Oliver Mintzlaff (r.) jubelt emotional mit Leipzig-Trainer Domenico Tedesco.
Oliver Mintzlaff (r.) jubelt emotional mit Leipzig-Trainer Domenico Tedesco.Bild: www.imago-images.de / imago images
DFB-Pokal

DFB-Pokal: RB-Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff spricht über Tränen-Jubel nach Finaleinzug

21.04.2022, 11:2221.04.2022, 13:55

Nach 2021 und 2019 hat RB Leipzig zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte das Finale des DFB-Pokals erreicht. Durch einen 2:1-Sieg über Union Berlin zogen die Leipziger ins Endspiel ein und können nun am 21. Mai den ersten Titel überhaupt für RB gewinnen.

Nach Schlusspfiff der 90 Minuten war der Jubel besonders auf Leipziger Seite groß. Erst in der 92. Minute hatte der für Dominik Szoboszlai eingewechselte Mittelfeldspieler Emil Forsberg RB zum Sieg geköpft. Leipzig-Trainer Domenico Tedesco lobte den Schweden deshalb: "Emil ist seit sieben Jahren hier. Er ist eine Fahne, eine Legende. Und dann entscheiden zu müssen, dass er jetzt nicht spielt, weil Szobo einfach super drauf ist aktuell, ist schon schwierig."

Mintzlaff nach Abpfiff emotionalisiert

Tedesco soll Forsberg sogar "schon mit auf den Weg gegeben" haben, "dass er das Spiel entscheiden kann". Folglich erklärte der Trainer Forsberg auch scherzhaft zum neuen "Zielspieler" und gab die Marschroute heraus: "Ab sofort immer Flanke auf Forsberg."

Aber nicht nur Forsberg stand im Mittelpunkt der Leipziger Euphorie. Auch für Geschäftsführer Oliver Mintzlaff gab es nach dem Schlusspfiff kein Halten mehr. Sichtlich emotionalisiert rannte er zu Trainer Domenico Tedesco, drückte ihn, die anderen Trainer und die Spieler mehrfach herzlich. Besonders bei Tedesco wurde Mintzlaff emotional, hatte Tränen im Gesicht, als sie beide miteinander sprachen.

Später erklärte sich Mintzlaff lächelnd am Sky-Mikrofon: "Das ist Gänsehaut, spannender kann ein Pokalabend nicht sein. Das ist schon überwältigend. Da fällt natürlich schon Druck ab. Das sind Momente, die muss man genießen." Danach wurde auch Tedesco auf den Gefühlsausbruch von Mintzlaff angesprochen: "Er hat sich natürlich extrem gefreut. Das war einfach sehr, sehr emotional."

Bereits vor rund einem Monat kämpfte der RB-Boss auf einer Pressekonferenz mit den Tränen. Damals wehrte er sich gegen die Kritik, dass sich RB Leipzig nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine nicht öffentlich äußerte und zunächst offen ließ, ob sie in er Europa League gegen Spartak Moskau spielen werden. Schlussendlich wurden alle russischen Teams aus Uefa-Wettbewerben ausgeschlossen. Leipzig trifft im Halbfinale des Europa League in zwei Wochen auf Braga.

Und in etwas mehr als vier Wochen (21. Mai) wollen die Leipziger nach dem Pokalfinale gegen Freiburg den nächsten Grund haben, um Freudentränen zu verdrücken.

(stu)

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