nicht. Harte Arbeit für den Insta-Fame.

Die Einrichtungen in Ikea seien so liebevoll zusammengestellt, man könnte sie leicht mit einem Hotel verwechseln, sagt die Influencerin. Das Fotoshooting selbst nennt Taylor allerdings "nervenaufreibend". Die anderen Kunden starrten, erwischt werden wollte sie auch nicht. Harte Arbeit für den Insta-Fame.

So sah das Shooting aus:

Bild

Bild: screenshot/youtube/natalie taylor

So sah das Shooting aus:

Bild

Bild: screenshot/youtube/natalie taylor

Und das war das Ergebnis (samt irreführender Bildunterschrift):

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

The queen has arrived 🌊💖 #bali

Ein Beitrag geteilt von Natalia Taylor (@natalia__taylor) am

Und das war das Ergebnis (samt irreführender Bildunterschrift):

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

The queen has arrived 🌊💖 #bali

Ein Beitrag geteilt von Natalia Taylor (@natalia__taylor) am

Hier das Video:

abspielen

Video: YouTube/Natalia Taylor

Hier das Video:

abspielen

Video: YouTube/Natalia Taylor

Riskantere Fotos auf Instagram

Riskantere Fotos auf Instagram

Taylor klaute sich außerdem weiteres Material von anderen Leuten im Netz. Eine Landung am Flughafen? Gibt's ja schon auf Instagram. "Ich weiß, dass das nicht richtig ist", sagt Taylor in ihrem Bekenner-Video. Funktioniert hat's trotzdem. Ihre Follower würden wohl nicht erwarten, dass Taylor sie anlüge, erklärt sich die Influencerin ihren Erfolg.

Taylor klaute sich außerdem weiteres Material von anderen Leuten im Netz. Eine Landung am Flughafen? Gibt's ja schon auf Instagram. "Ich weiß, dass das nicht richtig ist", sagt Taylor in ihrem Bekenner-Video. Funktioniert hat's trotzdem. Ihre Follower würden wohl nicht erwarten, dass Taylor sie anlüge, erklärt sich die Influencerin ihren Erfolg.

Mit der Zeit postete Taylor riskantere Fotos. "Man kann klar erkennen, wenn man genau hinsieht, dass da ein Ikea-Ipad ist", sagt Taylor in dem Video zu einem Bild. Doch ihre Follower schickten ihr lediglich Herzchen. "Ich liebe euch, Leute, ihr vertraut mir so sehr", sagt die Influencerin am Ende des Videos. Sie schafft also, was andere Youtuber vor ihr schon probiert hatten.

Mit der Zeit postete Taylor riskantere Fotos. "Man kann klar erkennen, wenn man genau hinsieht, dass da ein Ikea-Ipad ist", sagt Taylor in dem Video zu einem Bild. Doch ihre Follower schickten ihr lediglich Herzchen. "Ich liebe euch, Leute, ihr vertraut mir so sehr", sagt die Influencerin am Ende des Videos. Sie schafft also, was andere Youtuber vor ihr schon probiert hatten.

Die Fake-Trips der Influencer

Die Fake-Trips der Influencer

Der britische Youtuber George Maston etwa fakte einen Europa-Trip. Aber weil er sich mit Photoshop teilweise wirklich wenig Mühe gab, fiel sein Täuschungsmanöver irgendwann auf.

Der britische Youtuber George Maston etwa fakte einen Europa-Trip. Aber weil er sich mit Photoshop teilweise wirklich wenig Mühe gab, fiel sein Täuschungsmanöver irgendwann auf.

Hier das Video:

abspielen

Video: YouTube/GeorgeMasonTV

Hier das Video:

abspielen

Video: YouTube/GeorgeMasonTV

Oder da war die britische Youtuberin Anastasia Kingsnorth, die einen Ausflug zum legendären Musikfestival Coachella für Instagram nachstellte, ohne wirklich hinzufahren. Der Fake fiel auf!

Oder da war die britische Youtuberin Anastasia Kingsnorth, die einen Ausflug zum legendären Musikfestival Coachella für Instagram nachstellte, ohne wirklich hinzufahren. Der Fake fiel auf!

Hier ihr Video:

abspielen

Video: YouTube/Anastasia Kingsnorth

Hier ihr Video:

abspielen

Video: YouTube/Anastasia Kingsnorth

Die Ursprungsidee solcher Videos war es, den eigenen Followern zu zeigen, wie die Scheinwelt namens Instagram funktioniert. Wie leicht es ist, einen Lifestyle zu faken.

Die Ursprungsidee solcher Videos war es, den eigenen Followern zu zeigen, wie die Scheinwelt namens Instagram funktioniert. Wie leicht es ist, einen Lifestyle zu faken.

Mittlerweile ist aus den "Ich habe einen Trip nach XYZ vorgetäuscht" fast schon ein eigenes Youtube-Genre geworden. Denn: Die Videos klicken einfach gut, die Zahl der Aufrufe liegen meist bei einer Million oder mehr.

Mittlerweile ist aus den "Ich habe einen Trip nach XYZ vorgetäuscht" fast schon ein eigenes Youtube-Genre geworden. Denn: Die Videos klicken einfach gut, die Zahl der Aufrufe liegen meist bei einer Million oder mehr.

(ll)

(ll)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

watson-Story

"Dass selbst wir in Quarantäne müssten, war ein ziemlicher Schock": Urlauberin aus Portugal berichtet über die Corona-Lage

Zahlreiche Deutsche versuchen aktuell, Portugal zu verlassen: Nachdem das beliebte Urlaubsland vom Robert-Koch-Institut als Virusvariantengebiet eingestuft worden ist, droht Reiserückkehrern ab Dienstag eine 14-tägige Quarantäne. Egal, ob sie vollständig geimpft sind oder nicht.

Viele Urlauber versuchen nun also, einen der heißbegehrten und überteuerten Rückflüge zu ergattern. Nicht aber Karolin B. (Name von der Redaktion geändert) aus Berlin: Die 36-Jährige und ihr Mann haben sich …

Artikel lesen
Link zum Artikel