Nachhaltigkeit
Good News

Regenwald-Studie: Afrikanische Regenwälder widerstandsfähiger als vermutet

Regenwald in Uganda
Afrikanische Regenwälder sind große Kohlenstoffdioxid-Speicher. (Symbolbild)Bild: iStockphoto / AndamanSE
Good News

Afrikanische Regenwälder sind widerstandsfähiger als gedacht

07.06.2021, 09:2307.06.2021, 09:23
Mehr «Nachhaltigkeit»

Die afrikanischen Regenwälder haben laut einer neuen Studie die historische Dürreperiode der Jahre 2015 und 2016 besser überstanden als erwartet. Ein internationales Team von Wissenschaftlern fand heraus, dass Bäume in afrikanischen Wäldern trotz großer Trockenheit und deutlich höherer Temperaturen weiterhin Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre aufnahmen.

Zwar verringerte sich die Menge des aufgenommenen Treibhausgases im untersuchten Zeitraum um 36 Prozent, insgesamt hätten die Regenwälder in West- und Zentralafrika aber 1,1 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid absorbiert. Außerdem habe man trotz extremer Wetterbedingungen kein verlangsamtes Baumwachstum oder ein erhöhtes Baumsterben beobachtet.

Klimaphänomen El Niño führt immer wieder zu extremer Trockenheit

Im Vergleich zu den Regenwäldern in Amazonien oder Südostasien seien diejenigen auf dem afrikanischen Kontinent widerstandsfähiger gegenüber Dürre, berichten die Wissenschaftler. Das sei womöglich darauf zurückzuführen, dass die Regenwälder in West- und Zentralafrika ohnehin an trockenere Umweltbedingungen angepasst seien. Für die Studie haben die Forscher Pflanzen in 100 verschiedenen Arealen in sechs afrikanischen Ländern untersucht: Demokratische Republik Kongo, Gabun, Kamerun, Ghana, Liberia und Republik Kongo.

Die extreme Trockenheit der Jahre 2015/2016 war eine Folge des Klimaphänomens El Niño. Dabei verändert sich in unregelmäßigen Abständen von mehreren Jahren die Windzirkulation über dem Pazifik. Infolgedessen kann der Passatwind ausfallen, der normalerweise von Osten Feuchtigkeit vom Meer auf den afrikanischen Kontinent bringt. Das wiederum führt in den betroffenen Ländern zu extremer Trockenheit.

(la)

Feuerwehrmann über Waldbrand-Einsätze: "Teilweise nicht zum Schlafen gekommen"
Der katastrophale Brand in der Gorischheide in Sachsen liegt schon einige Wochen zurück, doch die Folgen sind immer noch sichtbar. Ein junger Feuerwehrmann, der dort im Einsatz war, erzählt von nervenaufreibenden 12-Stunden-Schichten, fehlender Anerkennung und wie schwierig es ist, junge Ehrenamtliche zu finden.
Wer nicht gerade aus Sachsen kommt, dem wird die Gorischheide wohl nicht viel sagen. Das Naturschutzgebiet liegt direkt an der Grenze zu Brandenburg und misst etwa 2800 Hektar. Landschaftlich ist es vor allem durch sandige Böden, Heideflächen und lichte Kieferwälder geprägt. Heimisch sind dort Vögel wie der Ziegenmelker oder der Wiedehopf. Klingt idyllisch.
Zur Story