Historisch: Die Raptors aus Toronto haben als erste Team aus Kanada den NBA-Titel geholt.
Historisch: Die Raptors aus Toronto haben als erste Team aus Kanada den NBA-Titel geholt.Bild: imago images / ZUMA Press / armando arorizo

Die Toronto Raptors sind NBA-Champions – so feiert Drake sein Lieblingsteam

14.06.2019, 10:21

Die Toronto Raptors sind zum ersten Mal NBA-Champion. Die Kanadier besiegten im Finale Titelverteidiger Golden State Warriors. Edel-Fan Drake feierte ausgelassen sein Lieblingsteam und widmet dem historischen Finalsieg zwei Songs.

Mit Skibrillen und Champagner-Duschen feierte der Final-Außenseiter um Anführer Kawhi Leonard nach der Schlusssirene die erste Baketball-Meisterschaft in der 24-jährigen Teamgeschichte. "Ich wollte hier Geschichte schreiben. Und das habe ich getan", sagte der völlig durchnässte Leonard nach dem 114:110-Erfolg bei Titelverteidiger Golden State Warriors, der die Endspielserie im sechsten Duell entschied.

In der kanadischen Metropole selbst gab es in der Nacht zum Freitag ein Feuerwerk, als tausende Menschen auf den Straßen ihre Raptors feierten. Es war der erste Triumph einer kanadischen Mannschaft in einer der großen Teamsportarten Nordamerikas, seit die Toronto Blue Jays vor 26 Jahren die World Series im Baseball gewannen.

Die Fans feierten auf den Straßen.
Die Fans feierten auf den Straßen.Bild: imago images / Icon SMI / julian avram

Der 27 Jahre alte Leonard wurde als wertvollster Spieler (MVP) der Finalserie ausgezeichnet und konnte mit seinen Leistungen in den Playoffs seinen Status als einer der Topstars der nordamerikanischen Profiliga zementieren. "Das ist es, wofür ich Basketball spiele", sagte Leonard. In Spiel sechs erzielte er 22 Punkte, Kyle Lowry brachte es auf 26 Zähler.

Leonard, der 2014 bereits mit den San Antonio Spurs den NBA-Titel holte, kam auf insgesamt 732 Punkte in den diesjährigen NBA-Playoffs. Nur Michael Jordan (759) und LeBron James (748) konnten mehr Playoff-Punkte in einer Saison verbuchen.

Drake feiert mit Kanada-Flagge und widmet dem NBA-Titel der Raptors zwei Songs

Drizzy, Raptors-Superfan, war völlig aus dem Häuschen, feierte sein Lieblingsteam nach dem Sieg. Stolz hielt er die Kanada-Flagge hoch. Er war natürlich live vor Ort in der Oracle Arena in Oakland.

"Wir haben das mit dem Herzen gemacht. Wir haben das aus Liebe gemacht", sagte er in einem Interview nach dem Spiel in der Mixed Zone: "Wir haben es geschafft."

"This night belongs to Toronto!"

Der leidenschaftliche Fan hat auf Instagram außerdem angekündigt dem historischen, ersten NBA-Titel der Raptors zwei Songs zu widmen: "Omertà" und "Money In The Grave" featuring Rick Ross. Beide Lieder sollen noch am Freitag, den 14. Juni herauskommen.

Drake durfte sogar mit der NBA-Trophy schmusen.

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Achtung: Auf Youtube finden sich zwar schon Videos, die mit "Drake - Omertà" und "Drake - Money In The Grave" betitelt sind, dahinter verbergen sich aber Songs anderer, unbekannter Musiker, die den Hype als Trittbrettfahrer ausnutzen, um ihre Musik zu bewerben.

So lief das Spiel

Ohne den verletzten Kevin Durant versuchten die Warriors alles, um ein entscheidendes siebtes Spiel zu erzwingen. Klay Thompson überzeugte mit 30 Punkten, Draymond Green brachte es mit elf Punkten, 13 Assists und 19 Rebounds auf ein sogenanntes Triple-Double. Der 29 Jahre alte Thompson verdrehte sich allerdings bei einer unglücklichen Landung das linke Knie und musste das Spiel gegen Ende des dritten Viertels verlassen.

Der Verlust eines weiteren Stars war schmerzlich für Golden State, doch Green und Stephen Curry (21 Punkte) hielten die Warriors weiter im Spiel. Curry hatte kurz vor Schluss beim Stand von 110:111 sogar die Möglichkeit, sein Team in Führung zu bringen. Der Dreier-Versuch des zweimaligen Liga-MVP verfehlte sein Ziel. Golden State nahm fälschlicherweise eine Auszeit, die sie nicht mehr hatten. Mit lediglich 0.9 Sekunden auf der Uhr war die Entscheidung gefallen.

Für den Meister der vergangenen zwei Jahre war es so ein bitterer Abschied aus ihrer Heim-Arena. Nach 47 Jahren zieht das Team zur nächsten Saison ins Chase Center nach San Francisco um. Die letzte große Party mit dem "Threepeat" genannten Titel-Hattrick fiel für die Warriors jedoch aus.

(as/dpa)

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