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EM 2024: DFB-Team kämpft vor Schweiz-Duell mit Problemen

Jamal Musiala jubelt nach 1:0 mit Maximilian Mittelst
Die deutsche Nationalmannschaft ist mit zwei Siegen in die EM gestartet. Bild: imago images/ Contrast
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EM 2024: Probleme bei der DFB-Elf – Nationalspieler äußern Kritik

23.06.2024, 10:17
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Mit zwei Siegen ist die deutsche Nationalmannschaft in die Heim-Europameisterschaft gestartet, die Qualifikation für das Achtelfinale ist somit schon sicher. Damit gibt sich Bundestrainer Julian Nagelsmann aber noch nicht zufrieden. Der Gruppensieg soll her, und somit auch das letzte Spiel gegen die Schweiz am Sonntag gewonnen werden.

"In allererster Linie hat es eine Wirkung nach innen und außen, wenn du Erster wirst", sagte Nagelsmann nach dem 2:0 gegen Ungarn. "Der erste Platz ist wichtig. Wir wollen alle Spiele gewinnen."

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Mit der Schweiz trifft die deutsche Nationalmannschaft nun aber auf den bislang stärksten Gegner. Entsprechend wird vom DFB-Team auch eine Leistungssteigerung erwartet. Wie die "Bild" berichtet, sei mannschaftsintern auch bereits eine Baustelle ausgemacht worden. Demnach heiße es innerhalb des Teams, dass die Effizienz bei Standards gesteigert werden müsse.

EM 2024: DFB-Stars Füllkrug und Mittelstädt kritisieren Standards

Auch von den Spielern selbst wurde bereits leise Kritik an der Chancenverwertung nach Ecken und Freistößen geäußert. Nach dem Spiel gegen Ungarn sagte Niclas Füllkrug: "Wir hatten sehr viele Ecken, haben auch die eine oder andere Idee dabeigehabt. Leider ist echt wenig dabei rumgekommen." Da müssten sie noch gefährlicher werden.

Ähnlich sieht das Maximilian Mittelstädt, mit Hinblick auf die defensive Absicherung. Ungarn sei meist nur über Standards gefährlich geworden, meinte der 27-Jährige. "Da müssen wir einen Tick zulegen, dass wir die noch konsequenter verteidigen."

Bei dem deutschen WM-Triumph 2014 fußte der Erfolg maßgeblich auf der Effizienz bei Standardsituationen. Insgesamt fielen sechs Tore der DFB-Elf (inklusive eines Elfmeters) nach einem ruhenden Ball. Die Spieler durften sich damals Ecken- und Freistoßübungen auch selbst ausdenken.

Federführend bei der Einübung dieser Varianten war der damalige Assistenztrainer von Joachim Löw, Hansi Flick, unterstützt durch den Standardexperten Lars Voßler vom SC Freiburg. Der SC Freiburg ist immer noch bekannt dafür, besonders stark bei Standards zu sein, überraschend häufig erzielen sie Tore nach Einwürfen – im technischen Sinne ebenfalls eine Standardsituation.

EM 2024: Standardvariante sorgte gegen Ungarn fast für Gegentor

Seit August 2021 ist Mads Buttgereit beim DFB für die Standardvarianten zuständig, zu seinen Kreationen gehört etwa das schnellste Tor der DFB-Geschichte, als Deutschland im März mit 2:0 gegen Frankreich gewonnen hatte. Nach dem Anstoß traf Florian Wirtz in handgestoppten acht Sekunden.

Schon gehört? Es gibt einen neuen watson-Podcast: "Toni Kroos – The Underrated One". Hier hörst du Folge eins:

Gegen Ungarn versuchte die deutsche Nationalmannschaft, diese Variante zu wiederholen – scheiterte allerdings krachend. Bleibt zu hoffen, dass gegen die Schweiz eine Steigerung in dem Bereich erfolgt.

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