Panorama

Israel-Krieg: Deutsche Studentin Caro B. aus Berlin tot – Schwester äußert sich

Die deutsche Studentin Caro B. ist eine der vielen Betroffenen des terroristischen Massakers auf dem israelischen Musik-Festival.
Die deutsche Studentin Caro B. ist eine der vielen Betroffenen des terroristischen Massakers auf dem israelischen Musik-Festival.bild: screenshot Instagram labohl
Panorama

Hamas tötet deutsche Studentin Caro B.: Schwester mit herzzerreißenden Worten

11.10.2023, 13:2117.10.2023, 14:24
Mehr «Panorama»

Seit Samstag befindet sich Israel im Krieg. Durch die Angriffe der Terrororganisation Hamas sind Tausende Menschen getötet oder verletzt worden. Das Auswärtige Amt hat zudem erklärt, dass mehrere Deutsche von der Hamas in den Gaza-Streifen entführt worden seien.

Nach und nach werden in Israel die Leichen identifiziert. Nun steht fest: Unter den Toten ist auch Caro B. (22), Studentin aus Berlin, und ihr britischer Freund Danny.

Das Auswärtige Amt bestätigte den Tod der jungen Deutschen vorerst nicht, doch mehrere Familienangehörige äußerten sich zum Tod in sozialen Netzwerken: Caros Schwester, deren Mann Sam sowie Dannys Schwester.

Zuerst hatten mehrere israelische Medien und "Welt"-Korrespondentin Christine Kensche über Caros Tod berichtet. Sie sprach zudem von ihrem Kontakt zu Caros Mutter. Demnach habe Caro ihrer Mama während des Angriffs noch eine Nachricht geschickt. Darin schilderte sie, dass sie ihren Rückflug verpassen werde, weil sie in einen Bunker fliehen musste. Und sagte ihrer Mutter, dass sie sie liebe.

Gestorben ist Caro im Kibbuz Nir Oz in der Nähe des Gaza-Streifens, 25 Kilometer südwestlich der Stadt Sderot. Das bestätigte Sam auf Instagram. Er schrieb: "Obwohl wir keine offizielle Benachrichtigung von den Regierungen Israels, Deutschlands oder Großbritanniens erhalten haben, verfügen wir über verlässliche Informationen aus Israel, dass unsere geliebte Caro und ihr lieber Freund Danny bei einem terroristischen Hamas-Angriff getötet wurden."

Watson ist jetzt auf Whatsapp
Jetzt auf Whatsapp und Instagram: dein watson-Update! Wir versorgen dich hier auf Whatsapp mit den watson-Highlights des Tages. Nur einmal pro Tag – kein Spam, kein Blabla, nur sieben Links. Versprochen! Du möchtest lieber auf Instagram informiert werden? Hier findest du unseren Broadcast-Channel.

Der "Tagesspiegel" berichtet unter Berufung auf Dannys Schwester, dass das Paar eigentlich am Freitag nach Tel Aviv aufbrechen wollte. Doch er habe sich entschieden, "noch einen Tag zu bleiben, um mit seiner Freundin den Kibbuz zu erkunden – eine Entscheidung, die unser aller Leben unwiderruflich für immer verändert hat und die ihn das Leben gekostet hat."

Danny hatte israelische Wurzeln, war im Kibbuz aufgewachsen. Er wollte mit seiner Freundin seine Heimat erkunden.

Hamas tötet Deutsche: Schwester erinnert mit Bildern an Caro B.

Auf Instagram meldete sich auch Caros Schwester zweimal zu Wort: "Wir sind am Boden zerstört und versuchen jetzt, mit dieser unvorstellbaren Tragödie umzugehen", schreibt sie. "Bitte gebt uns nun ein wenig Zeit, um diese unfassbare Tragödie zu verarbeiten." Zudem bedankte sie sich bei jenen Menschen in Israel, die sich trotz der katastrophalen Situation vor Ort sehr viel Mühe gegeben haben, die Familie mit Informationen zu versorgen.

Zudem postete die Schwester am Dienstagabend noch einmal Instagram-Storys. Sie zeigte Caro und schrieb: "Der Schmerz ist unerträglich. Ich kann nicht fassen, dass du von uns gegangen bist." Sie bedankte sich bei allen Menschen, die ihr Nachrichten geschrieben haben, und ließ die Personen wissen, dass ihr diese sehr helfen.

Bild
Bild: Screenshot @labohl

Weiter schreibt ihre Schwester: "Caro war der reinste Sonnenschein." Und fügt an: "Ruhe in Liebe."

Themen
Brite kassiert wegen Zelda-Fanartikel Haftstrafe

Für einen Briten aus Nuneaton, einer Stadt im Norden der Grafschaft Warwickshire, nahm die Leidenschaft für ein Nintendospiel ein böses Ende: Weil er eine Nachbildung des Masterschwerts der Zelda-Reihe mit sich trug, muss er ins Gefängnis.

Zur Story