Male IT Specialist Holds Laptop and Discusses Work with Female Server Technician. They're Standing in Data Center, Rack Server Cabinet with Cloud Server Icon and Visualization.

Je stärker die Digitalisierung beschleunigt wird, desto mehr Emissionen lassen sich einsparen. Bild: iStockphoto / gorodenkoff

Gute Nachricht

Studie: Digitalisierung spart sechsmal so viel CO2 ein, wie sie verursacht

Bei einer beschleunigten Digitalisierung in Deutschland könnte viel mehr von dem Klimagas CO2 eingespart werden, als durch digitale Technologien selbst verursacht wird. Das ist das Ergebnis einer Studie der Wirtschaftsberatung Accenture, die vom Digitalverband Bitkom veröffentlicht wurde. Das Einsparpotenzial sei sechsmal höher als der durch Digitalgeräte und Dienste verursachte CO2-Ausstoß.

In der Studie werden zwei Szenarien untersucht: eine moderate Digitalisierung sowie eine beschleunigte Digitalisierung, die das Tempo bei der Einführung, Verbreitung und Nutzung digitaler Technologien durch entsprechende politische Anreize deutlich anzieht. Bei einem gemächlichen Fortschritt der Digitalisierung könnten unter dem Strich ein Drittel des CO2-Ausstoßes eingespart werden. Bei einer beschleunigten Digitalisierung steige der Wert auf 49 Prozent.

In der Studie wird darauf hingewiesen, dass die Digitalisierung auch CO2-Emissionen verursache – insbesondere durch Herstellung und Betrieb von Endgeräten wie Bildschirmen, Computern oder Tablets, aber auch durch den Betrieb der Netzinfrastruktur und der Rechenzentren. Bei einer Digitalisierung in einem moderaten Tempo werden dadurch im Jahr 2030 rund 16 Megatonnen CO2 jährlich ausgestoßen. Dem stehen aber Einsparungen von 102 Megatonnen in den Anwendungsbereichen gegenüber, sodass netto 86 Megatonnen Einsparung übrig bleiben. Bei der beschleunigten Digitalisierung fallen 23 Megatonnen CO2 an, die Netto-Einsparung beträgt aber 129 Megatonnen.

Mit dem Pariser Klimaschutzabkommen hatte sich Deutschland 2015 verpflichtet, bestimmte Klimaziele zu erreichen und Maßnahmen einzuleiten, um die Treibhausgasemissionen zu senken. Im Jahr 2019 lag der CO2-Ausstoß noch bei 805 Megatonnen. 2030 darf der nur noch 543 Megatonnen betragen.

Viel Einsparpotenzial in Industrie

Digitaltechnik kann der Studie zufolge im Bereich der industriellen Fertigung das größte CO2-Einsparpotenzial entfalten. Bis zu 61 Megatonnen CO2 könnten bei einer beschleunigten Digitalisierung bis 2030 eingespart werden. Es folgt der Bereich Mobilität, an dritter Stelle steht der Energiesektor. In der industriellen Fertigung sei die maßgebliche Technologie die Automatisierung in der Produktion. In diesem Szenario sind Anlagen und Maschinen, Werkstücke und ihre Bauteile miteinander vernetzt. Die Fertigungsprozesse können selbstständig unter möglichst geringem Material- und Energieeinsatz ablaufen.

Im Energiesektor setzt der Bitkom auf intelligente Stromnetze ("Smart Grids"), in denen Stromerzeugung und -verbrauch präzise gesteuert werden könnten. In diesen Netzen werden nicht nur die Verbrauchsdaten der Nutzer an den Versorger übermittelt. Das System teilt auch dem Nutzer mit, wie die Stromnetze ausgelastet sind. Dadurch können Netzlasten besser gesteuert werden.

(ftk/dpa)

Gute Nachricht

Leiser und vogelfreundlicher: Startup entwickelt flügellose Windräder

Windräder sind eine super Sache, um klimafreundlichen Strom zu produzieren, da sind sich inzwischen eigentlich alle einig. Sobald es tatsächlich darum geht, ein Windrad zu bauen, ist der Protest von Anwohnern aber nicht selten groß. Die Rotorblätter seien zu laut, würfen zu viel Schatten, massakrierten Vögel und Fledermäuse, heißt es dann.

Ein Prototyp des spanischen Startups Vortex Bladeless könnte solchen Kritikern aber im wahrsten Sinne des Wortes den Wind aus den Segeln nehmen. Denn das …

Artikel lesen
Link zum Artikel