Gestartet hat es mit wiederverwendbaren To-Go-Bechern, anschließend folgte das Pfandsystem für Essensboxen.
Gestartet hat es mit wiederverwendbaren To-Go-Bechern, anschließend folgte das Pfandsystem für Essensboxen.
Bild: Recup
Nachhaltig

Mehrwegsystem "Rebowl" bekommt den Blauen Engel

22.08.2021, 11:53

Das Mehrwegsystem "Rebowl" des Münchner Unternehmens Recup ist von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) mit dem Umweltzeichen Blauer Engel ausgezeichnet worden. "Viele Einwegverpackungen aus Kunststoff sind eine Verschwendung von Ressourcen", erklärte Schulze diese Woche. Mehrweg-Poolsysteme wie das von Recup seien effektiv für den Umweltschutz, weil Verbraucher die Behältnisse an vielen verschiedenen Orten zurückgeben könnten. Auch für Gastronomen seien die Poolsysteme günstiger, erklärte das Umweltministerium weiter.

Ein Pool-Mehrwegsystem besteht aus einer gewissen Menge an gleichen Flaschen oder Bechern, die nach der Benutzung von vielen verschiedenen Abfüllern gleichermaßen wiedereingesetzt werden können. Ein Klassiker ist die Perlenflasche aus Glas für Mineralwasser.

Die Mehrwegschüsseln des Unternehmens Recup, das zuvor bereits Mehrwegbecher mit dem blauen Engel anbot, können in Gastronomiebetrieben gegen ein Pfand geliehen und mehrfach verwendet werden. Zurückgeben kann der Verbraucher die Behälter in allen Betrieben, die sich an dem Mehrweg-Poolsystem beteiligen. Der Blaue Engel garantiert dabei, dass die Mehrwegbehälter aus umweltfreundlichen und lang haltbaren Materialien hergestellt sind und mindestens 500 mal gespült werden können, ohne Schaden zu nehmen.

Was ist der Blaue Engel?
Als Umweltzeichen wurde der Blaue Engel 1978 auf Initiative des Bundesministers des Inneren ins Leben gerufen. Seitdem sind über 12.000 umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen von rund 1.600 Unternehmen ausgezeichnet worden. Das Label soll für Verbraucher und Verbraucherinnen hervorheben, welche Produkte und Dienstleistungen hohe Ansprüche an Umwelt-, Gesundheits- und Gebrauchseigenschaften erfüllen. Das kann viele verschiedene Faktoren betreffen, wie das Einsparen von Ressourcen bei der Herstellung oder die Verwendung nachhaltiger Rohstoffe. Wer das Umweltzeichen bekommt, entscheidet eine unabhängige Jury, die basierend auf der Expertise des Umweltbundesamts agiert.

Bereits seit Anfang Juli sind in der EU Einwegplastikprodukte verboten, Restbestände dürfen aber noch genutzt werden. Ab 2023 müssen außerdem alle gastronomischen Betriebe in Deutschland, die Essen zum Mitnehmen verkaufen, immer auch eine Mehrwegalternative anbieten. Eine Erleichterung gibt es für Betriebe mit bis zu fünf Mitarbeitern und maximal 80 Quadratmeter Verkaufsfläche – hier müssen lediglich von Kunden mitgebrachte Mehrwegbehältnisse befüllt werden.

(fs/afp)

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