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Wetter in Deutschland: Meteorologe überrascht von ungewohntem Anblick

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Nach dem milden, aber grauen Februar könnte es zeitweise sonniger werden. Bild: dpa / Thomas Banneyer
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Wetter in Deutschland: Droht nach viel zu warmem Februar der Kälteeinbruch?

27.02.2024, 06:59
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Der Februar, der neue Temperatur-Extreme mit sich gebracht hat, neigt sich so langsam seinem Ende zu. Der März steht vor der Tür: Doch nach einem milden Start zum Wochenende könnte der März eine kalte Überraschung für uns bereithalten, die sicher nicht jedem gefallen wird. Denn auch wenn in der Langfristprognose weit und breit kein Spätwinter zu erkennen ist, scheint der Frühling seine Schwierigkeiten zu haben, sich gegen die Kälte durchzusetzen.

Welches Wetter uns diese Woche und zum Wochenende im Detail erwarten wird, erfährst du hier. Wir werfen einen Blick auf die Prognosen der Expert:innen.

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Die neue Woche startet vielerorts wolkig. Bild: dpa / Hauke-Christian Dittrich

Neue Woche startet mit vielen Wolken, lediglich in einer Region etwas Sonne

Der Dienstag startet laut Meteorolog:innen von "wetter.net" mit Temperaturen von 7 bis 9 Grad im Norden und bis zu 10 Grad im Rest Deutschlands. Dazu gibt es größtenteils viele Wolken, im Süden hat die Sonne bei all den Wolken kaum eine Chance – lediglich im äußersten Südosten könnte es hingegen ein paar Sonnenstunden geben. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger Wind aus nordöstlicher Richtung.

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Februar 2024 war statistisch viel zu warm

Auch am Mittwoch bleibt es von Baden-Württemberg und Bayern bis nach Sachsen wohl trüb – dieses Mal also auch im äußersten Südosten, wie die Expert:innen von "wetter.de" berichten. Eine Mischung aus Wolken, Nebel und Nieselregen macht das Schmuddelwetter perfekt. Im Nordwesten und Norden ziehen auch dichtere Wolken auf, dafür bleibt es zumeist trocken.

Etwas freundlicher wird es hingegen nach der Nebelauflösung vom Saarland und Rheinland bis hin nach Berlin – dort sind bis zu neun Sonnenstunden drin. Die Temperaturen schwanken aber weiterhin zwischen 4 Grad im Erzgebirge und bis zu 12 Grad in Richtung Pfalz und Saarland.

Klar aber ist: Der Februar war deutlich zu warm, das ist bereits seit einigen Wochen klar. Auch der letzte Tag des Monats passt mit Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad in das Muster. Abheben tut sich der letzte Februar-Tag allerdings mit vielen Sonnenstunden. Denn auch wenn der Monat deutlich zu warm war, war er gleichzeitig auch verbreitet "extrem grau", wie "wetter.de" schreibt.

Nach einem sonnigen Februar-Abschluss wird bereits der Freitag erneut trüber und unbeständiger. Aus dem Westen ziehen Wolken mit etwas Regen im Gepäck in Richtung Süden. Aber auch im Osten könnte es bewölkt und vereinzelt auch regnerisch werden. Laut den Meteorolog:innen befinden wir uns zwischen zwei Fronten – wie sich das Wetter entwickelt, sei hier noch nicht klar abzusehen.

Mit dem März startet der meteorologische Frühling: Wird es jetzt wärmer?

Mit dem 1. März startet der meteorologische Frühlingsanfang. Für viele ist das ein Grund zum Aufatmen: Die Temperaturen passen – fast in ganz Deutschland gibt es Höchstwerte zwischen 10 und 15 Grad. Lediglich im äußersten Norden und im Bergland liegen die Temperaturen leicht darunter. Im Westen weht zudem ein böiger Südwestwind.

Die Wetterlage vom Freitag setzt sich ähnlich auch am Samstag fort. Im Westen kann man zudem mit ein paar Sonnenstrahlen rechnen, im Osten hingegen weniger. Allerdings: Ob es wirklich so kommt, steht noch immer in den Sternen.

Richtig spannend wird es am Sonntag. "Die Optimisten unter uns sehen ein regelrechtes Frühlingsfest am Sonntag mit Temperaturen zwischen 10 und 18 Grad, viel Sonnenschein und nur wenigen Schauern in der Nordosthälfte", schreiben die Meteorolog:innen von "wetter.net".

Aber auch hier sind sich die Wettermodelle nicht ganz einig: Das amerikanische GFS berechnet nämlich für den Sonntag einen deutlichen Kälteeinbruch, der teilweise sogar Schnee mit sich bringen könnte.

Kalte Nächte, aber Spätwinter bleibt wohl auch im März aus

Diplom-Meteorologe Dominik Jung berichtet in seinem Youtube-Video für "wetter.net" beinahe überrascht darüber, dass sich ihm ein "völlig ungewohnter Anblick" offenbare.

Mit dieser Aussage will er darauf hinaus, dass sich auf der Regensummen-Karte andeute, dass viele Regionen Deutschlands bis zum kommenden Samstagnachmittag kaum Regen abbekämen. "Hat es so auch schon seit einigen Wochen nicht mehr gegeben", ergänzt er.

Auch Jung kommt noch einmal darauf zu sprechen, dass es deutlich zu warm sei. Lediglich die Nächte seien der Jahreszeit zumindest annähernd entsprechend – alles andere ist und bleibt deutlich zu mild.

Klimahilfen: Großbritannien soll bei Umweltausgaben betrogen haben

Das Jahr 2015 war ein historisches für den Klimaschutz: Auf der Pariser Klimakonferenz einigten sich die Vereinten Nationen verbindlich darauf, die Erderwärmung deutlich zu begrenzen. Alle Staaten sollten sich bemühen, den Temperaturanstieg unter 1,5 Grad Celsius zu halten, um den Klimawandel in den Griff zu bekommen.

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