Rob Greenfield trägt einen "Anzug" aus Müll, den er tagtäglich selbst produziert.
Rob Greenfield trägt einen "Anzug" aus Müll, den er tagtäglich selbst produziert. instagram/robgreenfield
Nachhaltig leben

"Eine Last": Aktivist trägt Anzug aus Müll eines ganzen Monats

28.05.2022, 12:1231.05.2022, 17:24

Wie viel Müll produziert jeder von uns in nur einem Monat? Um die Mengen an Abfall auf einen Blick zu zeigen, läuft der Aktivist Rob Greenfield in einem "Müllanzug" durch die Straßen von Los Angeles. Er trägt seinen Müll mit sich, um zu zeigen, wie viel davon eine einzelne Person monatlich verursacht. Damit will der Aktivist das globale Müllproblem mehr ins Bewusstsein der Menschen rücken.

Seit 20. April trägt der Kalifornier seinen "Anzug". Die Challenge: Einen Monat lang isst, trinkt und kauft er ein wie ein Durchschnittsamerikaner und produziert dementsprechend eine Menge Müll. Statt jedes Stück Müll, was er produziert, in einem Mülleimer – und somit in der Vergessenheit – zu versenken, wird es seinem Anzug hinzugefügt.

"Müll ist eine Last!"

Seine "Müll-Anzug-Aktion" bestritt Rob 2016 schon einmal in New York und inspirierte damit laut eigener Aussage viele Menschen und sorgte für mehr Bewusstsein. Die Neuauflage soll nun in der "Konsum-Hauptstadt" Los Angeles stattfinden, um die Leute wachzurütteln.

Nach rund 27 Tagen wog Robs Anzug 28 Kilogramm, aber schon ab dem zwölften Tag nahm der Aktivist das Gewicht seines Mülls als echte Last wahr. Durch die durchsichtigen Beutel, die er mit seinem Abfall befüllt, ist dieser auch visuell schnell nicht mehr zu ignorieren, wenn Rob durch die Straßen von L.A. zieht.

Rob Greenfield selbst lebt eigentlich ein sehr minimalistisches Leben: Er ist Aktivist und sorgt immer wieder mit speziellen Aktionen für Aufmerksamkeit und mehr Bewusstsein für nachhaltige Themen.

2019 lebte er zum Beispiel ein Jahr ohne gekaufte Lebensmittel. Alles, was er zu sich nahm, erntete oder sammelte er selbst. 2013 auf 2014 lebte er ein Jahr lang ohne eine Dusche. Er nutzte nur natürliche Wasserquellen wie Seen, Flüsse oder den Regen, um sich zu waschen.

(sp)

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