Hansi Flick ist seit Sommer 2021 deutscher Bundestrainer.
Hansi Flick ist seit Sommer 2021 deutscher Bundestrainer.Bild: IMAGO / Picture Point LE / IMAGO / Picture Point LE
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Bundestrainer Hansi Flick kritisiert Weltmeisterschaft in Katar heftig

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13.08.2022, 11:2613.08.2022, 16:17

Bundestrainer Hansi Flick kritisiert WM in Katar scharf

Rund drei Monate vor dem WM-Start in Katar gibt es deutliche Worte von Bundestrainer Hansi Flick zur Austragung in dem Wüstenstaat. Er kritisierte nicht nur die Menschenrechtssituation, wegen der die WM in Katar unter anderem heftig umstritten ist, sondern auch die Auswirkungen auf die Fans. "Es ist keine WM für den normalen Fan", urteilte er in einem Interview mit dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND)".

Bundestrainer Hansi Flick schaut mit kritischem Blick auf die kommende WM in Katar.
Bundestrainer Hansi Flick schaut mit kritischem Blick auf die kommende WM in Katar.Bild: imago images / regios24

Er habe viele Bekannte, die gerne nach Katar fliegen würden, es aber aus vielerlei Gründen unterlassen, berichtet der 57-Jährige. Denn sie könnten "sich die massiven Preise nicht leisten". Außerdem sei die "Situation etwa für Homosexuelle inakzeptabel", es gebe Menschenrechtsverletzungen gibt und Minderheiten würden ausgegrenzt werden. "Dabei sollte der Fußball für alle da sein", findet Hansi Flick.

Autor Salman Rushdie auf Bühne angegriffen und schwer verletzt

Der Schriftsteller Salman Rushdie ist bei einer Literaturveranstaltung in der Kleinstadt Chautauqua im US-Bundesstaat New York auf einer Bühne angegriffen und durch Stiche in Hals und Bauch schwer verletzt worden. Er wurde in ein Krankenhaus geflogen und dort notoperiert. Der Angreifer wurde von Zuschauern überwältigt und von einem anwesenden Polizisten festgenommen. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen 24-Jährigen namens Hadi Matar aus Fairfield im nahe New York gelegenen Bundesstaat New Jersey. Das Motiv des Angreifers war zunächst unklar.

Der Autor wurde laut seinem Agenten an ein Beatmungsgerät angeschlossen und könnte ein Auge verlieren. "Die Nachrichten sind nicht gut", erklärte Andrew Wylie gegenüber der "New York Times". "Salman wird vermutlich ein Auge verlieren; die Nerven seines Arms wurden durchtrennt; und seine Leber wurde durch einen Stich getroffen und beschädigt."

Autor Salman Rushdie wurde bei einem Literaturfestival angegriffen.
Autor Salman Rushdie wurde bei einem Literaturfestival angegriffen.Bild: IMAGO / Future Image / IMAGO / Future Image

Der Mann, der Rushdie bei der Literaturveranstaltung interviewte, wurde im Gesicht verletzt. Er konnte das Krankenhaus aber wieder verlassen.

Der Schriftsteller Salman Rushdie wird seit Jahren mit dem Tode bedroht. Irans oberster Geistlicher Ayatollah Khomeini hatte 1989 alle Muslime in einer Fatwa – einer religiösen Anweisung – zur Tötung des Schriftstellers aufgerufen. Grund war die angebliche Beleidigung des Propheten Mohammed in Rushdies im Jahr zuvor erschienenen Roman "Die Satanischen Verse".

Amokläufer tötet 10 Menschen in Montenegro

Ein Amokläufer hat in der montenegrinischen Kleinstadt Cetinje zehn Menschen getötet. Zunächst zielte er mit einem Jagdgwehr auf zwei Kinder und deren Mutter. Der örtliche Polizeichef Zoran Brdjanin teilte mit, dass der Täter zunächst die beiden acht- und zehnjährigen Kinder erschossen hat. Die Mutter verstarb im Krankenhaus. Sie hätten als Mieter in einer Wohnung des Täters gewohnt. Im Anschluss erschoss er sieben Passanten, bevor er selbst von einem Passanten getötet wurde. Warum es zu der Tat kam, war zunächst unklar.

Ministerpräsident Dritan Abazović zeigte sich nach Angaben des montenegrinischen Staatsfernsehens schockiert. Es sei eine "beispiellose Tragödie".

Nach dem Amoklauf steht das Land unter Schock.
Nach dem Amoklauf steht das Land unter Schock. Bild: AP / Risto Bozovic

FC St. Pauli mit Gendersternchen auf dem Trikot

Der Hamburger Zweitligist FC St. Pauli wird am Sonntag im Spiel gegen Magdeburg mit einem Sondertrikot auflaufen, auf dem oberhalb des Vereinsemblems ein Genderstern zu sehen ist. Damit möchte der Klub auf gendergerechte Sprache aufmerksam machen und ein Zeichen für Geschlechtergerechtigkeit setzen.

"Wo bei anderen Clubs der Meisterstern prangt, strahlt bei uns das Sternchen des Nordens", sagte Präsident Oke Göttlich laut Mitteilung vom Freitag. Bereits seit zwei Jahren sei die Satzung gegendert, im Sprach- und Schriftverkehr würden sie den Genderstern regelmäßig nutzen. Beim FC St. Pauli sei das Alltag. Man erkenne aber an "einigen Meinungsäußerungen in der Genderdiskussion deutlich, wie nötig das Ganze nach wie vor ist".

Nach einer neuen Richtlinie der Deutschen Fußball Liga (DFL) ist das Tragen eines zusätzlichen Shirts möglich, wenn es im Zusammenhang mit den Themen Diversität oder Nachhaltigkeit steht.

Durchsuchung von Trumps Anwesen auch wegen Spionageverdacht

Bei der Durchsuchung von Donald Trumps Anwesen in Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida soll das FBI auch geheime Dokumente beschlagnahmt haben. Die Durchsuchung wurde unter anderem auch damit begründet, dass der Ex-US-Präsident gegen ein Anti-Spionage-Gesetz verstoßen haben könnte. Das geht aus dem am Freitag von einem Bundesrichter veröffentlichten Durchsuchungsbefehl hervor.

Donald Trump in New York am Tag nach der Durchsuchung.
Donald Trump in New York am Tag nach der Durchsuchung.Bild: FR171758 AP / Yuki Iwamura

Das Anti-Spionage-Gesetz beinhaltet strikte Regelungen über die Aufbewahrung von Dokumenten zur nationalen Sicherheit. Neben dem Durchsuchungsbefehl hat der Richter auch eine Liste mit den beschlagnahmten Dokumente veröffentlicht. Unterlagen mit der Einstufung als "streng geheim", "geheim" und "vertraulich" waren darunter. Andere wurden dahingehend gekennzeichnet, dass sie nur in sicheren Regierungskreisen eingesehen dürfen. Laut der "Washington Post" wurden auch Dokumente über Atomwaffen beschlagnahmt – was Trump mit der Aussage, die "Sache mit den Atomwaffen ist frei erfunden", offenbar zurückwies.

Kurz bevor der Durchsuchungsbefehl veröffentlicht wurde, hatte Trump beteuert, dass sämtliche vom FBI beschlagnahmten Dokumente zuvor "freigegeben", also die Einordnung als Verschlusssache aufgehoben, worden seien.

(and/Mit Material von dpa und afp)

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Lindner fordert mehr Tempo bei Strompreisbremse ++ Bundesrat beschließt Corona-Regeln
Dinge, über die Deutschland jetzt spricht: Jeden Tag findest du bei watson, natürlich laufend aktualisiert, die kompakten Top-News – in wenigen Minuten weißt du, was abgeht.

Finanzminister Christian Lindner hat einen schnelleren Start der Strompreisbremse gefordert, für die sein Kabinettskollege Robert Habeck zuständig ist. "Wir müssen bei der Umsetzung das Tempo anziehen", sagte der FDP-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorabmeldung. Wirtschaftsminister Habeck hatte dem Bericht zufolge vor Wirtschaftsvertretern angekündigt, dass die Einführung des Preisdeckels womöglich noch bis Jahresende dauern werde. Kanzler Olaf Scholz bezeichnete sie am Donnerstag als "schnell umsetzbar", weil es ähnliche Vorschläge der EU-Kommission gebe.

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