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Aus den Alltagsmasken entstehen stylische Hocker. Bild: instagram/haneul kim

Corona-Upcycling: Student macht Möbel aus Einwegmasken

Wir sehen die Alltagsmasken jeden Tag, nicht nur auf den Gesichtern der Menschen um uns herum, sondern mittlerweile auch auf den Straßen, in Parks und in Gewässern. Während sie uns Menschen vor der Übertragung des Coronavirus schützen, sind sie für Tiere, die sich in ihnen verfangen, eine echte Gefahr und für unsere Umwelt ein immer größer werdendes Problem.

Um gegen die Massen an Müll vorzugehen, die momentan durch die Masken verursacht werden, hat ein Designstudent aus Südkorea ein kreatives Konzept entwickelt: Er sammelt die Masken auf, schmilzt sie ein und formt daraus bunte Hocker. Eine ganze Kollektion ist so entstanden. Es ist ein einmaliges Beispiel für Upcycling – erfinderisch, ressourcenschonend, nachhaltig.

Ein Hocker = 1500 Einwegmasken

Der 23-jährige Haneul Kim studiert Wohndesign an der Kaywon Art University in Südkorea. Die Idee, ein Möbelstück aus den Einwegmasken zu bauen, kam ihm, als er bemerkte, dass er selbst etwa 30 Masken im Monat in den Müll warf, wie er "Jetzt" gegenüber erklärte.

Auf dem Campus seiner Uni stellte er also Sammelboxen auf, in die die Studierenden ihre gebrauchten Masken hineinwerfen konnten. So kamen schnell sehr viele zusammen. Etwa 1500 Masken und drei Stunden Zeit braucht Haneul für die Herstellung eines Hockers – denn sie entstehen alle in Handarbeit. Der Design-Student arbeitet in einer Werkstatt auf dem Campus, die Uni stellt ihm die benötigten Geräte zur Verfügung.

Was ist mit den Keimen?

Natürlich sind die Hocker am Ende nicht von Keimen befallen – dafür sorgt eine Aufbewahrungszeit der Masken von vier Tagen. Erst anschließend werden die Masken eingeschmolzen, in einer Gussform gekühlt und erhärtet. Das Ergebnis: Bunte Hocker mit drei Beinen, die man stapeln kann. Deshalb gab Haneul seiner Kollektion den Namen "Stack and Stack".

Wer sich den Herstellungsprozess und die fertigen Hocker anschauen will, sollte in das Video von "The Star", einem Malaysischen Newskanal, hereinschauen:

Bei den Hockern soll es nicht bleiben – wie er der "The Hindustan Times" sagte, will Haneul seine Kollektion noch erweitern und zum Beispiel Tische oder Lampen aus recycelten Materialien herstellen. Seine Idee soll auch andere inspirieren, er wünscht sich, dass vermehrt solche Boxen aufgestellt werden, in der Masken gesammelt werden. So kann am Ende doch noch etwas Nützliches aus ihnen entstehen.

(sb)

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