Nachhaltigkeit
Squirrel animal in natural environment

Eichhörnchen können mit Futterspendern bei der Nahrungssuche unterstützt werden. Bild: iStockphoto / tzuky333

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Igel, Eichhörnchen, Meisen: Wie du deinen Garten im Winter tierfreundlich gestaltest

Während die Temperaturen von Tag zu Tag sinken und wir es uns zu Hause gemütlich machen, gehen Igel auf die Suche nach einem geeigneten Winterquartier und Eichhörnchen legen Vorräte aus Nüssen, Eicheln und Buchecken an. Wer einen Garten besitzt, kann den Tieren ganz leicht beim Überwintern helfen – hier ein paar Tipps von watson.

Gelb, Orange, Braun, Rot – die Bäume tragen im Herbst eine beeindruckende Farbenpracht zur Schau, die das Herz eines jeden Gartenbesitzers höher schlagen lässt. Doch wenn das Laub fällt, gehen die meisten Hobbygärtner mit Rechen und Harke gegen die Blätter vor, um Ordnung zu schaffen. Verständlich, jedoch nicht förderlich für die Tiere, die sich im Laub einen wetterfesten Unterschlupf bauen könnten.

Ein Herz für Igel

Neben Siebenschläfern, Murmeltieren und Fledermäusen sind es vor allem Igel, die in unseren Gärten Winterschlaf halten. Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei der Tierrechtsorganisation Peta, sagt: "Gesunde, kräftige Igel benötigen normalerweise keine menschliche Hilfe bei der Überwinterung. Doch ihr Lebensraum wird immer knapper und die Gefahren durch Autos oder Gifte immer größer. Deshalb bitten wir Gartenbesitzer, bei den herbstlichen Aufräumarbeiten auf ihren Grundstücken ein Herz für Igel zu zeigen." Alles ein bisschen mehr sich selbst zu überlassen, ist also ein erster Schritt zum tierfreundlichen Wintergarten.

Das herabgefallene Laub und der Rasenschnitt können in einer Gartenecke zu einem wärmenden Igelhaus errichtet werden. Da die Igel nicht durchgehend Winterschlaf halten, sondern zwischendurch aufwachen und Futter suchen, ist es sinnvoll, in der Nähe des Igelbaus einen Futtervorrat anzubieten. Das übriggebliebene Laub kann übrigens auch verwendet werden, um die Wurzeln der Obstgehölze und die der Rosen vor Frost zu schützen.

Winterfütterung für Vögel und Eichhörnchen

Viele Vogelarten ziehen im Herbst Richtung Süden, einige Vögel bleiben jedoch auch im Winter in unseren Gärten. Dazu gehören unter anderem Amseln, Finken, Meisen und Rotkehlchen. Mit Futterspendern und Meisenknödeln kannst du ihnen dabei helfen, auch bei Schnee und Frost genug Futter zu finden. Am besten hängst du diese recht weit nach oben, damit sie Katzen nicht zugänglich sind. Bei Meisenknödeln darauf achten: Keine Plastiknetze! Darin können sich die Vögel verheddern und schwer verletzen, warnt der Nabu. Sonnenblumenkerne werden von fast allen Vogelarten gegessen, sie eignen sich also perfekt als Basisfutter. Mit Futterspendern machst du auch Eichhörnchen glücklich. Sie freuen sich über Walnüsse, Haselnüsse, Eicheln, aber auch über Kiefern-, Fichten- und Tannenzapfen.

Wildbienen, Insekten, Kröten

Wildbienen verbringen den Winter bevorzugt in altem Gehölz oder hohlen Stängeln verschiedener Pflanzen. Diese Plätze nutzen sie auch für den Bau von Brutzellen für die Eiablage. Deshalb solltest du verblühte Stauden und Äste liegen lassen. Du kannst auch einen Komposthaufen anlegen oder ein Insektenhotel aufstellen, welches du aus Naturmaterialien wie Baumrinde, Stroh, Schilfrohr und Bambusstäben selbst bauen kannst.

Kröten verstecken sich in Laubhaufen, ebenso wie in Erdhöhlen von Mäusen oder Maulwürfen, aber auch in Fels- oder Mauerspalten. Auch hier gilt: Entsprechende Räume schaffen und den Garten naturnah gestalten.

Ein letzter Tipp: Die Gartenpflege

Bei der Düngung des Gartens solltest du unbedingt auf natürliche Produkte wie Komposterde und Rindenmulch zurückgreifen. Chemische Mittel, die Insekten und Schnecken töten, schaden in der Folge auch anderen Tieren, denen du in deinem Garten eigentlich ein Zuhause bieten willst. Auch Laubsauger solltest du nicht verwenden, da es sonst passieren kann, dass du versehentlich auch kleine Igel, Spinnen und Insekten einsaugst.

(sb)

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