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Markus Kauczinski ist seit 2019 Trainer von Dynamo Dresden.Bild: imago images/foto2press/ Oliver Zimmermann
Bundesliga

Dresden-Trainer schnauzt Sky-Reporter an: "Wollen Sie mich verarschen?"

22.06.2020, 12:1222.06.2020, 15:01

Die Nerven liegen blank bei Dynamo Dresden, der achtmalige DDR-Meister steht vor dem Abstieg in die 3. Liga.

Einen Spieltag vor Ende der Zweitliga-Saison steht das Team mit 31 Punkten und einem Torverhältnis von minus 26 auf dem letzten Tabellenplatz der 2. Bundesliga. Eine Chance, am kommenden Sonntag noch den Relegationsplatz 16 zu erreichen, besteht nur noch theoretisch.

Dort rangiert der Karlsruher SC, der überraschend gegen Meister Bielefeld einen Punkt holte, mit 34 Punkten und einem um 14 Treffer besseren Torverhältnis als Dynamo. Dazwischen, auf Rang 17, steht Wehen Wiesbaden mit 31 Punkten und einer Tordifferenz von minus 22.

Dynamo Dresden: Nur noch theoretische Chance auf den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga

Sprich, Dresden müsste am finalen Spieltag sein Heimspiel gegen den VfL Osnabrück sehr hoch gewinnen, während die Konkurrenz jeweils sehr hoch verlieren müsste. Dann könnte es noch klappen mit dem Klassenerhalt. Doch daran glaubt fast niemand mehr.

Marco Hartmann Dresden, 6 nach dem Abpfiff beim Spiel SV Sandhausen vs Dynamo Dresden in der 2. Fussball Bundesliga am 21.06.2020, DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AN ...
Enttäuschung nach dem 1:0-Sieg gegen Sandhausen: Marco Hartmann, 32, trägt sei 2013 das Trikot von Dynamo Dresden.Bild: imago images/Eibner/mihcael bermel

Am vergangenen Sonntag wahrte die Mannschaft zwar mit einem 1:0-Sieg gegen Sandhausen die Minimalchance auf die Relegation, doch Hoffnung hat niemand mehr so recht. Dresdens Mittelfeldspieler Marco Hartmann wählte nach dem Abpfiff bereits Abschiedsworte: "Wir wollten rausgehen und unsere Ehre zeigen. Wir haben gewonnen und können mit Stolz gehen."

Live im TV: Dresden-Trainer Markus Kauczinski schnauzt Sky-Reporter an

Auch Dynamos Trainer Markus Kauczinski ist sich sicher, dass es das gewesen ist. Einzig Sky-Reporter Marcus Lindemann schien die theoretische Chance der Dresdener noch in Betracht zu ziehen. Nach Abpfiff interviewte Lindemann Kauczinski und versuchte, dem Trainer noch einen Hoffnungsschimmer zu entlocken.

Daraus entwickelte sich ein denkwürdiger und skurriler TV-Moment.

Das Gespräch im Wortlaut:

Erregt: Markus Kauczinski fühlte sich etwas provoziert von den Fragen.
Erregt: Markus Kauczinski fühlte sich etwas provoziert von den Fragen.screenshot: sky/twitter

Lindemann: "Herr Kauczinski, was ist dieses 1:0 wert?"

Kauczinski: "Ja nichts."

Lindemann: "Heißt?"

Kauczinski: "Ja, wir sind abgestiegen oder hab ich irgendwas nicht mitgekriegt?"

Lindemann: "Ich habe zusammengerechnet: Drei Punkte Rückstand und das um 14 schlechtere Torverhältnis im Vergleich zum KSC."

Kauczinski: "Soll das ein Witz sein oder was? Wollen Sie mich hier verarschen oder was?"

Lindemann: "Das hat nichts damit zu tun, also rein theoretisch wäre es noch möglich."

Kauczinski: "Alles klar."

Auch Dresden-Profi Hartmann musste sich vom selben Sky-Reporter nach dem Abpfiff ähnliche Fragen zu einem Was-wäre-wenn-Szenario gefallen lassen – und bekam ähnlich entnervte Antworten:

(as)

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