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Formel 1: Mick Schumacher kurz vor Wechsel? Ferrari-Teamchef mit klarer Ansage

Mick Schumacher vom Haas-F1-Team in Belgien
Mick Schumacher steht in Belgien vor seinem zwölften Rennen in der Formel 1.Bild: www.imago-images.de / Mark Sutton
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Wechselt Mick Schumacher bald zu Ferrari? Das sagt Teamchef Binotto

31.08.2021, 18:16
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Auf den sozialen Kanälen hielt sich Mick Schumacher während der fast vierwöchigen Formel-1-Sommerpause zurück. Erst zu Wochenbeginn war der 22-Jährige wieder aktiv und veröffentlichte ein Instagram-Foto, auf dem er Kraftsport machte. Darunter schrieb er auf Englisch: "Es ist Zeit, zurück an die Arbeit zu gehen."

An diesem Wochenende startet der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher in Belgien bei seinem zwölften Rennen im Haas. Doch wie lange bleibt Schumacher noch beim unterlegenen Rennstall? Er gehört zur Ferrari-Akademie und könnte demnach auch bei dem Team fahren, in dem sein Vater die größten Erfolge feierte.

"Bevor wir entscheiden, wann er reif für Ferrari ist, muss er dieses Jahr beenden."
Ferrari-Chef Mattia Binotto über Mick Schumacher

Gegenüber RTL und ntv sagte jetzt Ferrari-Teamchef Mattia Binotto: "Bevor wir entscheiden, wann er reif für Ferrari ist, muss er dieses Jahr beenden, ohne Druck, wir müssen ihm keinen Druck aufladen, das wäre falsch, er soll ja wie gesagt lernen."

Wenn Schumacher auch in seinem zweiten Jahr überzeugen würde, wäre er dann ein Kandidat für Ferrari? "Könnte sein, ich denke, das sollte seine Herausforderung sein, kein Zweifel. Ich denke, dass er ein klares Ziel hat und dass das ein Teil davon ist," erklärt Binotto den Fernsehsendern.

Bevor Mick Schumacher allerdings zu den Italienern wechselt, stehen noch einige Rennen im Haas-Boliden von Teamchef Günther Steiner an. Steiner hatte Schumacher nach dem letzten Rennen in Ungarn Vorwürfe gemacht.

In Budapest hatte Schumacher bereits seinen fünften größeren Unfall der Formel-1-Saison gebaut. Steiner kritisierte daraufhin: "Wir haben einen Punkt erreicht, an dem man daran arbeiten muss, weniger Unfälle zu bauen. Dreher sind kein Problem, aber diese Unfälle kosten eine Menge Geld. Diese Unfälle werden etwas häufiger und heftiger, wir machen zu viele Fehler."

"Ich setze das Auto ja nicht absichtlich in die Wand. Aber ich bin Rennfahrer und versuche, das Beste aus dem Auto herauszuholen."

Vor dem Rennen in Spa Francorchamps am Wochenende reagierte Schumacher erstmals auf diese Kritik. In einer Medienrunde sagte er, man müsse in diesem Fall "beide Situationen bedenken, die des Teamchefs und meine eigene, wir müssen einen Kompromiss finden." Kurz danach fügte er aber klar und deutlich an: "Ich setze das Auto ja nicht absichtlich in die Wand. Aber ich bin Rennfahrer und versuche, das Beste aus dem Auto herauszuholen."

Um das im unterlegenen Haas-Auto zu erreichen, müsse Mick Schumacher ein höheres Risiko eingehen als Fahrer in besseren Autos: Das sagte zumindest Micks Onkel Ralf Schumacher direkt nach dem Rennen in Budapest bei Sky.

Vertragssituation soll bald geklärt sein

Derweil ist in Belgien auch die Vertragssituation von Mick Schumacher für die kommende Saison interessant. Seit Wochen stellt sich die Frage, ob er auch in der nächsten Saison im Haas fährt oder ob er zu Alfa Romeo wechselt. Obwohl noch nichts offiziell ist, scheint es für Schumacher bei Haas weiterzugehen.

"Es gab ein paar Gespräche. Jetzt sind wir auf den letzten Schritten, um das Ganze dann auch zu einem Abschluss zu bringen."
Mick Schumacher über die Vertragsgespräche mit Haas

Als er über Verbesserungen des Autos sprach, gab er indirekt einen Hinweis, indem er sagte: "Schwieriger ist, das Auto vom Rennspeed zu verbessern. Darauf liegt unser Hauptfokus. Und wir müssen alle Punkte erkennen, die nicht so gut laufen, damit wir die dann nächstes Jahr besser machen." Danach fügt er zuversichtlich an: "Es gab ein paar Gespräche. Jetzt sind wir auf den letzten Schritten, um das Ganze dann auch zu einem Abschluss zu bringen."

Und auch Binotto rät Schumacher noch zu einem Jahr bei Haas: "In seinem zweiten Jahr wird Haas wahrscheinlich toll für ihn sein, weil er dann die Gelegenheit haben wird, zu zeigen, wie gut er in der F1 ist. Wir wissen, dass er ein guter Fahrer ist. Bis jetzt macht er das gut und wir sind sehr glücklich." So glücklich, dass er sich vielleicht 2023 ja wirklich über das Ferrari-Cockpit freuen kann.

(stu)

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