Attractive businesswoman sitting at the desk indoors in office, working with computer.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie legen mehr Menschen Wert auf Nachhaltigkeit. Bild: iStockphoto / Halfpoint

Studie zeigt: Corona-Krise verstärkt Trend zu nachhaltiger Geldanlage

Die Corona-Krise hat unser ganzes Leben verändert – aber nicht nur die Welt um uns herum, sondern auch unser Denken. Eine Studie hat jetzt ergeben, dass auch im Bereich Finanzen ein neuer Trend zu erkennen ist: Mehr Menschen setzen auf nachhaltige Geldanlagen und denken über einen Wechsel nach.

Laut einer Umfrage der Puls Marktforschung im Autrag der Quirin Privatbank sind viele Anleger bereit, bewusster mit ihren Finanzen umzugehen. 41 Prozent können sich vorstellen, komplett auf nachhaltige Geldanlage umzusteigen.

Insgesamt hat die Corona-Krise das Bewusstsein von Verbraucherinnen und Verbrauchern für das Thema offenbar etwas geschärft: Für rund 18 Prozent ist Nachhaltigkeit seit Beginn der Pandemie wichtiger geworden, für fast 67 Prozent ist das Thema genauso wichtig.

Mehr Nachhaltigkeit im Konsum, beim Reisen und beim Autokauf

Vermehrt darauf geachtet wird dabei vor allem beim Konsum und Reisen. Jeweils 21 Prozent legen hier mehr Wert auf Nachhaltigkeit seit Ausbruch der Pandemie. Beim Autokauf achten 13 und bei der Geldanlage 10 Prozent der Befragten mehr auf das Thema.

Bei der Frage nach nachhaltigen Geldanlageprodukten sind vor allem direkte Beteiligungen etwa in Windparks bekannt. 58 Prozent der Befragten kennen diese Anlageform. Auch Einzelaktien nachhaltiger Unternehmen (47 Prozent) und gemanagte Fonds mit entsprechendem Anlageschwerpunkt (40 Prozent) sind vielen bekannt. Dass es auch nachhaltige ETF (börsengehandelte Indexfonds) gibt, weiß die Mehrheit (55 Prozent) aber nicht.

Eine bessere Welt für Kinder und Enkel

Verbunden ist für Anleger mit nachhaltigem Verhalten meist die Hoffnung auf Veränderung: Fast 40 Prozent hoffen, mit nachhaltigem Verhalten eine bessere Welt für Kinder und Enkel hinterlassen zu können, rund 38 Prozent hoffen, den Klimawandel stoppen zu können, 37 Prozent fairen Konsum zu unterstützen und rund 33 Prozent, einen Beitrag zu nachhaltigem Wandel in der Wirtschaft leisten zu können.

Für die Studie wurden von der Puls Marktforschung insgesamt 2057 Anleger ab 16 Jahren mit mindestens 10 000 Euro Anlagevermögen befragt. Die Umfrage fand online vom 28. Oktober bis zum 6. November 2020 statt.

(sb/dpa)

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hansi Daurippel 06.02.2021 11:49
    Highlight Highlight Dieser Artikel beweist einmal mehr das Nachhaltigkeit was für die Oberschicht ist. Für die meisten Menschen geht die Hälfte ihres Einkommens für Miete und Nebenkosten drauf. Dann noch den Kühlschrank füllen und das war es dann bis Monatsende. Da ist nix mehr mit Geld anlegen, da heißt es beten das nicht was teures kaputtgeht.

Gute Nachricht

Zimmerei baut nachhaltige Häuser, die dem Sonnenlicht folgen – und so Energie sparen

Sonnenblumen richten ihre Köpfe nach dem Verlauf der Sonne aus. Während ihrer Wachstumsphase drehen sie sich jeden Tag von Ost nach West. Inspiriert davon hat ein Zimmereibetrieb in Hessen das Konzept eines "DrehHauses" entwickelt. "Ich kann die Sonne nicht an- und ausschalten, aber ich kann sie zumindest bestmöglich nutzen, wenn sie da ist", sagt Christopher Rinn, der Geschäftsführer der Rinn XI. GmbH gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Die Drehung des gesamten Gebäudes ist …

Artikel lesen
Link zum Artikel