Karl Lauterbach stellte eine frühere Aussage zum Thema Booster-Impfung richtig.
Karl Lauterbach stellte eine frühere Aussage zum Thema Booster-Impfung richtig.Bild: AP photo / Yuki Iwamura
Top-News kompakt

Lauterbach rudert bei Booster zurück ++ WM 2022 soll früher beginnen

Dinge, über die Deutschland jetzt spricht: Jeden Tag findest du bei watson, natürlich laufend aktualisiert, die kompakten Top-News – in wenigen Minuten weißt du, was abgeht.
10.08.2022, 08:4810.08.2022, 17:03

Karl Lauterbach rudert bei Booster zurück

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dementierte, dass er in früheren Äußerungen eine vierte Impfung gegen das Corona-Virus für alle jüngeren Menschen empfohlen hat. Im ZDF-"heute journal" sagte er am Dienstagabend: "Ich habe nicht gesagt: Für alle die vierte Impfung", und: "Ich habe nie gesagt, dass alle jüngeren Leute sich jetzt impfen lassen sollen. Das ist einfach falsch."

Mitte Juli hatte er sich in einem Interview mit dem "Spiegel" zu einer vierten Impfung geäußert. Er sagte, wolle man den Sommer ohne das Risiko einer Erkrankung genießen, dann würde er "in Absprache natürlich mit dem Hausarzt auch Jüngeren die Impfung empfehlen". Nun erklärte der Bundesgesundheitsminister, er habe lediglich drauf hingewiesen, dass auch die verschiedenen Altersgruppen, wie die der unter 60-Jährigen, eine klare Botschaft brauchen.

Seiner Meinung nach sollten Risikopatienten nicht auf die angepassten Impfstoffe warten. Im ZDF "heute journal" sagte er, Abwarten sei "für diejenigen, die jetzt im Risiko stehen, einfach falsch". Dass man noch warte und sich mit den neuen Impfstoffen behandeln lasse, könne bei jüngeren Menschen aber durchaus Sinn machen, sagte er in den ARD-"Tagesthemen".

Lindner will breite Mitte der Gesellschaft entlasten

Finanzminister Christian Lindner will mit steuerlichen Plänen für einen Ausgleich der Inflation die breite Mitte der Gesellschaft entlasten. Das sagte der FDP-Politiker am Mittwoch in Berlin. Es würden 48 Millionen Menschen profitieren. Durchschnittlich läge die Entlastung bei 192 Euro. Lindner sprach von einer Steuersenkung in Höhe von mehr als zehn Milliarden Euro.

Finanzminister Lindner will durch Steuerentlastungen den Effekt der Inflation abschwächen.
Finanzminister Lindner will durch Steuerentlastungen den Effekt der Inflation abschwächen. bild: IMAGO / photothek

Der Finanzminister will vor allem die kalte Progression ausgleichen. So bezeichnet man eine Art schleichende Steuererhöhung, wenn Gehaltserhöhungen durch die Inflation aufgefressen werden, aber dennoch zu einer höheren Besteuerung führen. Zusätzlich zu einer Anpassung der Eckwerte im Einkommensteuertarif sollen nach den Plänen des Finanzministers auch das Kindergeld und der Kinderfreibetrag erhöht werden.

Trump wettert nach Dursuchung gegen Biden

Nach der Durchsuchung seines Anwesens in Mar-a-Lago im Bundesstaat Florida hat der Ex-US-Präsident Donald Trump seinem Nachfolger, US-Präsident Joe Biden, vorgeworfen, davon gewusst zu haben. "Biden wusste alles darüber, genauso wie er über Hunters "Deals" Bescheid wusste", schrieb Trump am Dienstagabend auf dem von ihm mitgegründeten Netzwerk "Truth Social". Damit spielte Trump erneut auf Vorwürfe gegen Joe Bidens Sohn Hunter an, mit denen er im Präsidentschaftswahlkampf 2020 immer wieder Stimmung gemacht hatte. Trump hatte versucht, Biden mit angeblichen zweifelhaften Geschäften seines Sohnes Hunter in der Ukraine in Verbindung zu bringen.

Trumps Anwesen in Mar-a-Lago.
Trumps Anwesen in Mar-a-Lago.Bild: imago-images / ZUMA Wire

Das Weiße Haus hatte zuvor klargestellt, von der Durchsuchung vorab nicht Bescheid gewusst zu haben. "Der Präsident wurde nicht unterrichtet und wusste nichts davon. (...) Niemand im Weißen Haus wurde vorgewarnt", sagte Karine Jean-Pierre, Sprecherin des Weißen Hauses. Zu den laufenden Ermittlungen wollte sie sich nicht äußern. Trump wetterte hingegen: "Eine schreckliche Sache, die gestern in Mar-a-Lago stattfand. Wir sind nicht besser als ein Drittweltland, eine Bananenrepublik." Er schrieb von einem "koordinierten Angriff" gegen ihn.

WM 2022 soll schon früher beginnen

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Kater soll offenbar schon einen Tag früher starten, als ursprünglich geplant. Außerdem soll doch ein richtiges Eröffnungsspiel stattfinden. Wie die Nachrichtenagentur AFP mit Bezug auf Quellen aus der WM-Organisation am Mittwoch berichtete, wurde der WM-Beginn auf den 20. November gelegt. Ursprünglich war der 21. November der Start der WM. Am selben Tag war auch das Eröffnungsspiel zwischen Gastgeben Katar und Ecuador angesetzt – allerdings erst als dritte Partie.

Der Fußball-Weltverband FIFA und Katar haben nun angeblich selbst dem Antrag des WM-Organisationskomitees auf Vorverlegung zugestimmt. Eine offizielle Bestätigung stand zunächst noch aus. Man habe "der Tradition folgen wollen, dass entweder der Weltmeister oder das Gastgeberland am Eröffnungsspiel beteiligt sind", zitierte AFP eine anonyme Quelle aus dem WM-OK.

China verkündet Abschluss von Militärübungen rund um Taiwan

China hat seine Militärübungen rund um Taiwan nach rund einer Woche vorerst für abgeschlossen erklärt. Man habe "verschiedene Aufgaben erfolgreich erledigt", teilte das östliche Kommando der Volksbefreiungsarmee am Mittwoch mit. Durch gemeinsame Militäroperationen der Streitkräfte im See- und Luftraum rund um die Insel Taiwan sei die Kampffähigkeit der Armee "effektiv getestet" worden. Veränderungen der Situation in der Taiwanstraße würden jedoch weiterhin großer Aufmerksamkeit geschenkt werden. So seien "regelmäßigen Patrouillen" geplant. Auch sollen weiterhin militärisches Training und andere Vorbereitungen erfolgen. Das Militär werde die Souveränität und territoriale Integrität Chinas "entschlossen schützen", hieß es.

Die chinesische Regierung will ihren Anspruch auf die Insel weiterhin durchsetzen – wenn nötig auch mit Gewalt. Das bekräftigte sie in einem neuen Weißbuch zu Taiwan. "Wir sind bereit, großen Raum für eine friedliche Wiedervereinigung zu schaffen, aber wir werden keinerlei Raum für separatistische Aktivitäten jeglicher Art lassen", heißt es dort.

Das chinesische Büro für Taiwan-Angelegenheiten hatte das Weißbuch am Mittwoch in Peking veröffentlichte. China werde "nicht der Anwendung von Gewalt abschwören und wir behalten uns vor, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen." Die Volksrepublik werde "nur gezwungen, drastische Maßnahmen zu ergreifen, um auf die Provokation separatistischer Elemente oder äußerer Kräfte zu reagieren, wenn sie je unsere roten Linien überschreiten sollten".

(and/Mit Material von dpa und AFP)

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Oktoberfest startet in München ++ Auftakt zur Frauen-Bundesliga vor Rekordkulisse
Dinge, über die Deutschland jetzt spricht: Jeden Tag findest du bei watson, natürlich laufend aktualisiert, die kompakten Top-News – in wenigen Minuten weißt du, was abgeht.

Das Münchner Oktoberfest ist eröffnet. Nach zwei coronabedingt abgesagten Wiesn zapfte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Samstag das erste Fass Bier mit drei Schlägen an. Die erste frisch gezapfte Maß reichte er Ministerpräsident Markus Söder (CSU), um mit ihm auf eine friedliche Wiesn anzustoßen – und vielleicht auch auf eine gesunde.

Zur Story