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Wetter in Deutschland: Krasser Wintereinbruch mit Schneewalze steht bevor

Update - Teil 2: Ein dickes Wintergewitter überraschte am Sonntag dann doch noch viele Menschen auf dem Fichtelberg. Lautes Donnergrollen, dichtes Schneetreiben und ein schneebedeckter Fichtelberg geg ...
Ein Wintergewitter im Herbst überraschte am Sonntag die Menschen auf dem Fichtelberg. Auch im Rest des Landes könnten bald Flocken fallen.Bild: imago images /Bernd März
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Wetter in Deutschland wird bitterkalt: Wintereinbruch mit Schneewalze steht bevor

18.10.2023, 14:14
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Deutschland erlebt derzeit einen wahren Wettersturz. Während es vor ein paar Tagen mancherorts sogar noch sommerlich warm war, wird es nun fast überall im Land ordentlich kalt. Am kommenden Samstag sind laut Meteorolog:innen sogar die ersten Schneefälle möglich – und zwar nicht nur auf den Bergspitzen, sondern sogar bis in tiefe Lagen.

Selbst in Berlin und Hamburg kann es laut Expert:innen immer wieder zu Flockenwirbel kommen. Vom frühen Wintereinbruch könnten viele Autofahrer:innen eiskalt erwischt werden: Darum: Winterreifen nicht vergessen!

Wettergefälle innerhalb Deutschlands

Diese Woche bleibt nach einem kühlen Start weiterhin frostig. Zumindest in einem Teil Deutschlands. Am Dienstag, den 17. Oktober, wird es zwar meist freundlich, mit Temperaturen zwischen 12 und 17 Grad. Das goldene Oktoberwetter beschränkt sich allerdings auf den Nordwesten. Im Süden gibt es, allem voran in der Nähe von Gewässern, morgens lange Zeit noch Bodennebel, die Sonne zeigt sich am Dienstag eher im Nord und Westen Deutschlands.

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Im Nord-Osten bleibt es auch am Mittwoch weiterhin sonnig. Aus Südwesten nähert sich zwar milderes, aber auch wechselhaftes Wetter mit Schauern. Im Westen und Süden bleibt dabei die Wolkendecke meist dicht, während du im Norden und Osten bessere Chancen auf Sonnenschein hast. Die Temperaturspanne umfasst 10 bis 15 Grad – an den Alpen könnte es windig werden.

Winter im Norden, Spätsommer im Süden

Am Donnerstag "kippt das Wetter so langsam", wie der Meteorologe Florian Jung von "wetter.net" es auf Youtube beschreibt. Es baut sich ein deutlicher Temperaturunterschied innerhalb des Landes auf, der zu sehr unterschiedlichen Wetterlagen führt: Während der Norden bei 11 Grad bibbert, erreicht der Südwesten sogar 17 bis 20 Grad. Die Sonne lässt sich allerdings trotz Wärme kaum blicken. Die Regenfront weiter in die Mitte gezogen und liegt quer über Deutschland. Es ist damit verbreitet nass oder grau.

Nicht nur nächtlicher Bodenfrost ist möglich, sondern sogar Schnee im Flachland.
Nicht nur nächtlicher Bodenfrost ist möglich, sondern sogar Schnee im Flachland.Bild: iStockphoto / tbgrant

Erster Schnee der Saison – Meteorologe sagt "Winter-Orgasmus" voraus

Das Temperaturgefälle von Nord-Osten Richtung Süd-Westen bleibt auch am Freitag bestehen. Das Wetter ist ähnlich wie am Donnerstag, nur dass es im Norden noch einmal kälter wird. Hier sinken die Temperaturen an diesem Freitag, den 20. Oktober, auf nur noch 6 bis 8 Grad ab.

Am Samstag kommt dann der krasse Wetterumschwung: Im Osten und Nordosten Deutschlands hat es nur noch ein bis zwei Grad. "Angesichts dieser Wetterkarte würde es mich nicht wundern, wenn manche Schnappatmung bekommen würden – oder einen Winter-Orgasmus", sagt der Meteorologe Dominic Jung von "wetter.net" auf Youtube.

So wird es "den ersten Schnee der neuen Wintersaison geben". Sogar in tiefen Lagen können erste Schneeflocken fallen. Wo genau die Luftmassengrenze liegen könnte, ist jedoch noch nicht ganz sicher.

Bisher sieht es laut europäischem Wettermodell danach aus, als ob die kälteren Luftmassen im Nordosten liegen würden, während es im Südwesten sogar auf 1000 Meter Höhe noch bis zu 15 Grad warm werden könne. Währenddessen wird es im Süden frühlingshaft warm bei 14 bis 17 Grad, wenngleich auch mit Regen statt Sonne.

Klimakrise: Hitze und Borkenkäfer zerstören Wälder – vier von fünf Bäumen krank

"Die Klimakrise hat unseren Wald fest im Griff", hob Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) hervor. Das Bundeslandwirtschaftsministerium stellte am Montag die Waldzustandserhebung 2023 vor. Das Ergebnis: ernüchternd. Nur jeder fünfte Baum ist noch gesund, berichtete der Minister schon zuvor im ZDF-Morgenmagazin.

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