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Der Flugbetrieb am BER wurde heute wegen einer Aktion von Klimaaktivisten der "Letzten Generation" eingestellt.Bild: dpa / Christophe Gateau
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Flugbetrieb am BER wegen Aktion von Klimaaktivisten eingestellt

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24.11.2022, 17:44
Helen Kleinschmidt
Helen Kleinschmidt
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Flugbetrieb am BER wegen Aktion von Klimaaktivisten eingestellt

Der Hauptstadtflughafen BER hat den Flugbetrieb aufgrund einer Aktion von Klimaaktivisten vorerst eingestellt. Das teilte ein Sprecher des Flughafens am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Aktivisten der Gruppe "Letzte Generation" seien offenbar an zwei Stellen auf das Flughafengelände gekommen, sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite. Daher seien nun beide Pisten gesperrt. Zunächst hatte der Flughafen keine Einschränkungen für den Flugbetrieb gemeldet. Die Lage vor Ort habe sich aber inzwischen geändert, so der Sprecher.

Die Bundespolizei bestätigte, dass mehrere Personen auf dem Flughafengelände seien. Genauere Informationen gab es nicht, der Einsatz laufe noch.

Die Aktivisten streamten die Aktion live bei Twitter. Dort war zu sehen, wie sie kurz nach 16 Uhr einen Zaun durchknipsten und auf das Flughafengelände gingen. Anschließend hielten sie Banner in die Kamera und erklärten ihre Motive. Es war auch zu sehen, wie sich Aktivisten mutmaßlich am Boden festklebten. Etwa zehn Minuten nach Beginn der Aktion war im Livestream Blaulicht zu erkennen, wenig später waren auch Polizisten zu hören.

Faeser von Fifa-Chef Infantino auf "One Love"-Binde angesprochen

Während des WM-Spiels Deutschland gegen Japan (1:2) hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) mit Fifa-Chef Gianni Infantino nach eigenen Angaben über die auf dem Spielfeld verbotene "One Love"-Armbinde gesprochen. Faeser sagte am Donnerstag in Berlin, nachdem ein Regierungsvertreter aus Katar am Mittwoch nicht auf der Tribüne erschienen sei, habe man ihr den Platz neben Infantino angeboten. "Dann hat er mich auch auf die Binde angesprochen, ob das die Binde ist, dann habe ich ihm gesagt: 'Und ist nicht so schlimm wie sie denken, oder?'"

ARCHIV - 23.11.2022, Katar, Ar-Rayyan: Fußball: WM, Deutschland - Japan, Vorrunde, Gruppe E, Spieltag 1, Chalifa International Stadium, Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) trägt eine Armbinde mit ...
Nancy Faeser trug beim Spiel Deutschland vs. Japan (1:2) die symbolträchtige "One Love"-Binde.Bild: dpa / Tom Weller

Sie habe dem FIFA-Chef auch gesagt, "dass ich die Entscheidung der FIFA als großen Fehler sehe". Es sei unglaublich, was da für ein Druck auf die Fußballverbände der sieben europäischen Staaten ausgeübt worden sei, damit dieses Symbol für Vielfalt auf dem Spielfeld nicht getragen wird.

Deutschland setzt Untersuchung im Iran durch

Die Verantwortlichen für die Gewalt im Iran gegen friedlich demonstrierende Frauen, Männer und Kinder müssen Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) zufolge zur Verantwortung gezogen werden. Der Iran verstoße gegen die Rechte seiner Bürger auf freie Meinungsäußerung und Versammlung, sagte Baerbock am Donnerstag im UN-Menschenrechtsrat in Genf.

Sie nahm an der von Deutschland und Island beantragten Iran-Sondersitzung des Rates teil. "Heute wird unser Mut in den Vereinten Nationen, die Stimme zu erheben, getestet", sagte Baerbock vor hunderten Diplomaten. Die Menschen im Iran wollten schlicht in Würde und ohne Diskriminierung leben. Sie warb für eine unabhängige Untersuchung der Lage im Iran durch UN-Experten.

Rede von Annalena Baerbock Buendnis 90/Die Gruenen, bei der Sondersitzung des Menschrechtsrates der Vereinten Nationen zur Menschenrechtslage in der Islamischen Republik Iran. Genf Schweiz *** Speech  ...
Annalena Baerbock erhöht angesichts der anhaltenden Gewalt gegen Protestierende im Iran den Druck auf Teheran.Bild: IMAGO / photothek

Der UN-Menschenrechtsrat hat am Nachmittag nun die internationale Untersuchung der blutigen Niederschlagung der Proteste im Iran beschlossen. Sie wurde mit 25 Ja-Stimmen angenommen. Sechs Mitglieder stimmten dagegen, 16 weitere enthielten sich.

Eine Vertreterin der iranischen Regierung wies zuvor sämtliche Vorwürfe zurück. Sie griff vor allem Deutschland namentlich an. Deutschland verletze die Menschenrechte der Iraner zusammen mit anderen Staaten durch die Sanktionen. Die Lage der Frauen im Iran sei bestens, mit überall gleichen Berufschancen, sagte sie weiter.

Heil verteidigt Bürgergeld gegen Kritik

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat den Kompromiss zum Bürgergeld verteidigt. Es handele sich nicht um einen faulen Kompromiss, sondern um eine "richtig gute Lösung", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Deutschlandfunk. Das Bürgergeld schaffe ein neues System, "das Chancen gibt und Schutz gewährt". Das bisherige Hartz-IV-System werde zum 1. Januar Geschichte sein. Es werde weniger Bürokratie und passgenauere Hilfen geben.

Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hatte am Mittwochabend den zuvor von Union und Ampel-Koalition gefundenen Kompromiss gebilligt. Wenn Bundestag und Bundesrat am Freitag zustimmen, wäre der Weg frei für den Start des Bürgergeldes zum 1. Januar.

Hoeneß geht den DFB an

Uli Hoeneß hat dem Deutschen Fußball-Bund in der Auseinandersetzung mit der FIFA fehlenden Mut vorgeworfen. "Sie haben nicht den Mut gehabt, der FIFA die Stirn zu zeigen. Das wäre dringend notwendig gewesen, denn für mich ist Gianni Infantino eine große Katastrophe für den Weltfußball", sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern "RTL Direkt" und dem "RTL Nachtjournal spezial". Es sei "eine wunderbare Chance gewesen, ihm zu zeigen: Bis hierher und nicht weiter", sagte Hoeneß. Diese habe der DFB leider vertan.

Die FIFA hatte bei der Weltmeisterschaft in Katar die "One Love"-Kapitänsbinde von Nationaltorwart Manuel Neuer und sechs weiteren europäischen Mannschaftskapitänen verboten und sportliche Sanktionen angedroht für den Fall, dass die Binde doch getragen wird. Die DFB-Profis hatten sich beim Mannschaftsfoto vor dem 1:2 gegen Japan am Mittwoch unmittelbar vor dem Anpfiff als Reaktion auf das Verbot demonstrativ die Hand vor den Mund gehalten.

China meldet Rekord-Anstieg bei Corona-Zahlen

China hat einen Rekordanstieg bei den Corona-Fällen gemeldet. Wie die Gesundheitsbehörde am Donnerstag mitteilte, wurden am Mittwoch landesweit 31.444 Neuinfektionen erfasst - so viele wie noch nie seit Pandemie-Beginn vor fast drei Jahren. Verglichen mit Chinas riesiger Bevölkerung von 1,4 Milliarden Menschen ist die Zahl aber immer noch gering.

Epidemic prevention workers in protective suits sit in a locked-down residential compound as outbreaks of the coronavirus disease (COVID-19) continue in Beijing, November 23, 2022. REUTERS/Thomas Pete ...
China hält weiterhin an seiner strikten Corona-Politik fest.Bild: Reuters / THOMAS PETER

China ist die letzte große Volkswirtschaft, die eine sehr strenge Null-Covid-Politik verfolgt. Selbst kleine Corona-Ausbrüche können zu Lockdowns bis hin zur Abriegelung ganzer Städte und zu Betriebsschließungen führen, was die Wirtschaft und den Alltag der Menschen massiv belastet.

(Mit Material von dpa/AFP)

Offenbar Einigung bei COP27 zu Klimaschäden ++ Infantino sorgt mit Katar-Aussagen für Entsetzen
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Laut EU-Kreisen soll es erste Fortschritte bei den Verhandlungen auf dem Weltklimagipfel in Ägypten geben. Demnach haben sich die teilnehmenden Länder beim Thema Ausgleichs-Fonds für klimabedingte Schäden geeinigt, der vor allem Ländern helfen soll, die besonders von Extremwetter und Dürrekatastrophen betroffen sind.

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