Besonders beim Delivery-Service geht mit jeder Bestellung eine große Menge an Abfall raus. Das muss nicht sein!
Besonders beim Delivery-Service geht mit jeder Bestellung eine große Menge an Abfall raus. Das muss nicht sein!Bild: iStockphoto / DisobeyArt
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Pizzakartons aus Bagasse und Hotel-Slipper aus Bambus: Ein Start-Up zeigt, wie nachhaltige Gastronomie geht

04.11.2021, 12:1304.11.2021, 13:56

Abends Pizza oder asiatisches Essen direkt nach Hause auf die Couch zu bestellen, ist wunderbar bequem. Vor allem dann, wenn die Tage kürzer, dunkler und kälter werden – da steigt auch die Attraktivität des Bestellens von Lieferdiensten. Doch jede Bestellung hat ihren Preis, den erst die Umwelt und am Ende auch wir selbst zahlen müssen. Denn bei gelieferter Pizza, Pasta und Co. fallen große Mengen an Verpackungsmüll an, die zumeist nicht recycelt werden können.

Die Take-away und Delivery-Sparte ist jedoch nicht die einzige Seite der Gastronomie, die sich klimaunfreundlich zeigt. Auch in Hotels, Restaurants und Gaststätten gibt es Lücken, die nachhaltiger gefüllt werden können. Der Aufgabe, die Gastronomie nachhaltiger zu gestalten, hat sich das Start-Up TUTAKA verschrieben. Die Gründerinnen Alexandra Herget und Franziska Altenrath haben dafür einen Online-Marktplatz ins Leben gerufen.

Alexandra Herget und Franziska Altenrath von TUTAKAVideo: YouTube/Kreativpiloten

Die Produkte werden gelabelt: Upcycling, Zero Waste, klimafreundlich

Auf dem virtuellen Marktplatz der beiden Gründerinnen können Unternehmen nachhaltige Produkte einkaufen. So gibt es zum Beispiel Kochschürzen aus Bio-Baumwolle, Pizzaschachteln aus Bagasse oder Hotel-Slipper aus Filz. Dazu stellt das Start-Up auf der Website Tipps bereit, wie nachhaltigeres Haushalten in der Gastronomie möglich ist – und wie ein praktisches Mehrwegsystem aussehen kann.

Die Vision der Gründerinnen stützt sich auf die Pfeiler Upcycling, Zero Waste und die Klimafreundlichkeit. Dafür haben sie ihre Produkte mit den jeweiligen Labels markiert. Tutaka garantiert mit den angebotenen Produkten, dass diese einer vorherigen Prüfung durch das eigene Unternehmen unterzogen wurden. Dabei werden die Herstellungsschritte der Artikel kontrolliert – von der Idee, über die Produktion bis hin zum Abfallmanagement. Anhand dieser Prüfungen vergeben die Gründerinnen ein "Score", an dem die einkaufenden Unternehmen ablesen können, wie nachhaltig das Produkt tatsächlich ist.

Einziger Minuspunkt an der Geschäftsidee: Da es sich bei dem Angebot von Tutaka um einen gesonderten Onine-Marktplatz handelt, werden Gastronomen nicht automatisch erreicht. Hotelführende Personen müssen zumindest vage von der Plattform wissen, um auf die nachhaltigen Angebote aufmerksam gemacht werden zu können. Das kann das Heranführen von Nicht-Wissenden Personen an die nachhaltigen Alternativ-Produkte erschweren.

(lmk)

Ikea wird grüner: Unternehmen verzichtet auf Plastikverpackungen

Nachdem Amazon angekündigt hat, beim Transport auf Plastik weitgehend zu verzichten, zieht nun der schwedische Möbelgigant Ikea nach. Das Unternehmen will ab 2028 keine Produkte mit Kunststoffverpackungen verwenden und schon bis 2025 sollen Kunststoffverpackungen für neue Sortimente ausgelistet sein.

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