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News des Tages: 49-Euro-Ticket soll zum 1. Mai kommen

Israeli forces stand guard near the scene of a shooting attack in Neve Yaacov which lies on occupied land that Israel annexed to Jerusalem after the 1967 Middle East war January 27, 2023. REUTERS/Rone ...
Mehrere Menschen kamen bei einem Anschlag in Ost-Jerusalem ums Leben.Bild: Reuters / Ronen Zvulun
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Mehrere Tote nach Schüssen in Ost-Jerusalem ++ 49-Euro-Ticket soll zum 1. Mai kommen

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27.01.2023, 20:0827.01.2023, 22:56
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Mehrere Tote nach Schüssen in Ost-Jerusalem

Bei einem Terroranschlag auf Besucher einer Synagoge in einer israelischen Siedlung in Ost-Jerusalem sind nach Angaben der Polizei sieben Menschen erschossen worden. Drei weitere wurden verletzt, wie die israelische Polizei am späten Freitagabend mitteilte. Der Attentäter hatte das Feuer in dem Moment eröffnet, als die Menschen das Gotteshaus nach dem Schabbat-Gebet verließen. Der Mann wurde den Angaben zufolge erschossen, als er fliehen wollte. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um einen 21-Jährigen aus Ost-Jerusalem.

Jerusalem war in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder Schauplatz schwerer Anschläge gewesen - insbesondere während des zweiten Palästinenseraufstandes Intifada zwischen 2000 und 2005. Zuletzt wurden im vergangenen November bei Bombenanschlägen an zwei Bushaltestellen ein Jugendlicher getötet und mindestens 18 weitere Menschen verletzt.

Bund und Länder einig: 49-Euro-Ticket soll zum 1. Mai kommen

Nach langem Hin und Her haben sich Bund und Länder auf eine Einführung des 49-Euro-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr zum 1. Mai geeinigt. Die deutschlandweit gültige Monatskarte solle ab dem 3. April verkauft werden, teilte das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium am Freitag mit. In der Sitzung der Verkehrsminister von Bund und Ländern sei "über die wirklich wichtigen Punkte eine endgültige Verständigung erreicht" worden, sagte NRW-Ressortchef Oliver Krischer (Grüne), derzeit Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz.

Der Vereinbarung zufolge soll die Fahrkarte auch als sogenanntes Jobticket angeboten werden, bei denen Arbeitgeber für ihre Mitarbeitenden einen Teil der Kosten übernehmen. Betrage der Arbeitgeberzuschuss mindestens 25 Prozent, werde auf den Ausgabepreis ein "Übergangsabschlag" von fünf Prozent gewährt, erklärte das NRW-Verkehrsministerium.

ARCHIV - 23.12.2022, Berlin: Zahlreiche Reisende steigen am Hauptbahnhof in einen ICE-Zug der Deutschen Bahn. Digital, g
Ab dem 1. Mai sollen Menschen bundesweit für 49 Euro monatlich Bus und Bahn fahren können.Bild: dpa / Monika Skolimowska

Pistorius: Keine Kampfjet-Lieferungen

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat der Lieferung von Kampfflugzeugen an die Ukraine eine Absage erteilt. "Ich halte das für ausgeschlossen", sagte der SPD-Politiker der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenendausgabe). "Kampfflugzeuge sind viel komplexere Systeme als Kampfpanzer und haben eine ganz andere Reichweite und Feuerkraft. Da würden wir uns in Dimensionen vorwagen, vor denen ich aktuell sehr warnen würde."

Mehr über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine liest du hier.

Proteste gegen Flüchtlingsunterkunft laufen aus dem Ruder

Ein Protest gegen den Beschluss zum Bau einer Flüchtlingsunterkunft in Mecklenburg hat am Donnerstagabend zu Tumulten geführt. Die Kreistagssitzung musste von der Polizei geschützt werden.

Mit Trillerpfeifen und Megafon machen Demonstranten ihrem Protest gegen den Bau einer Flüchtlingsunterkunft in einem Mecklenburger 500-Seelendorf Luft. Es fliegt Pyrotechnik, Nebeltöpfe werden gezündet. Nur mit einem Großaufgebot kann die Polizei verhindern, dass sich die Menschen Zugang zum Kreistagsgebäude in Grevesmühlen verschaffen, in dem über den Bau beraten wird. Die Fernsehbilder von der Protestaktion, an der sich am Donnerstag Behördenangaben zufolge zwischenzeitlich bis zu 700 Menschen beteiligten, wirken bedrohlich. Die Polizei hatte ihre Kräfte vor Ort kurzfristig von 60 auf 120 verdoppelt, um die Lage unter Kontrolle halten zu können. Es gelang ihr, mit Mühe.

Wie in Nordwestmecklenburg mehren sich auch in anderen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns die Proteste. In vielen Kommunen sind die Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtenden erschöpft. Wohnungen sind Mangelware. Nun sollen Container-Dörfer errichtet werde, unter anderem in Upahl zwischen Wismar und Grevesmühlen. 400 Menschen sollen dort Zuflucht finden. Das Dorf zählt wenig mehr als 500 Bewohner.

14-Jähriger in Wunstorf starb wegen "stumpfer Gewalt"

Im Fall des getöteten 14-jährigen Jungen aus dem niedersächsischen Wunstorf steht stumpfe Gewalteinwirkung als Todesursache fest. "Das ist das Ergebnis des Obduktionsberichtes", sagte Can Türkay, Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, am Freitag. Die zuständige Jugendrichterin hatte am Donnerstag Untersuchungshaft für den gleichaltrigen Verdächtigen angeordnet, weil das Mordmerkmal der Heimtücke – wie beantragt – gesehen werde.

Das 14-jährige Opfer sei arg- und wehrlos gewesen, hatten die Ermittler ihre Sicht dazu erläutert. Der Tatverdächtige sei in die Jugendanstalt Hameln gebracht worden. Dennoch sind in dem Fall viele Fragen weiterhin offen. Unklar ist etwa das Motiv für das Verbrechen.

26.01.2023, Niedersachsen, Wunstorf: Blumen liegen an einer Tannenbaumschonung und einem Brachgel�nde in Wunstorf-Blumenau in der Region Hannover. Nach dem Fund der Leiche eines 14-j�hrigen Jungen in  ...
Die Leiche des getöteten Jungen lag unweit seines Elternhauses. Bild: dpa / Julian Stratenschulte

Der Vater des Getöteten hatte seinen Sohn am Dienstagabend als vermisst gemeldet, weil er nicht von einem Treffen mit einem ebenfalls 14-Jährigen aus Wunstorf nach Hause zurückgekommen war. Erst am Mittwoch war die Leiche des vermissten Jungen auf einem Brachgelände in der Ortschaft Wunstorf-Blumenau entdeckt worden.

Djokovic folgt Tsitsipas ins Finale der Australian Open

Tennisstar Novak Djokovic ist nur noch einen Sieg vom Grand-Slam-Rekord entfernt. Der 35 Jahre alte Serbe setzte sich bei den Australian Open im Halbfinalmatch am Freitag gegen den US-Amerikaner Tommy Paul nach anfänglichen Problemen letztlich souverän durch.

Sollte Turnierfavorit Djokovic in seinem 33. Grand-Slam-Finale am Sonntag (9.30 Uhr MEZ/Eurosport) gegen Stefanos Tsitsipas gewinnen, würde er mit seinem 22. Titel bei einem Major-Turnier mit Rekordhalter Rafael Nadal aus Spanien gleichziehen. Der Sieger löst zudem den verletzt abwesenden Spanier Carlos Alcaraz als Nummer eins der Weltrangliste ab.

Novak Djokovic of Serbia celebrates after defeating Tommy Paul of the U.S. in their semifinal at the Australian Open tennis championship in Melbourne, Australia, Friday, Jan. 27, 2023. (AP Photo/Ng Ha ...
Novak Djokovic könnte bald der erfolgreichste Tennisspieler aller Zeiten sein.Bild: AP / Ng Han Guan

Dazn-Kommentator stirbt mit nur 24 Jahren

Der Fußball-Kommentator Christian Scherpe ist mit gerade einmal 24 Jahren überraschend gestorben. Das bestätigt sein Heimatverein FC Adler Meindorf mit einem traurigen Post auf Instagram am Donnerstagabend. "Mit großer Bestürzung und Sprachlosigkeit haben wir vom Tod unseres Spielers Christian Scherpe im Alter von nur 24 Jahren erfahren", heißt es dort. Über die Todesursache ist noch nichts bekannt.

Scherpe kam erst Ende 2022 zum Streamingdienst Dazn und feierte sein Kommentatoren-Debüt beim spanischen Ligaspiel zwischen Real Betis und Athletic Bilbao.

Holocaust Gedenktag: Erstmals auch queere Opfer Thema

Mit einer feierlichen Gedenkstunde hat der Bundestag am Freitag zum Holocaust-Gedenktag der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung gedacht. Zum ersten Mal standen dabei verfolgte Homosexuelle und weitere Angehörige sexueller Minderheiten im Mittelpunkt. Diese Opfergruppe habe "lange um ihre Anerkennung kämpfen" müssen, sagte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) in ihrer Rede.

Viele homosexuelle Männer seien in der NS-Zeit zu langen Haftstrafen verurteilt, zur Sterilisation gezwungen und oft auch in Konzentrationslagern ermordet worden, erinnerte Bas. Doch "auch lesbische Frauen waren vor Verfolgung keineswegs sicher", fügte sie hinzu. Zudem habe für queere Menschen auch das Ende des Nationalsozialismus kein Ende staatlicher Verfolgung gebracht, das Verbot der Homosexualität galt weiter. Erst 1994 sei der Strafrechtsparagraf 175 vollständig gestrichen worden.

Der 27. Januar ist der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz in Polen durch sowjetische Truppen 1945. 1,3 Menschen wurden von den Nationalsozialisten dorthin deportiert und meist gleich nach ihrer Ankunft ermordet, darunter etwa eine Million Jüdinnen und Juden. Auschwitz ist "Inbegriff des Holocaust", sagte Bas.

(nik/jab/dpa)

Ukrainische Politikerin durch Kopfschuss auf offener Straße getötet
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Im Westen der Ukraine ist die wegen ihrer antirussischen Äußerungen bekannte rechtsnationalistische frühere Parlamentsabgeordnete Iryna Farion durch einen Schuss in den Kopf getötet worden. Die 60-Jährige erlag in Lwiw (Lemberg) im Krankenhaus ihren Verletzungen. Die Polizei und Geheimdienstmitarbeiter seien auf der Suche nach dem Täter, sagte der ukrainische Innenminister Ihor Klymenko.

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