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farmer hands take care and protect young little sprout plant in the soil ground

Bei der Baumpflege im eigenen Garten sind eininge Dinge zu beachten. Bild: iStockphoto / Михаил Руденко

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Tipps für den Garten: Diese Bäume trotzen dem Klimawandel

Stürme, Dürre, Waldbrände und Borkenkäferbefall – den deutschen Wäldern geht es seit einigen Jahren nicht besonders gut. Trockenheit und Schädlinge haben den Bäumen auf dem Land sowie den Linden, Ahornen, Eschen und Buchen in den Städten zugesetzt. Doch es gibt einige unter ihnen, die sämtlichen Widrigkeiten trotzen.

Stadtbäume haben es momentan besonders schwer: Durch Schadstoffe in der Luft, belastete und versiegelte Böden, Salzeinsatz im Winter, Hunde-Urin und Verletzungen durch Bauarbeiten und Unfälle sind sie stark gefährdet. Außerdem werden sie in der Regel weniger gut gepflegt als Bäume in Privatgärten. Die durch den Klimawandel bedingten steigenden Temperaturen verschlimmern die bereits prekäre Lage der Stadtbäume. Dabei wäre es besonders jetzt wichtig, sich um die Bäume zu kümmern, da sie der Atmosphäre CO2 entziehen und dieses in Ästen, Stämmen, Blättern und Wurzeln binden – und gleichzeitig Sauerstoff produzieren.

Immerhin geht es den Bäumen in Privatgärten laut Bernhard von Ehren, Chef einer der größten Baumschulen Europas, relativ gut. Der Klimawandel und seine Konsequenzen seien jedoch auch an ihnen nicht spurlos vorübergegangen, sagte er dem "Spiegel". Was die Bäume vor allem bräuchten, sei Wasser – abends einmal mit der Gießkanne drüber zu gehen sei nicht genug. Ein Baum von 10 bis 20 Jahren sollte einmal in der Woche mit etwa 200 Litern, also etwa 20 Gießkannen voll, versorgt werden, so Ehren. Sein Rat an alle Gartenbesitzer: "Seid nächstes Jahr großzügiger! Lasst die Bäume nicht verdursten!"

Felsenbirne und Amberbaum trotzen dem Klimawandel

Egal wie gut die Pflege jedoch ist, manche Bäume fallen dem Klimawandel vermehrt zum Opfer: Dazu gehören beispielsweise die Kastanie und die Esche.

Gut bedient ist man dagegen mit der Kornelkirsche und der Felsenbirne im kleinen Garten sowie der Silberlinde und dem Ginkgo bei mehr Platz – sie trotzen der Hitze erstaunlich gut. Viele von den klimawandeltauglichen Bäumen sind außerdem wunderbare "Färber", die den Garten im Herbst bunt erstrahlen lassen. Dazu gehören zum Beispiel der Amberbaum aus Nordamerika oder der Eisenholzbaum.

Autumn red leaves on the blue sky

Der Amberbaum trotzt nicht nur dem Klimawandel, sondern sorgt im Herbst auch für Farbtupfer. Bild: iStockphoto / contrail1

In den Privatgärten können wir zudem unseren Teil gegen die Klimakrise leisten: Beispielsweise indem wir darauf achten, Gehölze und Blumen anzupflanzen, die von Insekten gut angenommen werden. Bernhard von Ehren sagt dazu dem "Spiegel": "Wer nicht nur den omnipräsenten Kirschlorbeer und Rhododendron anpflanzt, sondern auch hier aus dem reichen Artenspektrum der Natur wählt, leistet einen enormen Beitrag zur Biodiversität und damit Artenerhaltung."

Beim Pflanzen und der Baumpflege gilt übrigens: Nicht einfach loslegen – sondern gut über die richtige Zeit, das erforderliche Werkzeug, die notwendige Sicherung und den ph-Wert des Bodens informieren. Schließlich sind jeder Garten und jeder Baum einzigartig.

(sb)

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Grillkohle aus Supermarkt kann Tropenholz enthalten: So grillst du nachhaltig

Die Temperaturen steigen, die Tage werden länger und die Sonne strahlt vom Himmel: Die perfekte Zeit, um den Grill aus dem Keller zu holen und im Garten, auf der Terrasse oder im Park aufzubauen. Doch um Steak, Würstchen, Grillkäse oder Gemüse durchzubrutzeln, verfeuern wir oft Tropenholz aus Südamerika oder Afrika – ohne es zu merken.

Denn in der Grillkohle aus dem Supermarkt steckt oft etwas ganz anderes als das auf der Verpackung angepriesene Holz "Made in Germany". Wie kann das sein?

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