Eine Frau kocht ein Gericht – ohne Fleisch.
Eine Frau kocht ein Gericht – ohne Fleisch. Bild: E+ / getty / M_a_y_a

Ernährungsreport: Fleischkonsum in Deutschland gesunken

29.05.2020, 10:5908.06.2020, 18:12

Wie und was die Deutschen essen – das verrät Bundeslandwirtschafts- und Ernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) am Freitag (10.30 Uhr) in Berlin bei der Vorstellung des Ernährungsreports. Der jährlich erscheinende Bericht beruht auf einer Befragung von 1000 Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Schon im Vorfeld gab Klöckner einen ersten Einblick in die Vorlieben der Deutschen bei der Ernährung. Demnach werde die regionale Landwirtschaft gerade in der Corona-Krise wieder mehr geschätzt.

Wie außerdem aus Ergebnissen des "Ernährungsreports 2020" hervorgeht, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorab vorlagen, geben 26 Prozent der Befragten an, täglich Wurst oder Fleisch zu essen. Bei der ersten Befragung 2015 waren es noch 34 Prozent. Vergangenes Jahr haben demnach vor allem Männer ihren Fleischkonsum reduziert: Sagten bei der vorangegangenen Umfrage noch 39 Prozent der befragten Männer, dass sie täglich Fleischprodukte konsumierten, waren es diesmal 32 Prozent. Unter den Frauen isst jede fünfte regelmäßig Fleisch.

Auch zwischen Ost und West zeigen sich demnach Unterschiede. 36 Prozent der Ostdeutschen gaben an, täglich Fleischprodukte auf dem Teller zu haben. In Westdeutschland lag dieser Anteil bei 24 Prozent.

Zum ersten Mal haben die Forscher in diesem Jahr auch nach vegetarischen und veganen Ersatzprodukten für tierische Lebensmittel gefragt: Fünf Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig zu vegetarischen und veganen Alternativ-Produkten zu greifen.

(lin/dpa)

EU produziert erstmals mehr Strom aus Erneuerbaren als aus Gas

In der EU ist 2022 erstmals mehr Strom aus Wind und Sonne produziert worden als aus Gas. Laut einer Analyse der Denkfabrik Ember Climate kamen im vergangenen Jahr rund 22 Prozent der Elektrizität in der EU aus Solar- und Windkraft und damit anteilig so viel wie noch nie. 2021 waren es demnach etwa 19 Prozent. Aus Gas stammten hingegen fast 20 Prozent des EU-Strommixes – knapp ein Prozentpunkt weniger als 2021. Insgesamt kamen laut Ember Climate im vergangenen Jahr 623 Terawattstunden (TWh) aus Wind und Sonne.

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