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Javier Martinez mit Sportdirektor Brazzo.Bild: Pressefoto M.i.S./Pool / imago images

Verrät Zukunftspläne: Auch dieser Bayern-Star sagt "Adios"

08.06.2021, 15:36
Johanna Ewald

40 Millionen Euro zahlte der FC Bayern damals für den Transfer von Javi Martínez an Athletic Bilbao, damals eine Bundesliga-Rekordsumme. Heute, neun Jahre später, verlässt der Spanier den Münchner Club.

Wie es weitergeht? "Ich bin offen in alle Richtungen und schaue nach der besten Option für mich. Ich weiß es noch nicht, werde diese Entscheidung im Sommer daheim in Ayegui treffen", erzählt er in einem Gespräch mit der Sportzeitschrift "Kicker". Mittlerweile ist Javi Martínez 32, Familienvater. Sein einstiger Doppel-Sechs-Partner Bastian Schweinsteiger genießt bereits seine Profisportler-Rente. Martìnez hat sich darüber noch keine Gedanken gemacht: "Meine Beine entscheiden. Ein Jahr, drei, zehn? Mal schauen. Aber ich will auch nach meiner Karriere körperlich auf der Höhe sein."

Eine Rückkehr zu Athletic Bilbao gilt als wahrscheinlichste Option. Doch erstmal hat der 32-Jährige andere Pläne: "Ich möchte den Jakobsweg definitiv einmal gehen, das ist sicher eine wertvolle Erfahrung. Vielleicht gehe ich ihn zusammen mit meiner Mutter, sie würde sich das wünschen", sagte er im Bayern-Mitgliedermagazin, "51". Sein Heimatort Ayegui liegt an der 100-Kilometer-Marke des Pilgerwegs

Javi Martínez, der Spieler mit Bayerns höchster Siegquote

"Es war eine unglaubliche Ehre, neun Jahre hier spielen zu dürfen", so Martínez. "Im Fußball ist leider nichts für immer, daher ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, Servus zu sagen. Aber mein Herz wird immer diesem Verein gehören. Es wäre ein Traum, eine offizielle Legende des FC Bayern zu werden", kommentierte er seinen Abschied.

Ein berechtigter Wunsch. Neun Jahre München, neun Jahre den Meisterschaftstitel. Dazu noch zweimal die Champions League, fünfmal den Pokalsieg. Laut dem FC Bayern hat kein anderer Spieler eine so hohe Siegquote wie der Spanier: 136 seiner Bundesliga-Spiele gewann Martínez, 64 Prozent seiner Zweikämpfe. Ende 2013 war er zeitgleich amtierender Welt- und Europameister, DFB-Pokal-, Champions-League- und Uefa-Super-Cup-Sieger sowie Klub-Weltmeister.

Ex-Bayern-Spieler bedauert Abschied

Bereits nach seiner ersten Saison feierte der FC Bayern das erste Triple der Vereinsgeschichte. Noch eines sollte folgen. "Bei einem so großen Verein musst du jeden Tag deine Leistung bringen – und in meinen Augen ist der FC Bayern einVerein, den man nicht verlässt, wenn man nicht wirklich gute Gründe hat." Mit ihm gehen zwei weitere Spieler, die den Verein prägten: David Alaba und Jérôme Boateng. Ein Abschied vor vollem Stadion blieb aus: Corona. "Nicht auf Wiedersehen sagen zu können ist bitter und traurig." Doch auch danach wolle er öfter nach München kommen. "Ich fühle mich hier zu Hause."

Zum Abschied veröffentlichte der Verein eine Dokumentation über Javi Martìnez.

FC Bayern: Niko Kovač mit Seitenhieb gegen seinen Ex-Verein

Für den FC Bayern München läuft es seit dem Re-Start bislang alles andere als optimal. Zwar befindet man sich aktuell noch an der Tabellenspitze, in den vergangenen drei Spielen kam der deutsche Rekordmeister allerdings nie über ein Unentschieden hinaus. Der Abstand zum Tabellenzweiten Union Berlin ist sogar auf einen Zähler geschrumpft.

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