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Veganes Eis: Unternehmen überrascht mit kompletter Neuerung und besonderer Zutat

Drei ziemlich multirassische glückliche Frauen, die sich unterhalten und Eis essen, während sie an der Treppe sitzen - Freundschaft und Sommerurlaub in Italien Konzept
Eissorten gibt es wie Sand am Meer. Warum dann nicht auch klimafreundliches, veganes Eis aus einem besonderen Gemüse?Bild: getty / Xavier Lorenzo
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Grün geschleckt: Unternehmen entwickelt veganes Eis mit besonderer Zutat

18.04.2023, 12:31
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Schokolade, Zitrone, Vanille oder Erdbeere: Ihre Lieblings-Eissorte würden die meisten Deutschen klassisch als Milch- oder Fruchteis beschreiben. Aber Eis aus Gemüse? Auch wenn die Auswahlmöglichkeiten bei veganen Eissorten in den letzten Jahren stark zugenommen haben, sind viele Deutsche weiterhin skeptisch gegenüber veganen Eissorten: Oft sind die Ersatz-Eissorten hoch verarbeitet, enthalten (zu) viel pflanzliches Fett und ungesunde Zusatzstoffe.

Zu guter Letzt schmeckt Eis auf Lupinen-, Soja- oder Kokosmilch-Basis auch nicht allen.

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Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Doch nun will ein Unternehmen am anderen Ende der Welt Abhilfe schaffen: So haben sich die zwei Neuseeländerinnen, Jenni Matheson und Mrinali Kumar, zusammengetan und mit ihrer Firma "EatKinda" jetzt ein veganes Speiseeis aus Blumenkohl auf den Markt gebracht – mit Erfolg.

Blumenkohl-Eis birgt gleich mehrere Klima-Vorteile

Nach zahlreichen Konsumententests haben die Gründerinnen von EatKinda jetzt die Sorten "Strawberry Swirl" und "Mint Choc Bikkie" auf den Markt gebracht. Dabei stellten beiden Gründerinnen fest: Aus Blumenkohl lässt sich erstaunlich viel machen. "Er hat eine angenehme Textur ohne dominierenden Geschmack. Das bedeutet, dass man leicht Aromen kreieren kann", erklärt Matheson dazu, die langjährige Veganerin ist.

Statt an Blumenkohl denkt man an ganz normales Milcheis mit eben Erdbeer- und Schoko-Minze-Geschmack. Denn anders als bei Eiscreme auf Kokosmilch-Basis gibt es hier keinen Nachgeschmack, die Konsistenz aber ist cremig, wie Milcheis.

Klimavorteile um Vielfaches höher als bei Milcheis

Bisher verkaufen sie das wohl weltweit erste Blumenkohl-Eis in den 77 Läden der neuseeländischen Pizza-Kette Hell Pizza. Mit umgerechnet etwa 3,75 Euro für 140 ml ist es damit nicht gerade günstig.

Dafür punktet das Blumenkohl-Eis jedoch als deutlich nachhaltigere Alternative zu Milcheis. Was ihnen nachweislich auch gelungen ist, wie Matheson erzählt:

"Unsere ersten Untersuchungen haben gezeigt, dass die Verwendung von Blumenkohl 93 Prozent weniger Land, 81 Prozent weniger Wasser, 84 Prozent weniger Treibhausgasemissionen und 53 Prozent weniger Nährstoffabfluss verbraucht als die Milchproduktion."

Gemüseeis kann Essensverschwendung verhindern

Zudem wird Blumenkohl in Neuseeland das ganze Jahr über angebaut und geerntet, von dessen Ernte es nur 40 Prozent in den Supermarkt schaffen. Der Rest wurde bisher noch aufgrund kleiner Makel aussortiert. Genau hier will EatKinda ansetzen und arbeitet mit Non-Profit-Organisationen und Bauern zusammen, um den lokal angebauten Blumenkohl stattdessen zu Eis zu verarbeiten.

Zudem bestehen die Eistüten aus einer kompostierbaren Verpackung. Wann es das Blumenkohl-Eis auch in Supermärkten zu kaufen gibt – womöglich auch außerhalb Neuseelands – ist bisher leider noch unklar.

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