Die Solarzellen sehen aus wie gewöhnliche Dachziegel.
Die Solarzellen sehen aus wie gewöhnliche Dachziegel.bild: Julian Münzberg / paXos
Energie

Firma entwickelt Dachziegel, die Solarstrom und Wärme produzieren

23.11.2022, 12:1424.11.2022, 12:03

Der Photovoltaik-Hersteller Paxos hat gemeinsam mit der Technischen Hochschule (TH) Köln eine Solardachpfanne entwickelt, die zur Strom- und Wärmegewinnung genutzt werden kann. Die Solarzellen, die regulär auf Häuserdächer montiert werden können, sehen aus wie herkömmliche Dachziegel. Das bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich.

Die Solarziegel sind im Gegensatz zu anderen Photovoltaikanlagen extrem unauffällig. Wer bislang aus ästhetischen Gründen auf eine Solaranlage auf dem eigenen Hausdach verzichtet hat, könnte mit den Solarziegeln glücklich werden. Außerdem können sie auf Häusern installiert werden, bei denen die Anbringung einer Solaranlage aus Denkmalschutzgründen bislang verboten war.

Forschende arbeiten seit über drei Jahren an der Solarpfanne

Bei dem Projekt "Solardachpfanne.NRW – Dezentrale Strom‐ und Wärmeversorgung made in NRW" kommen Wissenschaftler:innen der TH Köln aus den Bereichen Photovoltaik, erneuerbare Energien, Leistungselektronik und Glasbau zusammen. Seit über drei Jahren forschen sie bereits an den Solarziegeln.

Die Solarzellen reflektieren kaum Sonne.
Die Solarzellen reflektieren kaum Sonne.bild: paxos

In dieser Zeit wurde das Produkt vielfach optimiert. Beispielsweise wurden die Ziegel so gestaltet, dass sie kaum Sonne reflektieren. Dadurch sind sie optisch ansprechender.

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Weitere Vorteile der Entwicklung

Die Solardachzellen erzeugen nicht nur Strom, sondern auch eine große Menge Wärme. Das System umfasst deshalb auch eine Luft-Wärmepumpe. Die Energiegewinnung funktioniert auch im Schatten und wurde von den Forscher:innen an alle erdenklichen Wetterlagen angepasst – die Zellen sind so sogar resistent gegen Hagel und Sturm.

Wie die TH Köln berichtet, spricht nicht nur die matte und dezente Optik für die neu entwickelten Solarpfannen. Die Dachzellen sind außerdem einfach zu installieren, brandsicher, können betreten werden und gehen dabei nicht kaputt. Zudem haben sie eine hohe Energieeffizienz.

Schon bald sollen die Solarpfannen in Serie hergestellt und zum Verkauf angeboten werden.

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In dieser Woche beginnt die Biodiversitätskonferenz der UN in Kanada. In Montréal beraten die Staaten vom 7. bis 19. Dezember über Maßnahmen, um den Arten- und Lebensraumverlust weltweit zu stoppen. Das Vorgängerabkommen war 2020 ausgelaufen und hatte – laut dem im September 2020 veröffentlichten Bericht zum Zustand der globalen Biodiversität – die Ziele der UN weit verfehlt.

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