Windkraft und Wasserkraft wollen Großbritannien und Norwegen nun gemeinsam nutzen. Dafür gibt es ein neues Unterseestromkabel (Symbolbild).
Windkraft und Wasserkraft wollen Großbritannien und Norwegen nun gemeinsam nutzen. Dafür gibt es ein neues Unterseestromkabel (Symbolbild).Bild: iStockphoto / jimiknightley
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Zwischen England und Norwegen gibt es jetzt das längste Unterseestromkabel der Welt

13.10.2021, 11:36

Großbritannien und Norwegen schließen sich in Sachen Klimaschutz gezielt zusammen. Die Kabelstreckenverbindung mit dem Namen "North Sea Link" zwischen den beiden Ländern stellt ein 700 Kilometer langes Unterseestromkabel dar, welches das bislang längste der Welt ist. Wind- und Wasserkraft sollen dabei von den Ländern gemeinsam genutzt werden und den Ausbau von erneuerbaren Energien voranbringen. Bis 2030 soll so laut Plan der Ausstoß von 23 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden.

Da Großbritannien Überschüsse in der Windenergie generiert und Norwegen ausreichend Strom über zahlreiche Wasserkraftwerke erzeugt, können beide Länder nun im Austausch von den jeweiligen Überschüssen des anderen profitieren. Rund zwei Milliarden Euro kostet das Projekt.

1,4 Millionen Haushalte sollen mit grünem Strom versorgt werden

Mit einer Höchstkapazität von 700 Megawatt, die in den folgenden Monaten um das Doppelte erweitert werden soll, startet die Übertragung, mit welcher über eine Millionen Haushalte mit grünem Strom versorgt werden sollen. National Grid, der britische Netzbetreiber, machte diese Angaben gegenüber der Presse.

Vor allem Großbritannien soll mit diesem Austausch in der Nutzung erneuerbarer Energien unterstützt werden, da das Land neben den grünen Energien weiterhin Gebrauch von Atomkraft macht. Die Managerin des National-Grid-Unternehmens, Cordi O'Hara, äußerte sich erfreut über das Projekt. Beim Verlegen des Unterseestromkabels sprach sie von einer "bemerkenswerten Ingenieurleistung", da landschaftliche Hürden beim Ausbau des Kabels hätten überwunden werden müssen.

(lmk)

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