Locked up tiger in a circus caravan

Die schlechte Haltung von Raubtieren in Privatzoos wird auch in der Netflix Serie "Tiger King" beleuchtet. Bild: iStockphoto / Linleo

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Das Aus für "Tiger King": US-Senatoren wollen Privatzoos mit Raubtieren verbieten

Kristen Stewart, Mike Tyson und Joe Exotic haben alle etwas gemeinsam: Sie hatten außergewöhnliche Haustiere, die eigentlich eher in die Wildnis gehören. Mit der privaten Haltung von Wildtieren kann es aber bald vorbei sein, denn Mitglieder des US-Senats haben angekündigt, den sogenannten "Big Cat Public Safety Act" unterstützen zu wollen.

Mit dem Gesetz würde die private Haltung von Tigern, Löwen, Leoparden, Geparden, Jaguaren, Pumas ebenso wie Kreuzungen dieser Tiere verboten werden. Auch Veranstaltungen, bei denen Jungtiere gestreichelt und gefüttert, oder für Fotoshootings eingesetzt werden, sollen verboten werden.

Keine artgerechte Haltung der Tiere

Die amerikanischen Privatzoos gelten schon länger als umstritten, denn die Bedingungen, unter denen die Tiere gehalten werden, sind alles andere als artgerecht. Trotzdem leben allein in den USA mehr Tiger in Gefangenschaft als im Rest der Welt in freier Wildbahn. Nicht nur in Zoos und Schutzeinrichtungen, sondern eben auch als Haustiere in Privatzoos.

Besonders die Netflix Dokumentarserie "Tiger King", welche das skurrile Leben des Zoobesitzers Joe Exotic beleuchtet, hat auf die schlechten Haltungsbedingungen der Tiere aufmerksam gemacht. Jetzt sollen Einrichtungen, wie sie Exotic betrieben hat, vor dem Aus stehen.

Auch Tierschutzorganisationen wie das US-amerikanische Animal Wellfare Institute begrüßen die Bemühungen der Senatoren. Aus der Sicht der Tierschützer würde ein Verbot von Privatzoos nicht nur zahlreichen Tieren ein artgerechtes Leben ermöglichen, sondern hätte auch positive Auswirkungen auf die Menschen in den USA. Die Wildtiere stellen nämlich eine Gefahr für die direkte Nachbarschaft der Zoos dar – in Notfallsituationen sind den Tierschützern zufolge vor allem Ersthelfer gefährdet.

(sb)

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