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FC Bayern: Thomas Müller zeigt ungewöhnliche Reaktion nach Pleite in Bochum

Bayern's Thomas Mueller reacts after losing the German Bundesliga soccer match between VfL Bochum and FC Bayern Munich in Bochum, Germany, Sunday, Feb. 18, 2024. (AP Photo/Martin Meissner)
Thomas Müller stand bei der Niederlage des FC Bayern in Bochum 85 Minuten auf dem Feld.Bild: AP / Martin Meissner
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FC Bayern: Thomas Müller reagiert ungewöhnlich auf Bochum-Pleite

19.02.2024, 10:06
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Der FC Bayern befindet sich in einer handfesten Krise. Nach den beiden Niederlagen gegen Bayer Leverkusen (0:3) sowie Lazio Rom (0:1) feierten die Münchener gegen den VfL Bochum zwar mal wieder eigene Torerfolge, mussten sich am Ende aber dennoch mit 2:3 geschlagen geben.

Drei Pleiten in Folge, das gab es für die mit Siegen und Titeln verwöhnten Bayern letztmals im Mai 2015, als die von Pep Guardiola trainierte Mannschaft erst aus dem DFB-Pokal und dann aus der Champions League ausschied. Immerhin aber war sie zu dem Zeitpunkt schon Deutscher Meister. Das erscheint in dieser Saison fast schon utopisch.

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Ob er noch an die Meisterschaft glaube, wurde Leon Goretzka nach dem Spiel am Sonntag bei Dazn gefragt. "Jetzt gerade ist es schwer, das mit 'Ja' zu beantworten", sagte er ehrlich: "Es fühlt sich im Moment einfach wahnsinnig strange an, dass einfach alles gegen uns läuft."

Thomas Müller ringt um die richtigen Worte zur Bayern-Krise

Auch Thomas Tuchel gestand, dass es "jetzt gerade nicht so realistisch" sei, dass der FCB den Titel abermals verteidigt. Abschenken wolle er die Bundesliga nun dennoch nicht: "Letzte Saison haben wir bis zum Schluss daran geglaubt und wurden dafür belohnt. Deswegen werden wir das aufrechterhalten."

Ein Mann, der für gewöhnlich ebenjenen Willen verkörpert wie kaum ein anderer, ist Thomas Müller. In Bochum stand der Routinier erneut in der Startelf, wurde erst in der Schlussphase ausgewechselt. Den ganz großen Widerstand gegen die sportliche Krise ließ aber auch er vermissen. Und auch nach dem Spiel überraschte der 34-Jährige.

Denn der sonst so meinungs- wie lautstarke Müller war nach der dritten Niederlage in Folge nahezu sprachlos. "Eine Woche zum Vergessen. Es ist schwer, die richtigen Worte für unsere Gefühlslage zu finden. Wir müssen besser werden, auch wenn das momentan schwierig erscheint", schrieb der Rio-Weltmeister auf Instagram.

Die Wahl der dazugehörigen Hashtags gab indes durchaus einen kleinen Einblick in seine Gefühlswelt. "In guten wie in schlechten Zeiten", schrieb er, aber auch "zusammenhalten", "wieder aufstehen" und "wenn's scheiße läuft, läuft's scheiße".

Gerade letzteres klang auch bei der Analyse von Tuchel unmittelbar nach dem Schlusspfiff durch. "Heute war so ein bisschen Murphys Law, was gegen uns laufen kann, ist gegen uns gelaufen", ärgerte sich der Trainer.

Abgesehen vom Ergebnis hat Tuchel nämlich auch viel Gutes gesehen. Die Bayern hätten sich "vier, fünf, sechs Großchancen" erspielt "und das Spiel dominiert". Im Vergleich zu den Pleiten zuvor sah er zudem noch eine andere, wichtige Entwicklung: "Anders als in Rom oder Leverkusen haben wir nie aufgehört, dran zu glauben."

Die Bayern-Führung wiederum hat ihren Glauben an Tuchel (noch) nicht verloren. Laut Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen habe der Coach "selbstverständlich" weiterhin eine Zukunft in München. "Das ist kein Thema, mit dem wir uns aktuell beschäftigen." Zumindest vorerst nicht.

Leverkusen ist Meister: Bayern kassieren Spott für Glückwünsche

Es ist von deutschen Fußball-Fans ein gern angeführter Satz in den letzten Monaten: "Ein elfjähriges Kind kennt nur den FC Bayern München als Deutschen Meister." Das hat sich am Sonntag geändert. Fünf Spiele vor Saisonende konnte sich Bayer Leverkusen die Meisterschaft sichern.

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