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Asiatische Hornisse breitet sich in Deutschland aus – so gefährlich ist sie

HANDOUT - 06.10.2021, ---, -: Das Bild zeigt zwei asiatische Hornissen. Hummeln haben einer Studie britischer Wissenschaftler zufolge eine erstaunliche Technik, um die Angriffe Asiatischer Hornissen a ...
Die Asiatische Hornisse hat ein extrem hohes Verbreitungspotenzial. Bild: EurekAlert / Sandra Rojas-Nossa
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Asiatische Hornisse breitet sich in Deutschland aus – so gefährlich ist sie

30.10.2023, 13:34
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Sie ist kleiner und unscheinbarer als unsere heimischen Hornissen, aber die Asiatische Hornisse hat es in sich: Sie lauert vor Bienenstöcken und fängt dort heimkehrende Bienen ab – und macht so Imker:innen das Leben schwer.

Erstmals in Deutschland nachgewiesen wurde die Asiatische Hornisse 2014 in Waghäusel nördlich von Karlsruhe. Und auch im vergangenen Jahr gab es dem Umweltministerium zufolge lediglich Funde von rund 15 neuen Nestern. Doch bereits in diesem Jahr waren es mehr als 260 Nester. Und auch ihr Verbreitungsgebiet hat sich ausgeweitet – mit gravierenden Folgen.

Asiatische Hornisse profitiert von warmem und trockenem Wetter

Die Asiatische Hornisse, die eigentlich im südlichen China zu Hause ist, gelangte vermutlich über den Transport von Waren nach Europa. Doch weil unsere Sommer aufgrund der Klimakrise immer wärmer und trockener und auch die Winter milder werden, breitet sich die die gebietsfremde und als invasiv eingestufte Hornissenart auch in Deutschland immer weiter aus. Imkerverbände zeigen sich besorgt über eine wachsende Ausbreitung der Hornissenart.

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Das Problem: Erste Imker:innen würden bereits den Verlust ganzer Bienenvölker beklagen. Denn die Asiatische Hornisse lauert vor Bienenstöcken – und dringt zum Teil gar in diese ein, um sie zu fressen. Als "generalistischer Beutegreifer" fresse die Asiatische Hornisse neben den heimischen Bienen aber auch Wespen, Hummeln oder Wildbienen. Zu ihrer Nahrung gehören ebenfalls Birnen, Äpfel und Trauben.

Viele Nester in Deutschland entdeckt: Invasive Art macht sich breit

"Die Art hat ein extrem hohes Verbreitungspotenzial", sagte der Vorsitzende des Imkerverbandes Rheinland-Pfalz, Thomas Hock, vor einigen Monaten gegenüber der dpa. So baue die Asiatische Hornisse zwei Nester: zunächst ein Primärnest in niedriger Höhe im Frühling, dann schließlich ein Sekundärnest in einem hohen Baum. Dieses ist so groß wie ein Fußball und beherbergt bis zu 5000 Hornissen und einige hundert Königinnen.

HANDOUT - 14.11.2022, Rheinland-Pfalz, ---: In einer Baumnkrone h�ngt das Nest von asiatischen Hornissen (Aufnahmeort unbekannt). (zu dpa �Experten: Asiatische Hornisse breitet sich im Land aus�) Foto ...
Ihr Sekundärnest ist groß wie ein Fußball und findet sich hoch oben in Bäumen.Bild: DLR-WO/FBI Mayen / ---

Wie sich die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse auf unsere Umwelt auswirkt, ist noch nicht erforscht. Allerdings werden gebietsfremde Arten lediglich dann als "invasiv" eingestuft, wenn sie in ihrem neuen Areal die Biodiversität gefährden können, wie das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf seiner Website schreibt. Aus diesem Grund sollen Nester der Asiatischen Hornisse, wenn diese gemeldet werden, laut dem Umweltministerium auch schnellstmöglich entfernt werden.

Asiatische Hornisse: Ist die Art gefährlich für Menschen?

Klar aber ist: Wenngleich es sich um eine invasive Art handelt, ist die Asiatische Hornisse längst nicht so gefährlich wie die Asiatische Riesenhornisse, die sich derzeit in den USA ausbreitet. Diese wird auch als "Killerhornisse" bezeichnet und plündert ganze Nester von Bienen und heimischen Wespen.

Laut Expert:innen stellt die Asiatische Hornisse für Menschen in der Regel aber keine Gefahr dar. Wie bei heimischen Bienen, Hornissen und Wespen kann es aber auch durch die invasive Art zu Stichen kommen, die bei Allergiker:innen gefährliche Folgen nach sich ziehen können.

Neue Bahn-Verbindung zwischen München und Mailand geplant

Der Frust auf die Deutsche Bahn ist hierzulande gut bekannt. Es gibt wohl kaum Menschen, die bisher nur reibungslose Fahrten ohne Verspätungen, Zugausfälle, überfüllte Bahnen oder sonstige "außerplanmäßige Zwischenfälle" – wie es in den Durchsagen gerne genannt wird – verbuchen können.

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