Chelsea v Crystal Palace - Premier League - Stamford Bridge Timo Werner during the Premier League match at Stamford Bridge, London. EDITORIAL USE ONLY No use with unauthorised audio, video, data, fixt ...
Timo Werner gewann im Mai mit dem FC Chelsea die Champions League. Bild: www.imago-images.de / Mark Pain
Bundesliga

Beraterstreit enthüllt: Timo Werner hatte wohl schon beim FC Bayern unterschrieben

24.09.2021, 12:51

Berater im Fußball haben nur selten einen wirklich guten Ruf. Immer wieder machen Gerüchte und Spekulationen von dubiosen Deals und wahnsinnige Provisionen die Runde. Berater gelten in der öffentlichen Wahrnehmung als geldgierig und egoistisch. Immer nur das eigene Wohl im Blick, selten die Entwicklung und persönlichen Belange ihres Klienten.

Zwei dieser Berater liefern sich aktuell einen Streit um Transferprovisionen vor Gericht. Im Mittelpunkt der Streitereien stehen dabei vor allem die Transfers von DFB-Star Niklas Süle zum FC Bayern und von Timo Werner zum FC Chelsea. Doch viel pikanter als der eigentliche Streit um Provisionen ist, wie der Wechsel von Werner nach London zustande kam.

Laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins "Spiegel" und der "Bild"-Zeitung soll Werner schon während der Saison 2018/19 einen Vorvertrag beim FC Bayern unterschrieben haben. Demnach wäre der DFB-Star zum 1. Juli 2020 von RB Leipzig zum Rekordmeister gewechselt.

Uli Hoeneß fädelte Werner-Deal ein

Damals gab es immer wieder Gerüchte über einen Wechsel des ehemaligen RB-Stürmers. Werner selbst sagte nach einem Auswärtsspiel in München im Winter 2018: "Wenn man in Deutschland bei RB Leipzig spielt und in Deutschland bleiben will, hat man eigentlich nur einen Verein, wo man hinwechseln kann." Und meinte damit den FC Bayern.

Nur die Bayern-Bosse um Sportchef Hasan Salihamidzic und dem damaligen Bayern-Coach Niko Kovac sollen vom Angreifer nicht endgültig überzeugt gewesen sein. Den Deal soll Bayerns damaliger Präsident Uli Hoeneß eingefädelt haben.

"Timo Werner hatte still und heimlich auf Drängen des Klägers – der Spieler war davon nicht zu sehr begeistert – zwischenzeitlich bereits bei dem FC Bayern München einen befristeten Arbeitsvertrag ... unterschrieben."
Spiegel-Bericht

"Timo Werner hatte still und heimlich auf Drängen des Klägers – der Spieler war davon nicht zu sehr begeistert – zwischenzeitlich bereits bei dem FC Bayern München einen befristeten Arbeitsvertrag … unterschrieben", heißt es laut dem Nachrichtenmagazin.

Werner soll laut "Spiegel"-Infos "widerwillig unterschrieben" haben und erfuhr wohl erst nach seiner Unterschrift von der Ablehnung des Transfers von Kovac und Salihamidžić erfahren haben.

Daraufhin bat er Förster "vehement", den Vertrag zu annullieren und wechselte schlussendlich zum FC Chelsea. Weder die Münchner noch Timo Werder wollten sich bisher zu dem Vorfall äußern. Försters Anwalt erklärte lediglich, dass er seinen Mandanten zu keinen Unterschriften dränge.

(lgr)

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