Christian Lindner (FDP), Bundesminister der Finanzen, gibt eine Pressekonferenz nach einem digitalen Treffen der G7-Finanzminister in seinem Ministerium.
Christian Lindner (FDP), Bundesminister der Finanzen, gab am Sonntagabend den Plan bekannt, bis 2026 für den Klimaschutz 200 Milliarden Euro auszugeben. Bild: dpa / Kay Nietfeld
Nachhaltig leben

Bundesregierung will 200 Milliarden für Klimaschutz bis 2026 ausgeben

07.03.2022, 11:01

Die Bundesregierung will bis 2026 rund 200 Milliarden Euro in den Klimaschutz investieren. Diese Summe nannte Bundesfinanzminister Christian Lindner am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin".

"Ich gehe davon aus, dass wir bis 2026 etwa 200 Milliarden Euro für Klimaschutz, Ladeinfrastruktur, Wasserstoff-Technologie, die Modernisierung der Industrie, auch die Abschaffung der EEG-Umlage, um die Menschen zu entlasten, vorsehen werden", sagte der FDP-Chef. Er sei nun gespannt auf Vorschläge, das Planungsrecht zu beschleunigen, die Bürokratie abzubauen, damit diese "gewaltigen Mittel" sinnvoll eingesetzt werden können.

Energiesouveränität als "wichtigen Bestandteil von Sicherheitspolitik

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge bezeichnete die 200 Milliarden Euro Investitionen in den Klimaschutz in dieser Legislaturperiode als einen "großen Erfolg und wichtigen Bestandteil einer umfassenden Sicherheitspolitik". Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine habe die Dringlichkeit erhöht, jetzt in Energiesouveränität und Unabhängigkeit von fossiler Energie zu investieren, sagte Dröge am Sonntagabend.

Es sei gut und wichtig, dass die Bundesregierung viele Maßnahmen auf den Weg bringe, um so schnell wie möglich von Kohle, Öl und Gas wegzukommen, den Verbrauch zu reduzieren und in die energiepolitische Sicherheit investiere.

(mcm/ dpa-afxp)

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