Nikita Mazepin (l.) mit seinem Teamkollegen Mick Schumacher
Nikita Mazepin (l.) mit seinem Teamkollegen Mick Schumacher
Bild: PA Wire / Bradley Collyer

"Denke nicht, dass es eine angenehme Fahrt wird": Mazepin spricht über Beziehung mit Mick Schumacher

23.09.2021, 13:16

Im Haas-Rennstall herrscht schon länger keine Harmonie mehr. Zwischen den beiden Fahrer Mick Schumacher und Nikita Mazepin ist Rivalität statt Teamarbeit angesagt. "Je mehr das Jahr voranschreitet, desto mehr können wir nur gegeneinander kämpfen", erzählt Mazepin im Formel-1-Podcast "Beyond The Grid" ungewohnt offen. Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Rennstall den Vertrag beider Fahrer um eine Saison verlängert.

Mazepin gibt sich im Podcast betont locker bezüglich der Reibereien mit Schumacher. "Es passiert viel – und gleichzeitig auch nichts. Es sind einfach zwei junge Fahrer, die an die Spitze der Formel 1 wollen und in eine schwierige Situation gesteckt wurden."

Bei den Fahrern geht es um "alles oder nichts"

Der 22-Jährige erklärte, dass bereits eine Rennplatzierung im Zweikampf zwischen den beiden den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen würde. "Für mich kann Platz 19 ein Highlight und Platz 20 ein sehr schlechter Punkt des Wochenendes sein. In jeder anderen Kategorie würde man fragen, was ist der Unterschied zwischen 19 und 20 aber bei uns ist es 'alles oder nichts'".

Der Russe resümiert: "Es ist wie es ist und ich weiß nicht, wie viele Jahre wir noch zusammen fahren, aber ich denke nicht, dass es eine angenehme Fahrt wird."

Schumacher und Mazepin fahren auch 2022 für das Team Haas

Haas hat angekündigt, die Verträge der Fahrer um eine Saison zu verlängern. Schumacher zeigt sich erfreut über die Nachricht: "Ich freue mich darauf, Teil eines Teams zu sein, das stärker wird", sagt der Rennfahrer in einer Pressemeldung des Teams und holt zum Seitenhieb gegen Mazepin aus: "Ich werde von meiner Seite aus alles tun, was ich kann, um uns nach vorne zu bringen".

Dennoch stellt auch Mazepin klar: "Aber bis heute mag ich Mick aus tiefstem Herzen. Er ist ein super talentierter Junge, der bereits unglaubliche Dinge in seiner Karriere erreicht hat. Aber das ist abseits von der Strecke – auf der Strecke interessiert mich nicht, gegen wen ich fahre. Und in den vergangenen Rennen war sein Auto das Einzige, vor das ich mich schieben konnte."

(lfr)

Themen

Analyse

Bis 2030 will die Formel 1 klimaneutral sein: So nachhaltig ist die Rennserie wirklich – Experte fordert: "Erwarte, dass es ökologischer wird"

Dröhnende Motoren, der Geruch von Benzin und jede Menge schnelle Autos. Selbst im Jahr 2021 wird die Formel 1 mit diesen Attributen verbunden. Aber, gerade weil die Sensibilisierung der Gesellschaft für Nachhaltigkeit steigt, gerät die Rennserie auch immer wieder in die Kritik.

Heruntergebrochen ist die Kritik oft: 20 Autos fahren im Kreis, schleudern Abgase in die Atmosphäre und fahren ihre Rennen über den gesamten Globus verteilt. Henning Wilts, Klimaexperte vom Wuppertaler Institut für …

Artikel lesen
Link zum Artikel