Bild: imago sportfotodienst

Hummels' Dönerladen-Ausbruch und noch 4 lustige Anekdoten aus Eppan

07.06.2018, 11:44
Luis reiß, eppan

Man hatte den Eindruck haben können, dass das deutsche WM-Trainingslager in Eppan undruchlässiger als der G20-Gipfel ist. Selten wurden Nachfragen seitens des DFB gestattet, Spieler wie Gündogan oder Özil von den Medien abgeschirmt. Stattdessen wurden  auf dem Youtube-Kanal der "Mannschaft" jeden Tag nahbare aber harmlose Videos der Spieler hochgejagt. Auch im Internet gilt: Best never ever rest.

Unser Kollege Luis Reiß ist in Eppan vor Ort und hat dennoch ein paar Anekdoten gesammelt.

Das Trainingslager der Nationalelf hat bei allen Sinnen bleibenden Eindruck hinterlassen. Lange bevor man die Sportzone Rungg in Eppan erreicht hat, konnte man bereits…

Hören…

besonders wenn Jérôme Boateng trainiert hat. Das eigens für die Nationalelf errichtete Fitnesszelt, in dem der Verteidiger des FC Bayern nach seinem Muskelbündelriss mehr Einheiten absolvieren musste als alle anderen Spieler, ist offenbar mit einem prächtigen Soundsystem ausgestattet gewesen.

Der Bierkönig Eppans – das Fitnesszelt.
Der Bierkönig Eppans – das Fitnesszelt.
Bild: imago sportfotodienst

Wenn Boateng trainierte, hörte man das bereits aus einigen hundert Metern Entfernung. In seiner Playlist: vor allem amerikanischen HipHop aus den USA. Die Kollegen der "Bild" konnten mit der App Shazam sogar von außerhalb des Trainingsgeländes Boatengs Lieder erkennen. In Eppan galt die Regel: Je lauter der Bass, desto wahrscheinlicher ist es Boateng.

Fühlen…

musste Thomas Müller. Und zwar wie hart ein Interview sein kann. Beim Abschied vom Medientag der Nationalelf kollidierte der Stürmer mit dem Kameramann eines TV-Senders – und bekam das Stativ ins Gesicht, in etwa auf Höhe des rechten Auges.

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Doch Müller wäre nicht Müller, wenn er nicht auch in dieser Situation einen frechen Spruch parat gehabt hätte. "Ich hoffe, du bist gut versichert", rief er dem Kameramann hinterher – und setzte sein schelmisches Grinsen auf. Der Kollege bereitet sich vermutlich bereits auf die Privatinsolvenz vor.

Sehen…

konnte man vom Trainingslager häufig: nichts. Planen hingen um den Trainingsplatz und versperrten die Sicht. Also wurden die Reporter kreativ. Einige Fotografen nutzten den benachbarten Tennis-Platz oder fotografierten mit großen Tele-Objektiven aus dem Wald heraus. Andere sprangen kurz hoch, um mit der Handy-Kamera über den Zaun hinweg ein Foto zu schießen. Dann schnellte auf der anderen Seite ein ebenso grimmiger wie spaßbefreiter Security-Mitarbeiter wie ein Erdmännchen in die Höhe. Wahrscheinlich wurde er häufiger abgelichtet als mancher Spieler.

Schmecken…

lassen kann sich ein Nationalspieler im Trainingslager ungestört fast nichts. Zwar verfügt das Teamhotel Weinegg über ein angeblich ausgezeichnetes Restaurant. Eine Gruppe um die Bayern-Spieler Hummels, Müller und Rudy bevorzugte offenbar zwischenzeitlich dennoch eine Dönerbude im Nachbarort St. Martin – und traf dabei auf die Kollegen der „Frankfurter Rundschau“.

Mats Hummels und Thomas Müller. Nicht im Bild – aber bei einer FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft dabei – Sebastian Rudy.
Mats Hummels und Thomas Müller. Nicht im Bild – aber bei einer FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft dabei – Sebastian Rudy.
Bild: imago sportfotodienst

Auf dem Medientag darauf angesprochen, wusste Hummels von nichts – und versuchte so schelmisch zu Grinsen wie Thomas Müller.

Riechen...

kann man bei Fernsehübertragungen glücklicherweise noch nicht. Denn dann hätten die Zuschauer bei den Pressekonferenzen des DFB wohl früh abgeschaltet. Im PK-Raum, noch schlimmer aber im benachbarten Arbeitsraum für Journalisten, roch es schon am Tag der Ankunft nach einer Mischung aus nassem Hund und kaltem Schweiß. Schuld war wohl der Teppich, frisch verlegt über den Kunstrasenplatz der Sportzone Rungg. Besser geworden ist der Geruch mit der Zeit und den vielen Stunden Arbeit im Zelt übrigens nicht. Nur anders. Vielleicht hätte Julian Draxler häufiger vorbeikommen müssen, der dem Magazin "Bunte" erzählte: 

"Ich gehe nie ohne Parfüm auf den Platz."
Julian Draxler, spielt mit allen Sinnen.

Dieser Artikel erschien zuerst auf t-online.de

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