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Grüner Wasserstoff aus Afrika: Hoffnung in der Energiekrise

Hydrogen renewable energy production pipeline - hydrogen gas for clean electricity solar and windturbine facility.
Afrika könnte zum Top-Lieferanten für grünen Strom werden. Bild: iStockphoto / audioundwerbung
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Grüner Wasserstoff aus Afrika: Hoffnung in der Energiekrise

08.09.2022, 11:40
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Grüner Wasserstoff gilt als Lichtblick – als heiß begehrte, umweltfreundliche Lösung, den stetig wachsenden Energiebedarf der Welt zu decken und dennoch den Klimawandel zu mildern. Afrika hat dafür alles, was grundlegend notwendig ist: große Flächen an unbebautem Land, Sonne, Wind und Wasserkraft. Kein Wunder, dass viele Länder, einschließlich Deutschland, auf Afrika als neuen Lieferanten für sauberen Strom setzen.

Beim Thema "grüner" Wasserstoff, der klimaneutral mit Hilfe von Ökostrom produziert wird, mischt der Kontinent vorne mit. Bei der Elektrolyse wird unter Einsatz von grünem Strom Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten. "Wir erwarten schon ab 2024 Projekte in angemessenem Umfang, vor allem in Nordafrika", sagt Minh Khoi Le, Wasserstoffexpertin beim Osloer Forschungsinstitut Rystad Energy.

Länderbündnis: 500 Kilotonnen Öko-Strom im Jahr

Im Mai gründeten sechs Länder – Ägypten, Kenia, Mauretanien, Marokko, Namibia und Südafrika – ein von den Vereinten Nationen unterstütztes Bündnis, das jährlich gemeinsam 500 Kilotonnen grünen Strom produzieren will. Die größte Initiative darunter ist das mauretanische 10GW Projekt Nour, das in Partnerschaft mit der britischen Chariot Energy Group und dem niederländischen Hafen Rotterdam ab 2030 jährlich 600.000 Tonnen grünen Wasserstoff nach Europa liefern will.

Die leichte Verfügbarkeit von Wind- und Sonnenergie sei eine "große Chance" für Afrika, sagt S&P-Analystin Erika Baldessin. "Afrika hat das Potenzial, sich zu einem kostengünstigen weltweiten Lieferanten zu entwickeln."

Der vorkalkulierte Exportpreis für die Produktion grünen Wasserstoffs in Westafrika liege beispielsweise bei unter 2,50 Euro pro Kilogramm, sagt Solomon Agbo, ein Physiker des Forschungszentrums Jülich der Delft Universität in den Niederlanden. Das sei deutlich günstiger als die in Deutschland auf etwa 3,80 Euro pro Kilo geschätzte Produktion.

EU will bis 2050 auf grünen Wasserstoff umsteigen

Deutschland hat als Teil seiner Nationalen Wasserstoffstrategie Partnerschaften mit Namibia, der Demokratischen Republik Kongo, Südafrika, Angola und Marokko geschlossen. Auch die EU plant, bis 2050 auf grünen Wasserstoff umzusteigen.

Um sich von der Energieversorgung aus Russland unabhängig zu machen, wurde die RepowerEU-Strategie im März um weitere zehn Millionen Tonnen grüne Wasserstoffimporte pro Jahr aufgestockt. Dies kommt zu dem bestehenden EU-Ziel hinzu, bis zum Jahr 2030 20 Millionen Tonnen grünen Wasserstoff zu verbrauchen.

(sb/dpa-afxp)

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