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Champions League, Chelsea-Munich, London Feb 25, 2020. Thomas MUELLER, M

Blickt auf eine erfolgreiche und turbulente Karriere zurück: Thomas Müller. Bild: imago images / ActionPictures

Thomas Müller: Wie er seine erste Verhandlung mit einem Profi-Verein selbst torpedierte

Bayern-Star und Ex-Nationalspieler Thomas Müller bringt eine Biografie heraus. Sein neues Buch "Mein Weg zum Fußballprofi" wird ab Montag im Laden erhältlich sein.

Der Fußballprofi hat das Buch zusammen mit "Welt"-Sportjournalist Julien Wolff geschrieben. Es geht darin um Müllers Zeit in der Jugend des FC Bayern, seine ersten Angebote von Profiteams und gibt persönliche Anekdoten zum Besten. Die "Welt" und die "Bild" haben am Samstag einige Anekdoten aus dem Buch veröffentlicht.

In den Verhandlungen mit Augsburg beschrieb Müller sich als zu langsam

So erfährt der Leser in "Mein Weg zum Fußballprofi", wie sich Thomas Müller in seiner ersten Verhandlung mit einem Profi-Verein nicht gerade professionell anstellte.

Sein erstes Angebot für einen Profivertrag bekam Müller während seiner Zeit bei der U19 des FC Bayern. Der damalige Zweitligist FC Augsburg wollte sich das junge Offensivtalent sichern. Er traf sich gemeinsam mit seinem Berater mit Sportdirektor Andreas Rettig.

In dem Buch heißt es: "In meiner unbefangenen Art sage ich, dass ich nicht der Schnellste bin. Ludwig schaut mich streng von der Seite an. Später sagt er mir: 'Du kannst doch nicht sagen, dass du nicht schnell bist! Du schießt Tore wie am Fließband, das ist doch das Entscheidende.' Heute lachen wir darüber."

Thomas Müller war als Jugendspieler wie als Erwachsener ein richtiger Goalgetter. In der A-Jugend erzielte er einmal 26 Spielen 18 Tore. Beim TSV Pähl, wo seine Karriere anfing, schoss Müller gar einmal 120 Tore in einer Saison, wie sein damaliger Trainer später der "FAZ" bestätigte.

Die Karriere des Offensivspielers Thomas Müller hätte aber laut seinen eigenen Aussagen auch anders verlaufen können.

Müllers schwarzer Tag in der Innenverteidigung

In seinem Buch berichtet Müller: Er musste bei einem Turnier in der U14 in die Innenverteidigung, als sich ein Abwehrspieler verletzt hatte. Die Bayern gewannen mit Müller als Abwehrchef das Turnier, sodass er etwa ein Dreivierteljahr auf dieser Position blieb.

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Das Buch von Thomas Müller ist ab Montag erhältlich. Bild: PR

Erst als er in einem Spiel gegen Rosenheim einen schwarzen Tag erwischte, änderte sich das.

Als die Bayern 0:2 zurücklagen, schickte ihn der Trainer in den Sturm. Die Mannschaft drehte daraufhin die Partie.

Müller schreibt: "Wer weiß: Wäre diese Halbzeit in Rosenheim nicht gewesen, wäre ich heute vielleicht immer noch Innenverteidiger. Auf jeden Fall bin ich froh, dass es so gekommen ist und ich vorn unterwegs bin."

(vdv)

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