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Australisches Comeback: Zahl der Woylies steigt wieder

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Das australische Woylie sieht aus wie eine Mischung aus Ratte und Mini-Känguru. Bild: imago images / imageBROKER
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Australisches Comeback: Zahl der Woylies steigt wieder

24.01.2024, 14:29
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Australien ist voller exotischer und teils gefährlicher Tiere: Skorpione, Krokodile, Haie, giftige Schlangen und Spinnen gehören für die Einheimischen ganz selbstverständlich zum Alltag. Und auch Kängurus können kräftig boxen, wenn man sie provoziert. Aber hast du schon mal vom "Woylie" gehört?

Dieses süße Tierchen heißt auf Deutsch offiziell: Bürstenschwanz-Rattenkänguru. Auf den ersten Blick sieht das Tier nämlich wirklich aus wie eine Ratte, doch es ist ein Beutelsäuger aus der Familie der Rattenkängurus.

Die Woylies nehmen in Australien eine wichtige Rolle für das einheimischen Ökosystem ein. Deshalb werden sie auch als Ökosystem-Ingenieure bezeichnet, ähnlich wie Bisons und Biber in Europa und Nordamerika. So werden Arten genannt, deren Verhalten kaskadenartige Veränderungen verursacht, die das gesamte Ökosystem, in dem sie leben, verändern.

Biber erreichen dies, indem sie Dämme errichten, während Bisons diese Aufgabe durch das Zertrampeln von Vegetation bewältigen. Woylies hingegen gehen auf ihre eigene Weise vor, indem sie gezielt nach den Wurzeln und Knollen graben, die sie als Nahrungsquelle nutzen. Am liebsten essen Woylies Trüffel.

Zahl der Woylies in Australien steigt wieder an – dank Schutzprogramm

Allerdings sind die Woylies vom Aussterben bedroht, wie das Portal "Goodnewsnetwork" berichtet. Doch dank der Bemühungen der Regierungsbehörde, die Art zu erhalten, gibt es 2023 so viele Sichtungen des Bürstenschwanz-Rattenkängurus wie noch nie.

In einer Waldlandschaft, drei Stunden südlich von Perth, hat ein Schutzprogramm des Department of Biodiversity, Conservation and Attractions of Western Australia eine Rekordzahl von Woylie-Sichtungen verzeichnet. 34 Tiere wurden in Fallen gefangen und mit GPS-Sendern versehen, während im gesamten Jahr 2019 nur zwei Woylies im Batalling State Forest gefunden wurden.

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Nicht nur das Woylie hat es in Australien schwer, zu überleben. In Down Under gibt es mehrere kleine, vom Aussterben bedrohte Beuteltiere. Der Grund dafür ist, dass sie von wilden Füchsen und Katzen gejagt werden, die es früher in Australien nicht gab. Daher sind viele Tiere für die Bedrohung nicht gewappnet und sind leichte Beute. Denn die bodenbewohnenden Beuteltiere hatten es nie nötig, die Schnelligkeit oder Tarnung zu entwickeln, um so erfolgreichen Raubtieren wie Katzen und Füchsen zu entkommen.

Über die Jahre wurden die neuen Jäger von Siedler:innen ins Land eingeschleppt, das Woylie ist ein Beispiel für diese invasive Prädation.

Zahl der Füchse und Wildkatzen muss begrenzt werden

"Es gibt viele Herausforderungen für unsere einheimische Fauna und Flora in ganz Westaustralien und Australien aufgrund der Bedrohung der Artenvielfalt, aber diese Art von Ergebnissen sind wirklich vielversprechend", sagte Programmkoordinator Ashley Millar gegenüber ABC News Australia.

Um den Pflanzenfresser, der im Bundesstaat Westaustralien beheimatet ist, zu schützen, beinhaltet ein Teil des Erhaltungsprogramms auch das Management von wilden Füchsen und Katzen. Deren Anzahl muss kontrolliert werden, damit sie die einheimische Tierwelt nicht überjagen.

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