Bayern-Torwart Manuel Neuer (l.) und der neue Bundestrainer und Ex-Bayer-Coach Hansi Flick.
Bayern-Torwart Manuel Neuer (l.) und der neue Bundestrainer und Ex-Bayer-Coach Hansi Flick.Bild: www.imago-images.de / Frank Hoermann
Bundesliga

So haben Neuer und Flick geholfen, damit Robert Lewandowski Weltfußballer wird

18.01.2022, 13:43

Ende November musste Robert Lewandowski noch eine große Enttäuschung hinnehmen, als er sich bei der Verleihung des Ballon d'Or nur mit dem zweiten Platz hinter Lionel Messi begnügen musste. Jetzt hat der Pole aber Grund zum Jubeln. Er verteidigte den Titel aus dem letzten Jahr und wurde erneut zum FIFA-Weltfußballer gewählt – vor Lionel Messi.

Mit 48 Punkten setzte sich Lewandowski gegen Lionel Messi durch, der insgesamt vier Zähler weniger erhalten hat. Eine große Hilfe dabei waren Lewandowskis Mannschaftskamerad Manuel Neuer und Ex-Trainer Hansi Flick.

Taktisches Wahlverhalten bei Messi und Lewandowski?

Beide waren bei der Wahl der FIFA stimmberechtigt. Neuer als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, Flick als Bundestrainer. Dazu durfte aus jedem Land ein Journalist seine drei Favoriten nennen und auch die Fans konnten abstimmen.

Flick und Neuer setzten Lewandowski bei ihrer Abstimmung jeweils auf Rang 1. Zusätzlich verzichteten beide in ihrer Top-3 auf Lionel Messi, was dem Argentinier wichtige Punkte kostete. Allerdings wählte wohl auch Messi sehr taktisch. Lewandowski erhielt keinen Einzug in die Top-3 des Paris-Spielers. Er setzte seine Vereinskollegen Neymar und Kylian Mbappé an Platz eins und zwei und komplettierte sein Top-Trio durch Karim Benzema.

Aber auch Lewandowski gönnte Messi nicht den ersten Platz in seiner Abstimmung als polnischer Nationalmannschaftskapitän. Vermutlich auch aus wahltaktischen Gründen setzte er seinen stärksten Konkurrenten "nur" auf Rang zwei. Für Lewandowski war Chelseas Jorginho der beste Spieler 2021.

Am Ende ging es aus Lewandowskis Sicht gut. Er gewann die Wahl erneut, was auch beim FC Bayern München für Freude sorgte. Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn jubelte: "Robert Lewandowski ist ein Phänomen: Hat er einen Gipfel erreicht, denkt er schon wieder an den nächsten. Es ist daher mehr als gerechtfertigt, dass er den Titel als FIFA-Weltfußballer zum zweiten Mal in Serie gewonnen hat."

Lewandowski schon wieder auf Rekord-Kurs

Besonders die 41 Tore in der vergangenen Bundesliga-Saison dürften mit Ausschlag für den Gewinn gewesen sein. Damit brach Lewandowski einen alten Rekord von Gerd Müller, der mit 40 Toren in einer Saison für lange Zeit eine Bestmarke aufgestellt hatte. Aktuell ist Lewandowski auf einem ähnlichem Kurs. Nach 19 Partien steht er bei 23 Toren. Damit könnte er bereits die nächste Auszeichnung anvisieren.

(stu)

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