A mother and baby rhino approach a pond for drinking
Das südliche Breitmaulnashorn gilt nach Angaben des WWF als gefährdet. Bild: iStockphoto / PeterVanDam
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Südafrikanischer Züchter will jährlich 100 Nashörner zur Stärkung von Bestand auswildern

13.06.2022, 11:33

Durch Wilderei sind inzwischen weltweit zahlreiche Tierarten ausgestorben oder stehen kurz davor – darunter auch das Südliche Breitmaulnashorn. Um ihren stark dezimierten Bestand wieder zu stärken, will nun der bekannte südafrikanische Nashornzüchter John Hume jährlich 100 Nashörner auswildern. Die Tiere sollen aus seiner Herde stammen, die 2.400 Tiere umfasst. Er betreibt im Nordwesten Südafrikas die größte Nashornfarm der Welt.

Die Vereinbarung, jährlich etwa 100 südliche Breitmaulnashörner in ihrem natürlichen Lebensraum im südlichen Afrika auszuwildern, "kann umgesetzt werden", sagte eine Sprecherin von Humes Unternehmen Platinum Rhino, das Nashörner in Gefangenschaft züchtet. Das Unternehmen gab allerdings nicht an, wann das Projekt umgesetzt werden soll.

Südliches Breitmaulnashorn gilt als gefährdet

Südafrika beherbergt etwa 80 Prozent der weltweiten Nashornpopulation, hatte aber zuletzt mit den Auswirkungen massiver Wilderei zu kämpfen. Insgesamt wurden 451 Tiere allein in 2021 illegal getötet – 15 Prozent mehr als im Jahr davor. Das südliche Breitmaulnashorn, eine von zwei Unterarten des Breitmaulnashorns, gilt nach Angaben des World Wildlife Fund (WWF) mit nur noch etwa 20.000 Exemplaren weltweit als gefährdet.

Wilderer jagen und töten die Tiere aufgrund ihrer Hörner, die insbesondere in China und Vietnam gefragt sind. Sie werden häufig für die Herstellung traditioneller Arzneimittel verwendet, um angeblich Krebs und andere Krankheiten zu heilen. Das Horn besteht hauptsächlich aus hartem Keratin, der gleichen Substanz, die auch in menschlichen Nägeln vorkommt.

(sb/afp)

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